So spielt der AC Florenz

Die Geheimwaffen lauern auf den Flügeln

Von Christian Bernhard
Mittwoch, 17.02.2010 | 17:11 Uhr
Drei Viertel des Fiorentina-Offensiv-Quartetts: Jovetic, Gilardino und Vargas (v.l.)
© Getty
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Der AC Florenz um Torjäger Alberto Gilardino gastiert zum Achtelfinal-Hinspiel beim FC Bayern München (20.30 Uhr im LIVE-TICKER und bei Sat.1). Die Italiener haben in der Serie A den Anschluss an die Spitzenplätze verloren, spielten in der Champions-League-Vorrunde aber groß auf - vor allen Dingen wegen der Flügelzange Juan Vargas/Marco Marchionni. SPOX analysiert die Taktik der Fiorentina.

Ein Punkt aus den vergangenen fünf Spielen und drei geschossene Tore: Das Achtelfinal-Hinspiel des AC Florenz in München steht nach den Ergebnissen der letzten Wochen in der Serie A unter keinem guten Stern. Seit Cesare Prandelli im Sommer 2005 das sportliche Ruder bei der Fiorentina übernommen hat, war der Klub noch nie so weit von den den Champions-League-Plätzen entfernt wie jetzt (Rang 11).

Kapitän Riccardo Montolivo lässt den Kopf trotzdem nicht hängen: "Trotz unserer Probleme kommt das Bayern-Spiel im richtigen Moment. Das ist das wichtigste Spiel der letzten fünf Jahre."

Der Coach überraschte auf der Pressekonferenz am Dienstagabend selbst die italienischen Medienvertreter mit seiner mutigen Ausrichtung und verkündete sogar schon seine Startelf. SPOX zeigt, wie die Fiorentina spielt.

Abwehr:

Das größte Sorgenkind der Fiorentina. In den letzten acht Serie-A-Spielen fing sich der AC 14 Gegentore ein, besonders bei Standards war die Defensive extrem anfällig. "Die Abwehr muss höllisch aufpassen, denn 80 Prozent der Gegentore fielen nach ruhenden Bällen und Bayern hat viele kopfballstarke Spieler", warnt Florenz-Legende Lorenzo Amoruso seine Ex-Kollegen.

Für viele Beobachter in Italien ist der Verkauf des erfahrenen Ex-Kapitäns Dario Dainelli ein wesentlicher Grund dafür. "Seit Dainelli nicht mehr da ist, ist die Abwehr durchlässiger als ein Nudelsieb", konstatierte die Florenzer Tageszeitung "La Nazione" kürzlich.

Die Vierer-Reihe ist verunsichert - und muss jetzt auch noch auf Nationalspieler Alessandro Gamberini verzichten (schwere Schulterverletzung). Dadurch bilden der routinierte Däne Per Kröldrup und Felipe (leicht angeschlagen) bzw. Cesare Natali die Innenverteidigung, auf den Außen werden Lorenzo De Silvestri (rechts) und Massimo Gobbi auflaufen. Diesem Duo kommt die undankbare Aufgabe zu, Franck Ribery und Arjen Robben zu stoppen. Auf Keeper Sebastien Frey, der immer wieder mal mit dem FCB in Verbindung gebracht wurde, könnte also erneut viel Arbeit zukommen.

Mittelfeld:

Im Vorfeld der Partie deutete vieles darauf hin, dass Prandelli von seinem charakteristischen 4-2-3-1 auf ein defensiveres 4-1-4-1 umstellen würde. Falsch gedacht: Der Coach setzt auch in der Allianz Arena auf "sein" System, mit dem der AC in der CL-Vorrunde für Furore gesorgt hat.

Da Mittelfeld-Metronom Cristiano Zanetti noch nicht fit ist, rückt Winter-Neuzugang Mario Bolatti in die Startelf und wird neben Montolivo vor der Abwehr hauptsächlich den defensiven Part übernehmen. Der Argentinier bewies seine Laufstärke bereits im Cup-Halbfinale gegen Inter und soll sich auch in München als emsiger Arbeiter auszeichnen. Kapitän Montolivo ist das Herz und die Seele des Teams. Der 25-Jährige ist einer der intelligentesten Mittelfeldspieler Italiens, zugleich Ausgangspunkt der meisten Angriffsaktionen und durch sein gutes Auge Stabilisator der Abwehr.

Die Außenspieler in der offensiven Dreierreihe sind Marco Marchionni und Juan Vargas. Das Duo steht stellvertretend für die guten Auftritte, als die Fiorentina in der Vorrunde von Sieg zu Sieg eilte und gegen Lyon und Liverpool drei Siege einfuhr. An der Anfield Road kamen beide zwanzig Minuten vor Schluss ins Spiel und sorgten mit ihren Tempoläufen auf den Flanken für den 2:1-Erfolg und den Gruppensieg.

Das Duo ist das Prunkstück der Florenz-Offensive: Schnell, trickreich, stark im Eins-gegen-Eins und torgefährlich - beide trafen je fünfmal in der aktuellen Saison. Zudem füttern sie Alberto Gilardino mit Vorlagen: Auf dieses Duo müssen die Bayern besonders aufpassen.

Offensive:

Gilardinos Statistik liest sich gut: 17 Tore hat der Stürmer in der laufenden Saison bisher wettbewerbsübergreifend erzielt. Das Problem der Fiorentina: Im Vereinsdress wartet der 27-Jährige mittlerweile seit 770 Minuten auf einen Treffer.

Das liegt allerdings nicht allein an Gilardinos Abschlussschwäche. "Bis 20 Meter vor dem gegnerischen Tor kombinieren wir gut, dann fehlt uns die letzte Konsequenz", analysierte Prandelli nach der 0:2-Pleite bei Sampdoria. Aufmunternde Worte bekommt Gilardino von Luca Toni: "Jeder Stürmer macht solche Phasen durch. Wenn die Bayern aber einen Spieler der Fiorentina streichen könnten, dann wäre es Gilardino. Vor so einem Angreifer haben alle Abwehrreihen Angst." Bei Prandelli genießt der Torjäger weiter "uneingeschränktes Vertrauen".

Unterstützung auf dem Platz erhält Gila von Stevan Jovetic. Der montenegrinische Youngster kommt im 4-2-3-1 hinter Gila als zentraler Offensivmann zum Zug, obwohl er gegen Sampdoria mit elf Ballverlusten negativ auffiel und den gesperrten Adrian Mutu (noch) nicht gleichmäßig ersetzen kann.

Das weiß auch Prandelli: "Ich kann nur lachen über die Leute, die behauptet haben, ohne Adrian Mutu hätten wir keine Probleme, da wir Stevan haben. Er ist ein guter Junge, aber eben noch ein Junge. Ihm fehlen noch die Kraft, Kaltschnäuzigkeit und die Aggressivität von Mutu." Trotzdem hält der Fiorentina-Coach an seinem Offensivjuwel fest - auch weil Jovetic Druck auf Bastian Schweinsteiger ausüben und so den Spielaufbau der Bayern stören soll.

So knacken die Bayern den AC Florenz:

Die Fiorentina-Abwehr ist momentan alles andere als sattelfest und muss jetzt auch noch den Ausfall von Gamberini verkraften. Weder das Duo Kröldrup/Felipe, noch Kröldrup/Natali hat bisher in der Zentrale zusammengespielt. Da muss und wird der FCB Druck machen, besonders auf Natali, sollte er spielen.

Der 30-Jährige ist nicht der schnellste und beweglichste - eine große Chance auch für Thomas Müller, wenn er in den Strafraum zieht.

Da die Abwehr der Italiener in den letzten Wochen bei Standardsituationen oft die Ordnung vermissen ließ, müssen Daniel van Buyten, Mario Gomez und Co. ihre Stärken im Kopfballspiel zum Einsatz bringen.

Und dann ist da ja noch die Flügelzange Ribery/Robben. De Silvestri, Gegenspieler des Franzosen, ist antrittsschnell, hat seine Qualitäten aber eher in der Vorwärtsbewegung.

Bayern-Gegner Florenz: Das Sisyphos-Team

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