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Lahm stellt klar: "Kein Angriff gegen Ballack"

SID
Donnerstag, 08.07.2010 | 14:58 Uhr
Philipp Lahm absolvierte im WM-Halbfinale gegen Spanien sein 71. Länderspiel
© Getty
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Philipp Lahm hat seine Position im vermeintlichen Machtkampf um das Kapitänsamt in der deutschen Nationalmannschaft bekräftigt. Er stellte klar, dass er das Amt gerne weiter ausüben wolle, aber kein Problem damit habe, wenn Michael Ballack nach seiner Rückkehr wieder Kapitän werde.

"Das ist kein Angriff gegen Michael Ballack gewesen, und es ist auch kein Machtkampf. Die Macht liegt allein beim Trainer", sagte Philipp Lahm am Donnerstag im Rahmen der DFB-Pressekonferenz sichtlich genervt zu dem Thema, das seiner Ansicht nach im Vorfeld des WM-Halbfinals gegen Spanien unnötigerweise aufgebauscht worden war.

"Wenn Michael wieder Kapitän wird, dann habe ich damit kein Problem. Dann werde ich versuchen, weiter Verantwortung zu übernehmen. Mein Verhältnis zu Michael wird so bleiben wie bisher", ergänzte der 26-Jährige.

Lahm unterstreicht Ambitionen

Dennoch unterstrich der Verteidiger von Bayern München noch einmal seine Ambitionen auf das Kapitänsamt. "Das ist doch klar, dass man sein Amt behalten will, wenn man Spaß an so einer Aufgabe hat. Und ich habe Spaß daran, die Mannschaft zu führen. Es wäre doch schlimmer, wenn ich sagen würde, ich hätte keinen Spaß. Es ist eine Ehre für mich, Kapitän zu sein."

Auf die Frage, ob die DFB-Auswahl auch künftig den 33 Jahre alten Ballack brauchen würde, wich Lahm aus: "Ich kann das nicht seriös mit ja oder nein beantworten. Das ist alleine die Entscheidung des Bundestrainers. Michael ist ein hervorragender Fußballer, mehr möchte ich dazu nicht sagen."

Schweinsteiger: "Michael ist sehr wichtig für uns"

Dies tat dafür Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger, der sich nach der Niederlage gegen Spanien in Durban sogar überraschend deutlich für eine Rückkehr des bei der WM verletzten Ballack stark machte.

"Michael ist sehr wichtig für uns. Ich bin der Meinung, dass er uns mit seiner Erfahrung weiterbringen kann", meinte der Münchner, der in Südafrika in Abwesenheit des etatmäßigen Kapitäns im Mittelfeld die Chefrolle übernommen hatte.

Bayer Leverkusens Neuzugang Ballack lässt die Diskussion offenbar kalt, zumindest nach außen. "Ich will mich zu diesem Thema nicht äußern", sagte der 33-Jährige bereits vor dem Spanien-Spiel. Für den 98-maligen Nationalspieler ist klar, dass er nach der WM in Südafrika weiter Kapitän der Auswahl des DFB bleibt.

Bierhoff setzt auf Kapitän Ballack

Auch Teammanager Oliver Bierhoff hatte bereits erklärt, "dass Philipp unser WM-Kapitän und Michael unser Kapitän ist. Ich gehe davon aus, dass Michael nach seiner Rückkehr wieder Kapitän ist. Das wurde auch vom Mannschaftsrat so besprochen".

Bundestrainer Joachim Löw wollte sich dagegen nicht klar positionieren. Natürlich mache es Lahm Spaß, "Verantwortung zu übernehmen, und natürlich würde er sie gerne auch weiter übernehmen. Jeder kann hier seine Meinung sagen, und das ist die Meinung von Philipp", sagte er.

"Natürlich weiß Philipp, dass der Trainer diese Entscheidung übernehmen wird, und das wird nach der WM geschehen", stellte er auch klar.

Adler sieht sich als Nummer zwei

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