Schweinsteiger, Lehmann, DFB
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Kein Abschiedsspiel gegen England

Dienstag, 04.11.2008

Schweinsteiger hat Mitleid mit Lehmann

Mitleid für Jens Lehmann: Nachdem Joachim Löw dem Helden der WM 2006 ein Abschiedsspiel im Tor der deutschen Nationalmannschaft verweigert hat, reagierte Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger am Dienstag mit Unverständnis auf die Entscheidung des Bundestrainers.

"Für Jens wäre es etwas Großes gewesen, wenn er aufgrund seiner Vergangenheit gegen England nochmal hätte spielen können. Ich hätte mich gefreut, wenn er nochmal zum Einsatz gekommen wäre", erklärte Schweinsteiger direkt vor dem Abflug des deutschen Rekordmeisters zum Champions-League-Spiel beim AC Florenz (20.30 Uhr im SPOX-TICKER und Internet TV).

Schweinsteiger will kein Rebell sein

Der Mittelfeldspieler wollte seine Aussagen aber nicht als Kritik an Bundestrainer Löw verstanden wissen.

Schweinsteiger stellte klar, dass er mit seiner Meinung nicht in die Fußstapfen der zuletzt als Nationalmannschafts-Rebellen in die Kritik geratenen Kevin Kuranyi, Torsten Frings und Michael Ballack treten wolle. "Die Entscheidung liegt beim Trainer, und die muss man akzeptieren", sagte der 24-Jährige.

Löw hatte am Montag nach langem Hin und Her Lehmanns Hoffnungen auf ein inoffizielles Abschiedsspiel endgültig eine Absage erteilt.

Rene Adler soll Chance bekommen

Ursprünglich sollte der 38-Jährige beim Länderspiel am 19. November gegen England von der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verabschiedet werden.

Da die neue deutsche Nummer eins Rene Adler bislang erst zwei Länderspiele absolviert hat, soll der Leverkusener gegen England auflaufen.

"Wir müssen unsere Länderspiele dazu nutzen, damit unsere jüngeren Torhüter möglichst viel Spielpraxis in der DFB-Auswahl auf internationaler Ebene sammeln können", sagte Löw. "Sicher wäre es für ihn schön gewesen, nochmals im Nationaltrikot aufzulaufen. Gerade gegen England, wo er fünf Jahre für Arsenal gespielt hat, und auch im Berliner Olympiastadion, wo wir ihm gegen Argentinien das Weiterkommen im Elfmeterschießen zu verdanken hatten."

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Legendärer Spickzettel gegen Argentinien

Der Schlussmann vom VfB Stuttgart hatte die DFB-Auswahl am 30. Juni 2006 im WM-Viertelfinale gegen Argentinien mit zwei Paraden im Elfmeterschießen ins Halbfinale geführt.

Berühmt wurde anschließend der von Torwarttrainer Andreas Köpke für Lehmann handgeschriebene Spickzettel mit Informationen über die Schützen der argentinischen Mannschaft.

Lehmann will nochmal Champions League

Nach Lehmanns Rücktritt rund einen Monat nach der Niederlage im EM-Finale gegen Spanien (0:1) hatte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff dem WM-Dritten und Vizeeuropameister noch große Hoffnungen auf das Abschiedsspiel gegen England gemacht.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jens in der Nationalmannschaft mit der Niederlage im EM-Finale aufhören will. Es gibt die Möglichkeit, dass er zum Abschied in einem Freundschaftsspiel zum Einsatz kommt."

Zuletzt hatte Lehmann selbst Interesse an einem Abschiedsspiel bekundet. "Ich würde gerne gegen England spielen, der Gegner ist nach meinen Jahren in London ja naheliegend", hatte der 38-Jährige erklärt.

Damit beschränken sich Lehmanns Auftritte auf internationalem Parkett derzeit auf die UEFA-Cup-Spiele mit dem VfB Stuttgart. Seine Karriere als Profi will der 61-malige Nationalspieler allerdings noch nicht beenden, schließlich hat er weiterhin die Königsklasse im Blick: "Die Champions League wäre sicher noch mal ein Anreiz."

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Wer soll bei der WM im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen?

Gonzalo Higuain spitzelt den Ball an Rene Adler (l.) vorbei und besorgt den Siegtreffer
Rene Adler
Manuel Neuer
Tim Wiese
ein anderer

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