Sir Alex Ferguson adelt Edin Dzeko

SID
Donnerstag, 01.10.2009 | 13:26 Uhr
Wolfsburgs Edin Dzeko (r.) erzielte das 1:0 gegen ManUtd - und erntete Lob von Alex Ferguson
© Getty
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Bei Wolfsburgs Niederlage gegen Manchester United ging zumindest Edin Dzeko als kleiner Gewinner vom Platz. Der Stürmer erntete Lob von höchster Stelle. VfL-Coach Armin Veh ließ zur Frustbewältigung radeln.

Seine Spieler hatten sich bei der Millionentruppe von Manchester United teuer verkauft, doch Armin Veh stand der Frust ins Gesicht geschrieben.

"Ich ärgere mich maßlos", sagte der Wolfsburger Trainer nach der 1:2 (0:0)-Niederlage im zweiten Gruppenspiel der Champions League: "Wir haben richtig gut gespielt und wollten etwas mit nach Hause nehmen. Schließlich ist es das Ziel, die nächste Runde zu erreichen. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt."

Vorgaben größtenteils umgesetzt

Tatsächlich setzten die Niedersachsen beim übermächtig erscheinenden Vorjahresfinalisten vieles von dem um, was sie sich vorgenommen hatten.

Die zuletzt wackelige Innenverteidigung, in der Ricardo Costa den formschwachen italienischen Weltmeister Andrea Barzagli ersetzte, stand meist sicher.

Dzeko ernetet Lob von Ferguson

Auch in der Offensive suchte der Liga-Sechste immer wieder seine Chance und wusste vor allem durch Edin Dzeko zu gefallen. Dem Bosnier war nach 56 Minuten sogar die Führung im Old Trafford gelungen.

"Dzeko war für uns nur schwierig in den Griff zu bekommen. Er hat bewiesen, dass er bereit ist, in einem absoluten Spitzenklub zu spielen. Zudem ist er erst 23 Jahre alt und mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende", sagte Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson und dürfte damit für erneute Wechselspekulationen um den Torjäger gesorgt haben.

25 Millionen-Angebot für Dzeko abgelehnt

Bereits im Sommer hatte der AC Mailand 25 Millionen Euro für den Angreifer geboten. Wolfsburg lehnte ab.

"Ich denke momentan nicht an einen Wechsel. Ich will weiter gute Leistungen zeigen. Dann kommt alles andere von ganz alleine", sagte Dzeko und gab zu bedenken: "Natürlich ist es mein Ziel, jetzt jedes Jahr in der Champions League zu spielen. Die Konkurrenz in der Bundesliga ist aber sehr groß."

"Er macht sich für Top-Klubs interessant"

Auch Veh ist bewusst, dass sich der Angreifer durch derartige Auftritte wie im Theatre of Dreams immer mehr in den Fokus der europäischen Elite spielt.

"Seine Leistung hat mich nicht überrascht. Ich sehe ihn ja jeden Tag im Training. Natürlich macht sich Edin mit solchen Auftritten für Top-Klubs interessant", meinte der VfL-Trainer.

Er lobte neben seinem Stürmerstar auch den Rest des Teams: "Wenn wir konzentriert sind, können wir auf diesem Niveau absolut mithalten. Das haben wir gezeigt. Nach der Führung hätten wir etwas holen können, eigentlich sogar müssen. Man fährt ja nicht nur irgendwohin, um sich über seine Leistung zu freuen."

Giggs' 150. Tor für ManUtd

Der englische Meister erhöhte nach dem Gegentreffer das Tempo und drehte die Partie durch Tore von Routinier Ryan Giggs (59.), der zum insgesamt 150. Mal für ManU erfolgreich war, und des starken Michael Carrick (78.) doch noch zu seinen Gunsten.

Seit 22 Champions-League-Heimspielen sind die Red Devils nun unbesiegt und übernahmen auch die Führung in der Gruppe B. Die Wölfe liegen auf dem angestrebten zweiten Rang und mussten die Heimreise in der Nacht zum Donnerstag hungrig antreten.

Punktehunger nicht gestillt

Ihr Appetit auf Punkte wurde nicht gestillt. "Auch wenn die Niederlage in Manchester ganz bitter war, wollen wir diesen Platz verteidigen. Wir haben noch alle Chancen", sagte Dzeko.

Auch Veh blickte bereits auf die kommenden beiden Partien gegen Besiktas Istanbul, das nach einer 1:2-Niederlage bei ZSKA Moskau noch keinen Punkt auf dem Konto hat: "Das werden schwierige Spiele. Ein Punkt in Manchester hätte uns gut getan. Jetzt müssen wir vor allem das Heimspiel gegen Besiktas gewinnen."

Radeln zur Frustbewältigung

Zunächst geht es aber am Samstag in der Bundesliga gegen den VfL Bochum. Zur Regeneration und Frustbewältigung schickte Veh sein Team am Donnerstag aufs Fahrrad.

"Wir müssen nach vorn schauen. Gegen Bochum sind wir wieder Favorit. Auf die Leistung in Manchester lässt sich aufbauen", sagte der Coach nach der Rückkehr aus England.

Wolfsburg verpasst die Überraschung

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