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Typisch Bayern!?

Mittwoch, 21.10.2015 | 11:45 Uhr
Olivier Giroud (am Boden) erzielt das umstrittene 1:0 für den FC Arsenal
© getty
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Der FC Bayern verliert beim FC Arsenal und muss sich mal wieder mit der Diskussion um die Konteranfälligkeit des Systems auseinandersetzen. Die Probleme in London waren aber anderer Natur. Auffällig bleibt eine internationale Auswärtsschwäche unter Pep Guardiola. Der hadert mit der Verletztenliste.

Bastian Schweinsteiger hat es am eigenen Leib erlebt. Er hat gespürt, wie sich ein Spiel verselbstständigen und wie selbst das nicht für seinen überbordenden Enthusiasmus bekannte Emirates Stadium Magie verströmen kann. Schweinsteiger hat vor drei Wochen mit Manchester United 0:3 beim FC Arsenal verloren. 19 Minuten brauchten die Gunners, um die Truppe von Louis van Gaal aus den Schuhen zu spielen. Das Stadion bebte.

Es ist nicht bekannt, ob sich die Münchner bei ihrem Ex-Kollegen erkundigt haben, aber sie hatten sich das Spiel gegen United in der Vorbereitung ganz genau angeschaut und als Maßstab für ihre anstehende Aufgabe genommen.

Matthias Sammer erinnerte noch einmal an diese Partie, als er vor Spielbeginn über Arsenals Qualitäten sprach. Die Bayern erwarteten eine ähnlich aggressiv und offensiv eingestellte Mannschaft. Immerhin hatte Arsenal die ersten beiden Spiele verloren und musste schon punkten, um vor dem Rückspiel in München nicht noch mehr unter Druck zu geraten.

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Untypisch Arsenal! Untypisch Wenger!

Und so schienen die Bayern auch etwas überrascht von der Underdog-Haltung, mit der Arsenal in dieses Spiel ging. Es gab keine stürmische Anfangsoffensive, eine stürmische Offensive aus dem eigenen Ballbesitzspiel heraus gab es überhaupt nicht. Untypisch für Arsenal.

Aber Wenger hatte offensichtlich aus den letzten beiden Niederlagen gegen den FC Bayern 2013 und 2014 gelernt, als die Bayern teilweise durch die geöffnete Arsenal-Defensive pflügten. Der Franzose opferte seinen Idealismus für den Pragmatismus. Untypisch für Wenger.

Das Ziel sei es gewesen, so lange wie möglich das 0:0 zu halten, verriet Kapitän Per Mertesacker hinterher. "Wir haben uns den Sieg redlich verdient - mit 90 Minuten harter Arbeit defensiv, was eigentlich nicht so unsere Art ist. Aber wir können es doch ganz gut", sagte der Ex-Nationalspieler.

Es war ein riskantes Spiel am Rande der Selbstverleugnung einer Mannschaft, die eigentlich für gepflegtes Angriffsspiel steht, aber damit an den ersten zwei Spieltagen gegen Dinamo Zagreb und Olympiakos Piräus nicht weit kam. "Wir wollten das Spiel in unserem letzten Drittel eng machen und Bayern dann bei Kontern erwischen, weil wir dafür die Geschwindigkeit haben", sagte Wenger.

Arsenals Heatmap im Spiel gegen den FC Bayern

Konteranfällig? Eigentlich nicht

Die Konteranfälligkeit der Bayern. Es war klar, dass dieses Thema auch nach dieser Niederlage auf den Tisch kommen würde. Typisch Bayern eben. Aber die Münchner haben die Partie nicht deshalb verloren, weil sie die Konter der Gegner nicht richtig kontrolliert hätten, wie Guardiola immer so schön sagt.

Die Bayern hatten das Umschaltspiel bis auf eine 20-minütige Phase vor der Halbzeit, als "wir zu offensiv gespielt haben", wie Philipp Lahm meinte, recht gut im Griff. Vor allem in der zweiten Halbzeit kam Arsenal gar nicht mehr zu gefährlichen Aktionen aus dem Umschaltspiel. Man kann also auch nicht davon sprechen, dass Wenger Guardiola ausgecoacht hätte, wie Sky-Experte Lothar Matthäus wohl über diese Partie schreiben würde.

Die Bayern dominierten die Partie und hatten Chancen. Nicht die Palette an Möglichkeiten wie vielleicht in vielen Spielen dieser Saison zuvor, aber doch hochkarätige Möglichkeiten. Die beste in der ersten Halbzeit vergab Thiago, als er nach einem wunderbaren Doppelpass mit Thomas Müller zu zentral abschloss. Die beste der zweiten Halbzeit vergab Robert Lewandowski, als er im Eins-gegen-Eins ebenfalls am bärenstarken Petr Cech scheiterte.

Wie in Bremen und Porto

Die Chancenverwertung ist das größere Thema, das es zu besprechen gilt, nicht die angebliche Konteranfälligkeit. Die Partie erinnerte ein bisschen an das Spiel in Bremen am Samstag, als die Bayern auch zu sehr schlampten im Abschluss, aber dafür von einem harmlosen Werder nicht bestraft wurden.

Und ein bisschen erinnerte die Partie auch an das 1:3 in Porto im April dieses Jahres, als die Bayern dem Gegner mit kapitalen Fehlern die Tore schenkten. Dieses Mal leisteten sich die sonst so zuverlässigen Manuel Neuer und David Alaba Aussetzer, die es den Gunners leicht machten. Wobei Arsenal auch Glück hatte, dass Olivier Girouds Handspiel beim 1:0 nicht geahndet wurde.

Nach seinem Fehlgriff bekam Neuer selbstverständlich Rückendeckung von allen Seiten. "Wir haben nicht wegen Manu verloren", sagte Guardiola in bekannter Manier, während sein Torhüter die Sache etwas realistischer einschätzte und meinte, er habe "durch meinen Fehler diese unnötige Niederlage eingeleitet".

Guardiola: "Wegen Verletzungen in big trouble"

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Bayern schlagbar sind, dass sie dafür aber auch selbst verantwortlich sind und sich im Grunde nur selbst schlagen können.

Erstaunlich bleibt das Gesamtbild, das die Münchner unter Pep Guardiola in der Champions League in Auswärtsspielen abgeben. Genialen Aufritten wie beim 7:1 in Rom oder dem 3:1 bei Manchester City stehen schon fünf Niederlagen in insgesamt 14 Partien gegenüber. Von den letzten sechs Auswärtsauftritten gewann Bayern nur einen (bei Olypmpiakos) und verlor vier.

In London fehlte den Münchnern die Kraft, um nach dem Rückstand nochmal zurückzukommen. Durch die vielen Verletzungen hält sich die Rotation bisher in Grenzen, Pausen kann Guardiola seinen Stars kaum gönnen. Das kann in manchen Spielen dann schon mal für die eine oder andere Unkonzentriertheit sorgen.

Auch von der Bank konnte Guardiola in London mit Wechseln nicht wirklich auf das Spiel einwirken. Als einzige Offensivoption saß der zuvor angeschlagene Kingsley Coman draußen. Guardiola verzichtete und erklärte: "Wir sind wegen der vielen Verletzungen in big trouble."

Bayern München - Arsenal: Die Statistik zum Spiel

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