Dienstag, 04.11.2014

Champions League: Mittwochsspiele

Giganten unter Druck

Mit Manchester City und dem FC Barcelona stehen zwei Schwergewichte bereits am vierten Champions-League-Spieltag unter Druck, beide plagen allerdings prominente Ausfälle. Paris St. Germain kann derweil gegen Nikosia einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen, der FC Chelsea muss nach Maribor und für Bilbao geht es gegen Porto schon um alles.

Manchester City - ZSKA Moskau (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Im Emirates steigt am Mittwochabend ein erstes Endspiel: Beiden Teams droht bei einer Niederlage das vorzeitige Aus, beide warten in dieser Saison noch auf ihren ersten Sieg in der Königsklasse. "Nur weil wir gegen United gewonnen haben, heiß das nicht, dass wir auch Moskau besiegen. Das ist ein ganz anderer Wettbewerb, doch hoffentlich können wir eine Siegesserie starten", forderte Citys Linksverteidiger Gael Clichy auf der Team-Website.

Immerhin habe City "noch eine Chance auf die nächste Runde und das ist das oberste Ziel. Eine Mannschaft wie unsere sollte in die nächste Runde einziehen. Am Mittwoch beginnt es." Bangen muss City, dass in der Liga zuletzt United und Tottenham zuhause schlagen konnte, dabei aber noch um Eliaquim Mangala. Frank Lampard, Aleksandar Kolarov und David Silva fallen aus. Doch auch ZSKA hat seine Personalsorgen: Rasmus Elm und Kirill Panchenko fehlen verletzt, immerhin kehren Alan Dzagoev und Pontus Wernbloom nach Sperre zurück.

Allerdings kann Trainer Leonid Slutski, dessen Team aus den letzten beiden Ligaspielen nur einen Punkt holte, weiter nicht voll mit Citys Hinspiel-Schreck Seydo Doumbia planen. "Sein Knöchel erlaubt es ihm immer noch nicht, seine Topleistungen abzurufen. Seydo hat in der letzten Woche überhaupt nicht mit dem Team trainiert", berichtete Slutski: "Im Hinspiel haben wir Charakter gezeigt und trotz Rückstand gepunktet. Hoffentlich gelingt uns noch ein positives Ergebnis."

Ajax Amsterdam - FC Barcelona (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Nach acht Spielen ohne Niederlage zum Saisonauftakt stolperte Barca in der vergangenen Woche, gegen Real Madrid und Celta Vigo setzte es die ersten Niederlagen. Die Tabellenführung ist prompt futsch, doch Mittelfeldmann Sergio Busquets forderte: "Wir müssen weiter an uns selbst glauben. Die Saison hat gerade erst begonnen und wir brauchen weiterhin die Unterstützung der Fans. Wir hatten eine schlechte Woche, jetzt wollen wir zurück in die Spur finden. Hoffentlich können wir gegen Ajax unseren Negativlauf stoppen."

Das wäre auch aus tabellarischer Sicht wichtig, denn sollte Barca patzen, könnte PSG bis auf vier Punkte wegziehen. Darüber hinaus verloren die Katalanen, bei denen neben Andres Iniesta und Jeremy Mathieu auch Thomas Vermaelen auszufallen droht, schon im Vorjahr mit 2:1 in Amsterdam. Trainer Luis Enrique stellte dennoch klar: "Es liegt jetzt an den Spielern, sich aufzuraffen und bei Ajax zu gewinnen." Ein Spieler sollte in jedem Fall keine Motivationsprobleme haben: Für Luis Suarez ist es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Die Niederländer auf der anderen Seite gewannen zuletzt mehrfach klar in der Liga und kämpfen in der Königsklasse primär um den EL-Quali-Platz. "Wir haben nichts zu verlieren", stellte Trainer Frank De Boer, dem Offensivmann Viktor Fischer weiter fehlt, klar. Er betonte aber auch: "Gegen Teams wie Barca bekommt man nicht viele Räume. Die Räume, die wir bekommen, müssen wir nutzen. Wir müssen als Team auflaufen und immer jemanden nah an Messi haben. Allerdings spielen wir nicht nur gegen Messi, sondern gegen ein starkes Team."

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Paris St. Germain - APOEL Nikosia (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Nach drei Spielen grüßt Paris in der Gruppe F vor Barca von der Tabellenspitze und kann mit einem Heimsieg über Nikosia bereits das Achtelfinale perfekt machen - sofern Ajax die Katalanen zeitgleich nicht bezwingt. PSG-Keeper Salvatore Sirigu warnte allerdings: "Nikosia ist ein extrem unangenehm zu bespielender Gegner. Sie sind im positiven Sinne aggressiv und haben gute Einzelspieler. Es ist schwierig, zwischen ihren Ketten Räume zu finden. Das verkompliziert das eigene Spiel sehr."

Das Hinspiel vor zwei Wochen hatten die in dieser Saison wettbewerbsübergreifend noch unbesiegten Franzosen glücklich mit 1:0 gewonnen, Trainer Laurent Blanc wird Zlatan Ibrahimovic trotzdem nochmals eine Pause geben. Der Schwede trainiert nach seiner Fersenverletzung zwar seit vergangenem Mittwoch wieder mit und ist angeblich komplett schmerzfrei, Blanc betonte aber: "Wir haben vier Wochen lang gewartet, da können wir auch zehn weitere Tage warten."

Mit derartigen Luxusproblemen können die Zyprioten nicht dienen - stattdessen plagen Trainer Georgios Donis, dessen Team in der Liga sechs der ersten sieben Saisonspiele gewinnen konnte, ernsthafte Personalsorgen: Kapitän Constantinos Charalambidis, John Arne Riise und Kaka fallen wohl aus, hinter den Einsätzen von Tiago Gomes, Efstathios Aloneftis, Marios Antoniades und Gustavo Manduca stehen noch Fragezeichen. Mit nur einem Punkt aus den ersten drei Gruppenspielen hat Apoel aber ohnehin nur noch theoretische Chancen.

NK Maribor - FC Chelsea (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Nach einer laut Trainer Jose Mourinho "komischen" Woche ruht der Fokus bei Chelsea wieder auf der Königsklasse. "Wir haben am Sonntag gegen Manchester United gespielt, mussten dann im Pokal nach Shrewsbury und dann wieder in der Liga ran. Die Spieler hatten unterschiedlich frei und es war nicht einfach zu arbeiten und konzentiert zu sein", betonte Mourinho nach dem knappen 2:1-Sieg über die Queens Park Rangers am Samstag.

In der Champions League dagegen ist die Marschrichtung für die in dieser Saison wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagenen Blues klar - mit einem Sieg wären die Londoner sicher im Achtelfinale, sollte Schalke nicht bei Sporting verlieren. Stürmer Loic Remy fällt dabei erneut aus, Diego Costa kann wohl spielen. Darüber hinaus steht Ramires wieder zur Verfügung und Mourinho schwärmte: "Das ist extrem wichtig für uns, er ist taktisch gut, variabel und bringt eine hohe Intensität mit."

Top-Torjäger der Champions-League-Saison 2014/15
1. Platz: Lionel Messi vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Lionel Messi vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (10 Tore)
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1. Platz: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (10 Tore)
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1. Platz: Neymar vom FC Barcelona (10 Tore)
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1. Platz: Neymar vom FC Barcelona (10 Tore)
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4. Platz: Luiz Adriano von Schachtjor Donezk (9 Tore)
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4. Platz: Luiz Adriano von Schachtjor Donezk (9 Tore)
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5. Platz: Jackson Martinez vom FC Porto (7 Tore)
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5. Platz: Jackson Martinez vom FC Porto (7 Tore)
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5. Platz: Thomas Müller vom FC Bayern (7 Tore)
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5. Platz: Thomas Müller vom FC Bayern (7 Tore)
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5. Platz: Carlos Tevez von Juventus (7 Tore)
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5. Platz: Carlos Tevez von Juventus (7 Tore)
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5. Platz: Luis Suarez vom FC Barcelona (7 Tore)
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5. Platz: Luis Suarez vom FC Barcelona (7 Tore)
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8. Platz: Edinson Cavani von PSG (6 Tore)
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8. Platz: Edinson Cavani von PSG (6 Tore)
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8. Platz: Kun Aguero von Manchester City (6 Tore)
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8. Platz: Kun Aguero von Manchester City (6 Tore)
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8. Platz: Karim Benzema von Real Madrid (6 Tore)
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8. Platz: Karim Benzema von Real Madrid (6 Tore)
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8. Platz: Robert Lewandowski vom FC Bayern München (6 Tore)
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8. Platz: Robert Lewandowski vom FC Bayern München (6 Tore)
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13. Platz: Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 (5 Tore)
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13. Platz: Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 (5 Tore)
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13. Platz: Mario Manzukic von Atletico Madrid (5 Tore)
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13. Platz: Mario Manzukic von Atletico Madrid (5 Tore)
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13. Platz: Yacine Brahimi vom FC Porto (5 Tore)
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13. Platz: Yacine Brahimi vom FC Porto (5 Tore)
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13. Platz: Alvaro Morata von Juventus Turin (5 Tore)
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13. Platz: Alvaro Morata von Juventus Turin (5 Tore)
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Bei den Slowenen auf der anderen Seite gilt nach der 0:6-Pleite an der Stamford Bridge vor zwei Wochen: Aufgeben verboten. "Obwohl es so ein großes Team wie Chelsea ist, das gegen uns zuhause sechs Tore geschossen hat, werden wir nicht aufgeben und uns nicht schon im Vorfeld der Partie ergeben", stellte Mittelfeldmann Alex Mertelj klar. Tabellarisch kann es für Maribor, das ohne Innenverteidiger Aleksandar Rajcevic auskommen muss, im Prinzip aber ohnehin nur noch um den dritten Platz gehen.

Athletic Bilbao - FC Porto (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Während Bilbao nach seinem Katastrophenstart in der Liga zuletzt mit zwei Siegen hintereinander langsam wieder in die Spur findet, stehen die Basken in der Königsklasse mit dem Rücken zur Wand. Nach drei Spielen hat Bilbao nur einen Zähler auf dem Konto, bei einer Pleite gegen Porto könnte der Traum vom Achtelfinale bereits auch rechnerisch vorbei sein.

"Wir sind jetzt deutlich glücklicher und erleichterter, weil wir ein starkes Team bezwungen haben", betonte Trainer Ernesto Valverde, der womöglich ohne Stürmer Aritz Aduriz auskommen muss, angesichts des 1:0-Sieges über Sevilla am Wochenende dennoch: "Hoffentlich hilft uns dieser Sieg jetzt dabei, unsere eigenen Erwartungen und Verpflichtungen zu erfüllen."

Doch auch Porto ist national mit zuletzt drei Siegen hintereinander wieder voll in der Spur und in der Königsklasse lief es für die Portugiesen bislang ohnehin: Mit einem Sieg stünde Porto vorzeitig im Achtelfinale, sollte Borissow nicht gegen Donezk gewinnen. Trainer Julen Lopetegui warnte allerdings vor zu viel Vorfreude: "Wir müssen unseren Hunger behalten, um unsere Ziele zu erreichen."

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Schachtjor Donezk - BATE Borissow (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften schrieb Geschichte. Die Mannschaft von Borissow dürfte dieses Spiel in deutlich schlechterer Erinnerung behalten. 0:6 zur Halbzeit, am Ende 0:7, das alles im heimischen Stadion. Matchwinner für Donezk war ganz klar Luiz Adriano, der fünf Tore erzielte und damit den Rekord von Lionel Messi einstellte. Auf den Brasilianer werden sich die Ukrainer wieder verlassen müssen, mit insgesamt sechs Treffern führt er die Torjägerliste der Champions League an.

Donezk erwartet in der Arena in Lviv ein stärkeres Team als vor zwei Wochen. Schachtjors Torfabrik erlitt zuletzt einen Dämpfer: Das letzte Spiel in der heimischen Liga wurde mit 1:2 gegen Metalurg verloren, Platz drei in der Tabelle ist eine Enttäuschung für das ambitionierte Team. Für Borissow lief es am Wochenende besser beim 2:1 gegen den Ligakontrahenten Dinamo Minsk. In Weißrussland ist BATE allerdings weiter souverän Tabellenführer.

Mit einem erneuten Sieg gegen die Weißrussen kann Donezk einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen, momentan liegen die Ukrainer mit fünf Punkten auf Rang zwei. Wenn Borissow die Schmach des Hinspiels vergessen machen kann, gewinnen sie auch im Rennen ums Weiterkommen die Oberhand. Derzeit stehen drei Punkte aus dem Sieg gegen Bilbao zu Buche.

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