Die Auslosung des Champions-League-Halbfinals

Ein Mittag der Superlative

Von Andreas Lehner
Freitag, 12.04.2013 | 21:19 Uhr
Ruud van Nistelrooy zog die deutsch-spanischen Duelle
© getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Der FC Bayern schwärmt nach der Auslosung vom Gegner FC Barcelona, sieht sich aber trotzdem auf dem Weg ins Finale. Borussia Dortmund ist zufrieden mit Real Madrid und stichelt Richtung München.

Karl-Heinz Rummenigge betrat als Erster den Medienraum des FC Bayern an der Säbener Straße. Der Vorstandsvorsitzende machte einen gelösten Eindruck. Das Los FC Barcelona, das der Niederländer Ruud van Nistelrooy einige Minuten vorher aus dem Topf fischte und dem FC Bayern zugeordnet wurde, war ihm zur Mittagszeit offensichtlich nicht auf den Magen geschlagen.

"Ich bin sehr glücklich über das Los", sagte Rummenigge und hielt auch gleich fest, dass er anders als Präsident Uli Hoeneß kein Freund einer Begegnung mit Borussia Dortmund gewesen wäre.

Barca? Wenn, dann jetzt!

Das mögliche deutsch-deutsche Duell, das schon am Donnerstag für Giftpfeile aus beiden Lagern sorgte, war also nur eine Seifenblase, die mit der Ziehung der Lose schnell zerplatzte. Dafür haben die Bayern die Chance, sich mit der besten europäischen Mannschaft der letzten fünf Jahre zu messen.

"Die Benchmark in Europa", wie Rummenigge meinte. Von übergroßem Respekt, den ein Duell mit Barca in der Vergangenheit ausgelöst hätte, war nichts zu spüren.

Vielmehr drängte sich das Gefühl auf: Immer her mit Barca! Die Auftritte der Katalanen in den letzten Wochen sorgten für den Eindruck: Wenn sie zu schlagen sind, dann jetzt.

"Barca steht unter Schock"

Kontakt mit seinem guten Freund, dem Barca-Präsidenten Sandro Rosell, habe er noch nicht gehabt, sagte Rummenigge. "Die werden noch alle unter Schock stehen", scherzte er.

Es steckte aber mehr als Fünkchen Wahrheit in diesem Spruch. Schließlich hat die dritte Halbfinalteilnahme der Münchner in den letzten vier Jahren Wirkung im Ausland hinterlassen. Auch die beiden souveränen Auftritte gegen Juventus sind in Europa respektvoll zur Kenntnis genommen worden.

Die jetzige Bayern-Mannschaft hat mit dem Team, das unter Jürgen Klinsmann 0:4 im Camp Nou unterging, nur noch die Trikotfarbe gemeinsam. "Wir haben 2009 eine fürchterliche Packung gekriegt. Das ist jetzt eine wunderbare Gelegenheit zu zeigen, dass Bayern München um einiges besser geworden ist.

Sammer vom Finale überzeugt

Nachdem Rummenigge den mit knapp 50 Journalisten überfüllten Raum verlassen hatte, nahm Sportvorstand Matthias Sammer auf dem Podium Platz. Auch er wirkte beschwingt und sprach von einem "netten Los". Barca habe "den Fußball über einen langen Zeitraum beherrscht" und spiele auch jetzt noch eine gute Rolle. Mit einem starken Plan und einer guten Tagesform könne man aber auch diesen Gegner besiegen.

Die Gefahr, dass die Saison der Bayern eine bittere Note erhält, falls die Münchner an Barca scheitern und gleichzeitig Dortmund gegen Real ins Finale einziehe, sah Sammer nicht. "Ich gehe davon aus, dass wir weitergehen."

Schließlich fehle den Bayern in Europa noch ein kleines Stück. "Wir werden als große Mannschaft wahrgenommen, aber um als ganz große Mannschaft gesehen zu werden, muss man den Pott gewinnen."

Schmeicheleien für Heynckes

Dass sich die Bayern dafür der Hilfe ihres zukünftigen Trainers Pep Guardiola, dem Vater des modernen FC Barcelona, holen, schlossen Rummenigge und Sammer aus. Beide umgarnten dafür den aktuellen Trainer Jupp Heynckes, der - und das ist kein Geheimnis mehr - nach wie vor nicht begeistert ist, dass er zum Saisonende gegen Guardiola ausgetauscht wird.

Rummenigge lobte den Spanien-Insider Heynckes ("Im spanischen und deutschen Fußball kennt sich keiner besser aus als Jupp"), Sammer fühlte sich beruhigt, weil "wir einen Trainer haben, der gesagt hat, er kenne Barcelona besser als seine eigene Mannschaft".

Der Sportvorstand betonte in der Diskussion auch die moralische Komponente. Man müsse Guardiola diese emotionale Zwickmühle nicht zumuten. "Das wäre auch nicht gut für ihn."

Heynckes gereizt von Guardiola-Fragen

Heynckes selbst reagierte auf die Frage nach einem Telefonat mit Guardiola ohnehin recht unwirsch. "Bitte respektieren Sie mich und meine Arbeit", sagte er deutlich erzürnt. "Ich brauche niemanden, um unsere Gegner zu analysieren."

Für das ihm wohl vertraute Barca hatte Heynckes dann nur Superlative über. Das "Nonplusultra im europäischen Fußball" seien die Katalanen, das Duell sei ein "Gigantentreffen", die Zuschauer dürften sich auf "zwei magische Nächte" und einen "Leckerbissen" freuen.

Dortmund stichelt Richtung München

Ähnliches gilt auch für das zweite Halbfinale zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid. Heynckes räumt den Dortmundern "sehr gute Chancen" aufs Weiterkommen ein. Und auch beim BVB hatte man den Eindruck, nicht das schlechteste Los gezogen zu haben. Immerhin sind die Königlichen, der einzige Kontrahent, "den wir in dieser Saison schon einmal geschlagen haben", sagte Jürgen Klopp.

Der Trainer konnte sich wie sein Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine Spitze Richtung München nicht verkneifen. "Ich würde meinen Arsch darauf verwetten, dass die Herren Sammer und Guardiola sehr wohl sprechen werden", sagte Klopp als Reaktion auf die Aussagen der Bayern.

Obwohl sich beide Mannschaften erst im Finale auf europäischer Bühne wiedersehen können, geht das Gezanke weiter. Die Auflösung in einem Endspiel in Wembley hätte seinen Reiz.

Alles zur Champions League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung