Nachholbedarf im deutschen Spiel

Flecken auf der Weste

Von Für SPOX in Südafrika: Stefan Rommel
Dienstag, 15.06.2010 | 09:35 Uhr
Während Schweinsteiger (l.) sein 75. Länderspiel machte, war's für Khedira erst das sechste Mal
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Live
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Die Welt staunt, aber Bundestrainer Joachim Löw mahnt: Das 4:0 über Australien begeisterte zwar die Massen, aber längst war noch nicht alles perfekt im deutschen Spiel. Löw hat vor dem Spiel gegen Serbien mehrere Problemfelder ausgemacht. Eine nüchterne Analyse.

Der Rauch nach dem Feuerwerk vom Sonntag hat sich im deutschen Lager schnell verzogen.

Bereits wenige Stunden nach dem 4:0 gegen Australien zum Turnier-Auftakt und dem beinahe schon überschwänglichen Lob aus aller Welt richtete Joachim Löw den Blick schon wieder Richtung Freitag.

Da wartet mit Serbien der nächste Gegner. "Ein gefährliches Spiel", wie der Bundestrainer sagt. Manche mögen darüber verwundert den Kopf schütteln, zu schwach zeigten sich die Serben am Sonntag beim 0:1 gegen Ghana, zu überlegen fegte Deutschland die gnadenlos unterlegenen Australier weg.

DFB-Team profitierte von australischer Taktik

Aber Löw hat sich vom Offensivspektakel nicht den Blick trüben lassen. Unmittelbar nach der Partie hatte er auf der Pressekonferenz schon erste Fehler angesprochen, die seine Spieler zeitgleich in der Mixed Zone quasi im selben Wortlaut wiedergaben.

Deutschland profitierte beim 4:0 sehr davon, dass sich Australiens Trainer Pim Verbeek nicht für die bedingungslose Defensive entschied, sondern den Deutschen mit Pressing zusetzen wollte.

Viel Platz für Özil

In den ersten Minuten funktionierte das auch ganz gut, dann aber liefen die drei offensiv orientierten Cahill, Garcia und Emerton immer wieder ohne Unterstützung aus dem Mittelfeld auf die deutsche Viererkette, die sich dadurch schnell befreien konnte und den Ball flach auf einen der beiden defensiven Mittelfeldspieler Schweinsteiger oder Khedira transportierte.

Im 4-4-2 der Aussies fehlte im Zentrum genau derjenige Spieler, der sich um Mesut Özil hätte kümmern können. Der Bremer hatte im deutschen 4-2-3-1 unheimlich viel Platz und Zeit, kam immer wieder in den Rücken von Grella und Valeri und hatte so genügend Möglichkeiten, die Bälle in die Gasse zu spielen.

Verbeek stellt erst nach dem 0:2 um

Australien lud die deutsche Mannschaft also quasi ein. Nach 20 Minuten wollte Verbeek schon reagieren, seine Formation stellte er aber erst nach dem 0:2 durch Miro Klose auf 4-3-3 um.

Özil hatte jetzt immer einen Gegenspieler in seinem Dunstkreis, das deutsche Spiel war kurz vor und vor allen Dingen in den ersten zehn Minuten nach der Pause längst nicht mehr so druckvoll. Da war Australien beinahe auf Augenhöhe, bis zur Roten Karte gegen Cahill.

Abhängig von Özil

Auch den Serben dürfte aufgefallen sein, wie abhängig Deutschland jetzt schon von Özil ist - und sie werden darauf anders reagieren als es die Australier vermochten.

Insgesamt zeigte Deutschland natürlich eine sehr reife, fintenreiche Offensivleistung. Allerdings litten wichtige Defensivaktionen darunter. Vor allem im defensiven Mittelfeld stimmte die Ordnung einige Male nicht.

"Die Ordnung hat gefehlt"

Khedira hatte offenbar die klare Anweisung, bei deutschem Ballbesitz schnell in die Tiefe zu starten. Gegen einen schwachen und langsamen Gegner wie Australien ein prima Rezept, das so gegen stärkere Kontrahenten in der Art aber nicht zu realisieren ist.

"Uns hat einige Male die Ordnung gefehlt. Das müssen wir in den kommenden Spielen noch besser machen", sagte Schweinsteiger nach dem Spiel. In der Tat mussten er und Khedira einige Male dem Ball hinterherrennen, statt ihn - wie im Idealfall - vor sich zu haben.

Wenig Hinterarbeit der Außen

Die Sechser sind in erster Linie für die Ordnung im Spiel verantwortlich. Da gab es noch ein paar Lücken im System.

Dazu kam, dass die beiden Flügelspieler Thomas Müller und vor allen Dingen Lukas Podolski verhältnismäßig wenig nach hinten gearbeitet haben. Müller steigerte sich dabei in der zweiten Halbzeit.

Podolski aber verlor seine Seite öfter aus den Augen, nur konnte der Gegner dieses Mal keinen Vorteil daraus schlagen.

Feintuning in den verbleibenden Spielen

Gleich nach dem Spiel wies Löw seine Viererkette an, nicht zu tief zu stehen. Zwar stimmten die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen fast immer, der ganze Block verschob aber zehn Meter zu nah am deutschen Tor.

Gegen die harmlosen Aussies war das kein Problem, weil hinter dem einen angedeuteten Stürmer so schnell kein Mittelfeldspieler mit in die Spitze stoßen konnte, um dort für Gefahr zu sorgen.

Gegen einen Gegner mit einem oder sogar zwei Stürmern dürfte das aber schnell zu einem echten Problem werden. Die beiden verbleibenden Vorrundenspiele sollten - ohne überheblich zu klingen - als Chance gesehen werden, um das Feintuning zu justieren.

Mannschaft braucht Steigerungskurve

Es sind nicht viele Kritikpunkte, die Löw bis zum nächsten Spiel zu besprechen und trainieren hat. Zumal der Bundestrainer clever genug sein wird, um seine Mannschaft auch auf die Serben perfekt einzustellen. Aber es gibt sie eben noch. Und daran gilt es zu arbeiten.

Denn für den ganz großen Wurf gilt auch bei dieser WM: Eine Mannschaft braucht in einem Turnier, in diesen vier Wochen, auf die die Planungen von mehr als zwei Jahren gerichtet sind, eine Steigerungskurve.

Zum richtigen Zeitpunkt die bestmögliche Leistung abzurufen, unterscheidet talentierte von großen Mannschaften.

Pressestimmen nach dem 4:0: "Eine Kandidatur auf den Titel"

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung