Marko Marin im SPOX-Interview

Marin: "Immerhin hat Robinho gezaubert"

Von Für SPOX in Südafrika: Stefan Rommel
Mittwoch, 16.06.2010 | 21:19 Uhr
Marko Marin gab sein Länderspiel-Debüt am 27. Mai 2008 gegen Weißrussland
© Getty
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Marko Marin ist Deutschlands gefährlichste Option auf der Ersatzbank. Der Dribbelkünstler über das Niveau der bisherigen WM-Spiele, den nächsten Gegner Serbien, seine persönliche Entwicklung und sein Alter Ego auf dem iPhone.

SPOX: Herr Marin, können Sie sich für den Moment mit Ihrer Rolle als Einwechselspieler anfreunden?

Marko Marin: Unser Spiel lief richtig gut, da würde ich jetzt auch nicht viel ändern. Immerhin bin ich ja gegen Australien noch ins Spiel gekommen, habe mein erstes WM-Spiel erlebt. Das macht mich froh und stolz. Deshalb hoffe ich auf weitere Einsätze.

SPOX: Was sind denn Vorteile oder Nachteile, wenn man von der Bank kommt? Immerhin muss man sofort funktionieren...

Marin: Es ist schon ein Vorteil, wenn man von Beginn an spielt. Da kommt man mit der Mannschaft gemeinsam ins Spiel. Von der Bank soll man dann dem Team als Einzelner helfen. Manchmal läuft es nicht, dann ist es schwer, reinzukommen. Wenn es aber super läuft, dann ist es auch einfacher. Dann kann man sich langsam reinspielen.

SPOX: Hat man als Einwechselspieler weniger zu verlieren?

Marin: Als Einwechselspieler hat man vielleicht nicht so den Druck. Trotzdem muss man alles geben - gerade wenn die Mannschaft hinten liegt.

SPOX: Beobachten Sie während des Spiels schon ihre möglichen Gegenspieler?

Marin: Das machen wir ja vor dem Spiel auch schon, mit den Videoanalysen. Da sind wir immer top vorbereitet. Aber man schaut natürlich auf die Gegenspieler, wie die sich in bestimmten Situationen verhalten.

SPOX: Spielen Sie eigentlich besonders gerne gegen großgewachsene Spieler?

Marin: Ja, wobei es keine großen Unterschiede für mich macht. Sie sind vielleicht nicht so beweglich wie ein kleinerer Spieler, aber haben dafür auch mehr Reichweite. Dann muss man einen größeren Bogen um sie machen.

SPOX: Piotr Trochowski oder Mesut Özil haben zuletzt an Muskelmasse zugelegt. Haben Sie Ihr Idealgewicht für Ihr Spiel oder müssen Sie noch etwas draufpacken?

Marin: So wie Troche wäre nicht mein Ding, er ist ja ein richtiges Paket. Bei mir geht das auf keinen Fall. Natürlich arbeite ich daran, um ein bisschen kräftiger und stabiler zu sein, das schadet ja nicht. Aber an Masse muss ich nicht zulegen. Das verlangt auch keiner von mir. Ich komme so wie es ist super klar.

SPOX: Sie sind auf dem Balkan geboren, am Freitag geht es gegen eine Mannschaft vom Balkan. Wie ticken die Serben?

Marin: Serbien hat spielerisch seine Stärken. Aber sie haben sich auch in der Defensivarbeit deutlich gesteigert. Spieler wie Vidic, Ivanovic oder Kolarov spielen alle bei europäischen Top-Klubs. Mittlerweile haben sie auch dort ihre Stärken. Sie sind zwar schlecht ins Turnier gestartet, aber wir dürfen sie trotzdem nicht unterschätzen.

SPOX: Serbiens Vorbereitung war schon alles andere als optimal, offenbar kommt die Mannschaft sehr schwer in den Tritt.

Marin: Das kann ich auch nicht richtig verstehen. Ein bisschen hat sich das aber auch angebahnt. Vor dem letzten Testspiel hatten sie ihren Fans ein Spektakel versprochen und dann gewinnen sie 4:3. So etwas vorher schon zu sagen, ist doch sehr ungewohnt für ein Länderspiel. Aber vielleicht ist das auch ihre Mentalität.

