Aus in der Champions-League-Quali

Historische Blamage für Salzburg

SID
Dienstag, 24.07.2012 | 19:51 Uhr
So war das nicht geplant: Ralf Rangnick und Red Bull Salzburg sind raus aus der Champions League
© Getty
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Den Start hatten sich der neue Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Roger Schmidt komplett anders vorgestellt: Red Bull Salzburg fliegt aus der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation - gegen ein Team aus Luxemburg! Das Rückspiel verlief turbulent.

Österreich ist geschockt: Der amtierende Meister Red Bull Salzburg ist bereits in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation ausgeschieden - und das gegen die luxemburgische Nobody-Truppe F91 Düdelingen.

Nachdem das Hinspiel in Luxemburg bereits mit 0:1 verloren gegangen war, reichte Red Bull im Rückspiel zu Hause wegen der Auswärtstor-Regelung auch ein 4:3-Erfolg nicht mehr.

Unfassbar: Düdelingen hat in seiner 21-jährigen Vereinshistorie insgesamt erst vier Spiele in einem internationalen Wettbewerb gewonnen - das letzte war das Hinspiel gegen Salzburg.

Etliche Wendungen im Spiel

Dabei hätte Salzburg die Blamage von historischem Ausmaß fast verhindern können. Nach dem 0:1-Rückstand durch Thierry Steinmetz (25.) gelang es Salzburg, das Spiel zu drehen. Jakob Jantscher (28.) und Martin Hinteregger (37.) verwandelten innerhalb von neun Minuten den Rückstand in einen Vorsprung.

Doch die turbulente Partie hatte etliche weitere Wendungen parat. Drei Minuten nach Wiederanpfiff schoss Aurelien Joachim den Ausgleich für Düdelingen - 2:2. Und neun Minuten später erzielte Steinmetz sogar das 3:2 (57.).

Die Gelb-Rote Karte für Sofiran Benzouien schien jedoch wieder die Wende für Salzburg zu bringen. Red Bulls Cristiano da Silva verwandelte in der 81. Minute einen Foulelfmeter, nur eine Minute später markierte Gonzalo Zarate das 4:3.

"Dimension von Lanskrona!"

Wegen der 0:1-Hinspiel-Niederlage scheidet Salzburg dennoch aus. Selbst die fünf Minuten Nachspielzeit brachten nicht das erlösende fünfte Tor.

Der "ORF"-Kommentator war fix und fertig: "Das hat die Dimension von Lanskrona!" Eine Anspielung auf 1990, als die österreichische Nationalmannschaft in der EM-Quali mit 0:1 gegen die Färöer verloren hatte.

"Wir sind brutal enttäuscht", sagte Red-Bull-Trainer Schmidt nach dem unerwarteten Aus. Für die Österreicher ist die Europacup-Saison damit schon beendet, ehe sie überhaupt richtig begonnen hat.

Zoua und Neuzugang Diaz treffen für Basel

Dagegen wurde der FC Basel seiner Favoritenrolle gerecht. Der Schweizer Meister setzte sich im Rückspiel gegen den FC Flora Tallinn 3:0 (2:0) durch. Jacques Zoua (9., 31.) mit einem Doppelschlag und Neuverpflichtung Marcelo Diaz (63.) markierten die Tore. Die Basler hatten bereits das Hinspiel in der estnischen Hauptstadt gewonnen.

Der serbische Meister Partizan Belgrad hatte zuhause keine Mühe, im Rückspiel den FC Valletta (Malta) mit 3:1 (1:0) auszuschalten, nachdem Partizan schon das Hinspiel klar 4:1 gewonnen hatte.

Slowakischer Erfolgsklub Zilina ausgeschieden

Zuvor hatte Slovan Liberec erst nach Verlängerung 1:1 (0:1) bei Schachtjor Karaganda gespielt. Der tschechische Meister war beim kasachischen Titelträger von 2011 durch Schambyl Kukejew (40., Elfmeter) in Rückstand geraten, wodurch der 1:0-Hinspielsieg der Tschechen ausgeglichen war. Erst Jan Blazeks Ausgleichstor (120.) bewahrte Liberec vor dem Elfmeterschießen und dem möglichen Aus.

Der norwegische Vertreter Molde FK kam durch ein 1:1 (1:1) beim FK Ventspils in Lettland weiter. Das Hinspiel hatte Molde 3:0 gewonnen. Ironi Kiryat Shmona (Israel) setzte sich nach einem 0:1 im Hinspiel zuhause mit 2:0 (0:0) gegen MSK Zilina (Slowakei) durch.

Weitere Ergebnisse: Ekranas Panevezys (Litauen) - Shamrock Rovers (Irland) 2:1 (Hinspiel: 0:0); FC Sestaponi (Georgien) - Neftschi Baku (Aserbaidschan) 2:2 (Hinspiel: 0:3); Scheriff Tiraspol (Moldau) - Ulisses Jerewan (Armenien) 1:0 (Hinspiel: 1:0); Debreceni VSC (Ungarn) - Skenderbeu Korca (Albanien) 3:0 (Hinspiel: 0:1); Zeljeznicar Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) - NK Maribor 1:2 (Hinspiel: 1:4); KR Reykjavik (Island) - HJK Helsinki (Finnland) 1:2 (Hinspiel: 0:7).

Der Kader von Red Bull Salzburg

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