Tagebuch aus Südafrika, Teil 2

Teufelsritt mit Seth

Von Für SPOX in Südafrika: Stefan Rommel
Mittwoch, 09.06.2010 | 19:48 Uhr
Ohne Halt zum Hotel: SPOX-Reporter Stefan Rommel erlebte einen Höllenritt...
© Imago
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Neuer Tag, neues Unheil. Auf 10 Uhr hatte ich mir ein Taxi ans Hotel bestellt, das mich dann die ca. 15 Kilometer raus zum Velmore Hotel fahren sollte. Kaiser Franz und Edwin Moses warteten mitsamt einigen Kindern im Gepäck, die im Rahmen der Laureus-Stiftung "Sport for Good" in die heiligen Hallen eingeladen waren.

Nur stand zur vereinbarten Zeit nicht der vereinbarte Fahrer mit dem vereinbarten Wagen vor der Tür. Sondern niemand. Spätestens 10.45 Uhr musste ich aber am Velmore sein.

Also rauf zur Rezeption, die bei uns komischerweise im 4. Stock liegt - vermutlich, um unten im kleinen Foyer noch eine zusätzliche Sicherheitsschwelle einzubauen; die Vorhalle wird von zwei bis drei Security-Jungs rund um die Uhr bewacht.

Wo ist das Taxi?

"There's no taxi. What went wrong?" Vier Damen an der Rezeption, viermal Schulterzucken. Also wieder runter. Jetzt fuhr der Fahrer unseres eigentlichen Shuttle-Services vor, der aber erst um halb elf den Rest meiner Reisegruppe, mit der ich eigentlich nicht fahren wollte, zur PK bringen wollte.

"Keine Chance, ein wenig früher zu fahren?" "Keine Chance!" Aber dann, Sekunden später, bog der edle Ritter um die Ecke. Seth schlug gerade die Zeitung auf, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben. Aber nicht jetzt.

"You pay chash?"

"You're waiting für somebody to pick up?"

"No."

"Fine, could you please take me to the Velmore Hotel then?"

"Yes, man. Sure. Wilmur Hotel."

"No, it's V, e, l, m, o, r, e. Velmore. Outside, near Erasmia. Don't you know that?"

Mein Hoffnungsträger nimmt das Telefon zur Hand. Ich verstehe kein Wort, bis endlich die erlösende Frage kommt: "You pay cash?" Selbstverständlich! Und jetzt ab.

Seth und das Octobafiist

Dass ich es eilig habe, hat Seth schnell geschnallt. Helles Köpfchen - und so multitasking! Fährt nach den ersten engen Kurven die Hauptstraße plötzlich mit 90 und im Zickzack von einer Spur auf die andere und will von mir alles wissen.

Name? Woher? Warum hier? Aah, World Cup, hehehe. Fine. Munich? Octobafiist! Der kennt wirklich alles. Und er weiß auch alles. Zum Beispiel das hier.

Da Vu- vu- zella!

"Listen, man: you guys have no idea about our 12th player, don't you?"

Die Fans vielleicht?

"Da Vu- vu- zellla! Have you ever heard 60.000 Vuvuzelas in a stadium and 50.000 in front of it? It's gonna blow your mind off, hehehe!" Fürchte ich auch. Aber jetzt kuck doch mal wieder auf die Straße.

Eins der großen Probleme im südafrikanischen - und vermutlich im komplett afrikanischen - Straßenverkehr ist neben dem unheimlichen Leichtsinn der Verkehrsteilnehmer auch die Bauweise der Fahrbahnen.

Dieser Teufelskerl...

Hier gibt es keine Mittelstreifen, keine Leitplanken und vor allem: Kein Bankett. Wenn also einer flott fährt - und Seth fährt wie Hölle - und er gerät kurz von der Fahrbahn ab, wird er entweder in hohem Bogen in die Peripherie geschleudert oder eben auf die Gegenfahrbahn.

15 Prozent der Todesfälle in Südafrika passieren auf den Straßen. Ich kann mir ungefähr vorstellen, warum. "Hey, when we beat Mexico, we make it all through to the final." Zum Antworten komme ich gar nicht mehr. In 16 Minuten ist er jetzt hierher gefahren, dieser Teufelskerl.

Ich bin rechtzeitig hier, er hat sich nen Fuffi Trinkgeld extra verdient und lacht. Ich erkläre Seth ab sofort zu meinem persönlichen Fahrer. Bin ja noch lange hier. Und gute Freunde kann man immer gebrauchen.

Pressekonferenz des DFB: "Gutes Gefühl bei Miro Klose"

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