SPOX: Dejan Stankovic hat im ersten Spiel relativ defensiv gespielt. War das der Grund, warum sie in der Offensive wenige Akzente setzen konnten?

Marin: Dafür hatten sie vier andere Offensivspieler auf dem Platz. Ich glaube das Hauptproblem war eher, dass sie zu viele lange, hohe Bälle und nicht richtig Fußball gespielt haben. Das war ungewohnt für diese Mannschaft.

SPOX: Erwarten Sie ein sehr hartes Spiel am Freitag?

Marin: Ja. Die Serben werden kämpfen und alles geben. Aber wir werden dagegenhalten. Ich glaube, dass wir auch dieses Spiel gewinnen werden.

SPOX: Ist es auf Grund Ihrer Vergangenheit immer noch ein besonderes Spiel für Sie?

Marin: Ich bin im ehemaligen Jugoslawien geboren und habe dort noch meine Familie und Freunde. Und von denen sind die meisten Serbien-Fans. Insofern ist das für mich schon etwas Besonderes.

SPOX: Wie sind Sie als Spieler reifer geworden im Vergleich zu Ihrer Zeit unter Hans Meyer bei Borussia Mönchengladbach?

Marin: Man hat schon eine Entwicklung gesehen. Ich habe mich in einigen Dingen verbessert, vor allem auch zuletzt unter Thomas Schaaf. Ich bin jetzt ein noch besserer Spieler als damals in Gladbach. Meine Defensivarbeit ist besser, offensiv habe ich mehr Durchschlagskraft. Das sieht man auch an den Toren und Vorlagen.

SPOX: Beschreiben Sie doch kurz die Multi-Kulti-Mischung in der Mannschaft mit ihren verschiedenen Mentalitäten.

Marin: Wir sind das alle aus den Vereinen schon gewohnt. Das ist völlig normal für uns. Bei der Nationalmannschaft sollten sich alle als Deutsche fühlen und keiner denken, er ist ein Türke oder Pole. Wir sind hier, um für Deutschland zu spielen.

SPOX: Der Winter hat jetzt große Teile Südafrikas im Griff, vor allem der Wind ist eiskalt. Muss man sich als Spieler jetzt darauf neu einstellen?

Marin (lacht): Vielleicht ist das für uns als Deutsche ein Vorteil und gerade für mich als Bremer, da ist es ja auch oft windig. Das Entscheidende ist aber nicht das Wetter, sondern die Platzverhältnisse. Und die sind absolut okay.

SPOX: Wie sehen Sie das Niveau des WM-Turniers bisher?

Marin: Es ist schon ein bisschen komisch. So richtig schöne Spiele gab es bisher noch nicht. Manchmal haben selbst wir gar keine Lust mehr, die zweite Halbzeit noch zu gucken. Das ist auch ein bisschen traurig, schließlich sollte eine WM auch ein Highlight sein. Aber selbst Brasilien hat gestern gegen Nordkorea mit sechs defensiven Spielern begonnen. Das ist unglaublich. Immerhin hat Robinho gezaubert und Maicons Tor war weltklasse, ein optimaler Angriff.

SPOX: Auf Youtube gibt es etliche Videos von Ihnen und Ihren besten Aktionen. Was für ein Gefühl ist das eigentlich, sich da spielen zu sehen?

Marin: Das ist schon komisch, wenn man weiß, dass sich Freunde das anschauen und einen dann drauf ansprechen. Aber es ist auch ein schönes Gefühl und es macht mich auch ein bisschen stolz.

SPOX: Sie haben ja auch eine App für's iPhone oder das iPad. Worum geht's da?

Marin: Da kann man Marko Marin spielen. Je nachdem, wie man das iPhone bewegt, jongliere ich den Ball, später gibt's Dribblings gegen Gegenspieler. Es ist eine Idee für die jungen Fans, die gerne mit dem iPhone spielen. Für das iPad kommt die App erst noch.

Nach Australien: Was muss besser werden?

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