Dienstag, 10.03.2015

Max Meyer in der Rückrunde

Der Weg zurück ins Rampenlicht

Max Meyerhatte in der Anfangszeit unter Roberto Di Matteo einen schweren Stand, mittlerweile hat er sich jedoch wieder in den Fokus gespielt. Dabei profitiert der Mittelfeldspieler davon, dass sein Trainer jungen Spielern das Vertrauen schenkt. Einzig die Konstanz ist noch das Manko.

Max Meyer hat gegen die TSG Hoffenheim einen Doppelpack erzielt
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Max Meyer hat gegen die TSG Hoffenheim einen Doppelpack erzielt

"Auf seiner Position muss er Akzente setzen und manchmal auch spielentscheidend sein", legte Roberto Di Matteo die Messlatte für Max Meyer bereits Ende Oktober sehr hoch. "Er hat gezeigt, dass er Talent hat für diese Rolle. Ich glaube, dass er sich entwickelt, wenn er will und die richtige Einstellung hat."

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Trotz dieser Vorstellungen hatte der Youngster nach dem Trainerwechsel große Probleme, sich einen Platz in der ersten Elf zu ergattern. Denn Meyer galt nicht gerade als Lieblingsschüler des strengen Lehrmeisters.

War er unter Jens Keller noch als Spielmacher gesetzt, kam er in den ersten Partien unter dem neuen Coach lediglich zu Kurzeinsätzen. Das sorgte beim Talent für Unmut. "Mit mir hat der Trainer bisher nicht gesprochen", beschwerte sich das Schalke-Juwel Ende Oktober über mangelnde Kommunikation.

Horst Held versuchte umgehend, den ersten Brandherd zu löschen. "Es ist klar, dass wir Max in Zukunft brauchen", so der Sportvorstand. Und Heldt behielt Recht. Meyer erkämpfte sich immer mehr Minuten und stand in der Liga unter Di Matteo bereits zehn Mal in der Anfangsformation.

Immer mehr Spielpraxis

Doch unumstritten ist das Talent weiter noch lange nicht: In der Champions League schenkte ihm der Italo-Schweizer erst einmal von Anfang an das Vertrauen - in der Bundesliga wurde er in den letzten fünf Spielen in zweien gar nicht eingesetzt, in einem stand er nur für 23 Minuten auf dem Rasen.

Dabei machte er in den beiden Spielen, in denen er zur auserwählten Elf zählte, mächtig Werbung in eigener Sache. Erst erzielte er gegen Werder die zwischenzeitliche Führung, ehe er gegen Hoffenheim der dominierende Akteur war und die TSG mit seinem Doppelpack nahezu im Alleingang besiegte. "Ich wollte zeigen, dass ich bereit bin", freute sich der Matchwinner nach dem Spiel. "Das hat ganz gut geklappt."

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Angesichts der Glanzleistung geriet auch Di Matteo ins Schwärmen. "Er war heute überragend", honorierte der Trainer den starken Auftritt und ergänzte: "Max war immer in meinen Plänen. Wir erwarten von ihm, dass er Spiele entscheidet." Inzwischen erfüllt das Juwel die Erwartungen an seine Person immer mehr.

Logische Boateng-Nachfolger?

Mit seinen Leistungen läuft der 19-Jährige derzeit Kevin-Prince Boatengin dessen Rolle als spielerischer Leader auf dem Platz den Rang ab. Auch wegen Verletzungsproblemen kommt der Deutsch-Ghanaer in dieser Saison nicht in Fahrt und hat noch keinen Treffer erzielt - Meyer steht bei fünf. "In der letzten Saison waren es sechs Treffer. Ich werde natürlich versuchen, die Marke aus dem Vorjahr noch zu übertreffen", sagte der U-21-Nationalspieler nach der jüngsten Gala.

Meyer vereint all das, was die Verantwortlichen sich einst von der Verpflichtung Boatengs erhofften. Durch seine Ideen sorgt er immer wieder für Überraschungsmomente, zudem kann Meyer mit seiner Dribbelstärke in Eins-gegen-Eins-Situationen die gegnerische Abwehrreihe auseinanderreißen.

Mit seiner Spielweise verleiht der flinke und technisch versierte Mittelfeldspieler dem sonst über weite Strecken eher starrem Di-Matteo-System eine kreative Note. Davon profitieren seine Mitspieler.

Di Matteo setzt auf Talente

Zu diesen gehören seit Kurzem auch Jungspunde wie Timon Wellenreuther oder Felix Platte. Während der 19-jährige Keeper am 19. Spieltag gegen Bayern eingewechselt wurde und seitdem das Tor von Königsblau hütet, feierte der 19-jährige Platte gegen Real ein furioses Profi-Debüt und bekam von Di Matteo in der Folge zwei Bundesliga-Einsätze zugesprochen.

Der Trainer geht seinen Weg konsequent weiter: Gegen Hoffenheim verteidigte der 20-jährige Kaan Ayhan über die volle Distanz und der gleich alte Leon Goretzka gab nach langer Verletzungspause sein Comeback. Schalke verfügt zweifelsfrei über einen hochtalentierten Kader und Di Matteo ist bemüht, das volle Potenzial auszuschöpfen.

Mangelnde Kontinuität als Schwäche

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die außerordentlich veranlagten Nachwuchsspieler schaffen es noch nicht, Woche für Woche ihre Leistung abzurufen: Von den letzten acht Pflichtspielen gewann der Bundesliga-Fünfte nur drei, zwei Partien endeten remis, bei drei Matches hagelte es Pleiten.

Top-Torjäger der Champions-League-Saison 2014/15
1. Platz: Lionel Messi vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Lionel Messi vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (10 Tore)
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1. Platz: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (10 Tore)
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1. Platz: Neymar vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Neymar vom FC Barcelona (10 Tore)
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4. Platz: Luiz Adriano von Schachtjor Donezk (9 Tore)
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4. Platz: Luiz Adriano von Schachtjor Donezk (9 Tore)
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5. Platz: Jackson Martinez vom FC Porto (7 Tore)
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5. Platz: Jackson Martinez vom FC Porto (7 Tore)
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5. Platz: Thomas Müller vom FC Bayern (7 Tore)
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5. Platz: Thomas Müller vom FC Bayern (7 Tore)
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5. Platz: Carlos Tevez von Juventus (7 Tore)
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5. Platz: Carlos Tevez von Juventus (7 Tore)
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5. Platz: Luis Suarez vom FC Barcelona (7 Tore)
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5. Platz: Luis Suarez vom FC Barcelona (7 Tore)
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8. Platz: Edinson Cavani von PSG (6 Tore)
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8. Platz: Edinson Cavani von PSG (6 Tore)
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8. Platz: Kun Aguero von Manchester City (6 Tore)
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8. Platz: Kun Aguero von Manchester City (6 Tore)
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8. Platz: Karim Benzema von Real Madrid (6 Tore)
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8. Platz: Karim Benzema von Real Madrid (6 Tore)
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8. Platz: Robert Lewandowski vom FC Bayern München (6 Tore)
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8. Platz: Robert Lewandowski vom FC Bayern München (6 Tore)
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13. Platz: Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 (5 Tore)
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13. Platz: Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 (5 Tore)
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13. Platz: Mario Manzukic von Atletico Madrid (5 Tore)
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13. Platz: Mario Manzukic von Atletico Madrid (5 Tore)
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13. Platz: Yacine Brahimi vom FC Porto (5 Tore)
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13. Platz: Yacine Brahimi vom FC Porto (5 Tore)
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13. Platz: Alvaro Morata von Juventus Turin (5 Tore)
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13. Platz: Alvaro Morata von Juventus Turin (5 Tore)
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Besonders erschreckend war die Hilflosigkeit im Derby gegen Borussia Dortmund, als Meyer 90 Minuten auf der Bank schmorte. Bei der anstehenden Mammutaufgabe gegen Real Madrid(ab 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) müssen die Spieler anders auftreten.

Auch wenn das sportliche Aus nach dem Hinspiel bevorsteht, eröffnet sich besonders für die jungen Spieler wie Meyer die vielversprechende Möglichkeit, im Bernabeu auf der ganz großen Bühne zu glänzen.

"Wir müssen realistisch bleiben. Und dass wir weiterkommen, ist sehr unrealistisch. Dafür haben wir zuhause eine gute Ausgangslage verpasst", so Meyer, der im Hinspiel zehn Minuten ran durfte. "Aber wir wollen uns gut verkaufen in Madrid und das beste Ergebnis herausholen. Eine Runde weiterzukommen, werden wir aber nicht mehr packen."

Max Meyer im Steckbrief

Adrian Fink

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