Kehl: "In der Mannschaft steckt deutlich mehr"

Von Ben Barthmann
Dienstag, 18.04.2017 | 09:46 Uhr
Sebastian Kehl (r.) sieht Chancen für Dortmund im Rückspiel gegen AS Monaco
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Sebastian Kehl glaubt weiter an Borussia Dortmund im Duell mit dem AS Monaco (Mi., 20.45 Uhr im LIVETICKER). Der Ex-Spieler spricht Spielern und Trainer zudem seine Hochachtung für die Handhabung des Anschlags aus.

"Unter diesen Umständen auszuscheiden wäre sehr schade", führt Kehl im kicker an. Der BVB verlor das Hinspiel gegen Monaco mit 2:3, die Chancen sind aber noch vorhanden. Laut Kehl wird man eine "andere Energie und Entschlossenheit" im Rückspiel zeigen.

Obendrein hätte Tuchel mit seiner Umstellung gegen Monaco eine Schwachstellte offen gelegt. "Die Borussia darf nicht ins offene Messer laufen", warnt Kehl dennoch, zweifelt aber nicht an der Motivation der Spieler: "Jeder Spieler träumt vom Halbfinale der Champions League und davon, in diesem Wettbewerb so lange wie möglich vertreten zu sein."

Der Anschlag auf den Mannschaftsbus der Borussia würde dann auch schon etwas zurückliegen. Kehl kann sich nur schwer in die Spieler hineinversetzen: "Ich glaube, ich hätte gespielt. Man kann so ein schreckliches Ereignis auch nicht in fünf oder sieben Tagen ausblenden."

Kehl: "Mannschaft fehlt Konstanz"

Dementsprechend viel Respekt hat er vor dem Team: "Dass die Mannschaft trotz aller nachvollziehbarer Bedenken gespielt und alles gegeben hat, war groß von ihr. Ich glaube, dass die Menschen in Deutschland es sehr wertgeschätzt haben, dass sich die Mannschaft zerrissen hat, obwohl es für sie unheimlich schwierig gewesen sein muss."

Fernab der Begegnung mit Monaco und den Umständen sieht Kehl eine gute Saison der Dortmund. Er ist zuversichtlich, dass der BVB letztlich noch Platz drei erreicht. Grund zur Kritik findet er dennoch: "Was der Mannschaft im Saisonverlauf gefehlt hat, ist Konstanz."

Er schlussfolgert: "In der Mannschaft steckt noch deutlich mehr, als bisher zu erkennen war." Allerdings, so Kehl, würden die Neuzugänge Ömer Toprak und Mo Dahoud die Mannschaft "noch einmal erhöhen." Auch vom Verbleib Tuchels ist der ehemalige Mittelfeldspieler überzeugt.

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