DFB-Team

Jerome Boateng bricht mit Halbbruder

SID
Donnerstag, 10.06.2010 | 11:40 Uhr
Jerome Boateng hat mit seinem Halbruder gebrochen und will sich nun voll auf die WM konzentrieren
© Getty
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Knapp zwei Wochen vor dem möglichen direkten Aufeinandertreffen bei der Fußball-WM in Südafrika hat der deutsche Nationalspieler Jerome Boateng den Kontakt zu seinem Halbbruder Kevin-Prince offensichtlich abgebrochen.

"Kevin sagte: Jeder hat seine eigene Familie - du deine, ich meine. Das ging mir zu weit. Deshalb ist es mir jetzt auch egal, was er macht. Es interessiert mich nicht mehr. Ich will keinen Kontakt zu ihm", sagte Jerome Boateng der "Hamburger Morgenpost".

Der Profi des Hamburger SV, der ab der kommenden Saison für Manchester City spielt, könnte im letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl am 23. Juni in Johannesburg gegen Ghana auf seinen Halbbruder treffen.

Hintergrund ist Foul an Ballack

Hintergrund für das gestörte Verhältnis der Halbbrüder, die früher bei Hertha BSC Berlin zusammengespielt haben, ist das Foul von Kevin-Prince Boateng gegen Michael Ballack im englischen FA-Cup-Finale zwischen dem FC Portsmouth und dem FC Chelsea, das für den deutschen Kapitän das WM-Aus bedeutet hatte.

Jerome hatte Kevin-Prince anschließend für die Attacke offen kritisiert und zu dem nicht mit einem Platzverweis geahndeten Foul gesagt: "Das war eine klare Rote Karte."

Jerome sollte Bruder in Schutz nehmen

Sein Halbbruder hat ihm diese Äußerung offensichtlich übel genommen. "Kevin meinte, ich hätte ihn verteidigen und Ballack kritisieren müssen - und nicht sagen sollen, dass es eine Rote Karte war", sagte Jerome, "Kevin meinte jetzt: Jeder geht nun seinen eigenen Weg. Ich habe daraufhin nur gesagt: Das machen wir doch schon länger."

Zuvor hatte der 23-Jährige Kevin-Prince bereits in der "Sport-Bild" verlauten lassen, dass er keinen Kontakt mehr zu seinem zwei Jahre jüngeren Bruder haben wolle: "Wir haben andere Auffassungen. Vor dem Spiel reden wir sicher nicht mehr." Nun hat augenscheinlich auch Jerome das Interesse daran verloren, den Familienfrieden wieder herzustellen.

Holger Badstuber im SPOX-Interview

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