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Bundesliga - 8. Spieltag

Nächster Sieg! Startrekord für Schubert

Samstag, 03.10.2015 | 17:21 Uhr
Gladbach ist zurück! Die Fohlen gewannen auch das dritte Spiel in Serie
© Getty
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Borussia Mönchengladbach hat auch das dritte Spiel unter Interimscoach Andre Schubert gewonnen. Die Fohlen schlugen zu Hause den VfL Wolfsburg am 8. Spieltag der Bundesliga mit 2:0 (0:0).

Vor 52.581 Zuschauern im Borussia-Park gingen die Hausherren durch den eingewechselten Havard Nordtveit (75.) in Führung. Nur vier Minuten später sorgte Ibrahima Traore für die Entscheidung zugunsten der Gladbacher.

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Gladbachs Interimstrainer Andre Schubert hat damit einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Vor ihm gewann noch kein Trainer seine ersten drei Liga-Spiele. Wolfsburg ist dagegen seit fünf Bundesliga-Gastspielen sieglos.

Reaktionen:

Andre Schubert (Interimstrainer Mönchengladbach): "Mir fehlen ein bisschen die Worte. Es ist sensationell, was die Spieler auf den Platz gebracht haben. Heute sind sie wieder an die 120 Kilometer gelaufen - ich habe gedacht, dass irgendwann der Stecker gezogen ist. Wir haben aber nicht nur Mentalität, sondern auch Qualität gezeigt. Der Sieg ist daher auch verdient. Wir haben Mut und Charakter gezeigt."

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Man hat beiden Mannschaften lange Zeit angemerkt, dass sie am Mittwoch noch gespielt haben. Ich habe schon mit einem 0:0 gerechnet, zwingend war es nicht. Uns fehlt das Schalten vom vierten in den fünften Gang. Das ist nicht das Tempo, das wir uns wünschen. Wir müssen schneller spielen, um Borussia in Verlegenheit zu bringen. So bekommt man Druck, und dann fällt doch mal einer rein. So steht eine Niederlage, die wir akzeptieren müssen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 1:2 gegen Manchester City unter der Woche gibt es bei Gladbach zwei Änderungen. Sippel (erstes Pflichtspiel für Gladbach) steht für den verletzten Sommer im Tor, dazu spielt Traore für Herrmann (Bank).

Hecking rotiert nach dem 1:2 bei Manchester United im größerem Umfang. Schäfer, Klose, Schürrle und Jung spielen für Draxler, Dante, Dost und Träsch (alle Bank).

12.: Gladbach kontert über Dahoud, der Raffael anschießt. Von dort kommt die Kugel zu Stindl, der mit Naldo glücklich Doppelpass spielt und mit links aus dem Zentrum an den linken Pfosten schießt.

13.: Schürrle lässt gemeinsam mit Arnold auf links zwei Gegenspieler schlecht aussehen. Dann dreht sich Schürrle im Strafraum um seinen Gegenspieler, seinen Schuss wehrt Sippel aber ab.

16.: Caligiuri steckt aus dem Zentrum durch zu Schürrle. Sippel kommt raus und berührt Schürrle wohl ganz leicht unten am Fuß. Der Nationalspieler hebt etwas theatralisch ab, Zwayer entscheidet auf Abstoß.

35.: Wolfsburg macht das Spiel schnell und verlagert auf die linke Seite zu Rodriguez. Der legt den Ball flach in die linke Strafraumhälfte. Dort steht Schäfer und schießt den Ball per Direktabnahme drei Meter neben das kurze Eck.

52.: Traore flankt von links auf den langen Pfosten. Klose verlängert mit dem Hinterkopf gefährlich in Richtung eigenes Gehäuse. Benaglio steht zu weit draußen, doch der Ball fliegt hinter die Latte auf das Netz.

60.: Stindl hat 25 Meter vor dem Kasten Platz und visiert per Vollspann das lange Eck an. Sein Abschluss ist lange gut unterwegs, dreht sich aber die letzten Zentimeter nicht mehr in Richtung Innenpfosten und streift am Kasten vorbei.

70.: Schürrle legt in vollem Lauf auf die rechte Seite zu Caliguiri. Der läuft alleine auf Christensen zu und könnte auf links zum durchstartenden Dost ablegen. Anstelle des Passes entscheidet er sich aber für den Schuss und legt die Kugel einen guten Meter über die Latte.

75., 1:0, Nordtveit: Raffael setzt sich rechts außen gegen Klose durch und chippt den Ball halbhoch 20 Meter zentral vor das Tor. Nordtveit nimmt die Kugel direkt per Seitfallzieher und versenkt links unten - Traumtor!

79., 2:0, Traore: Gladbach kontert über Stindl. Der packt auf Höhe der Mittellinie einen Zauberpass in den Lauf von Traore aus. Der entwischt Rodriguez und verwandelt alleine vor Benaglio zu seinem ersten Saisontreffer.

82.: Raffael kommt nach einer feinen Ballstaffette aus sechs Metern zum Schuss. Der Winkel ist am Ende aber zu spitz, sodass der Ball knapp am langen Pfosten vorbeistreift.

Fazit: Lange Zeit eine ereignisarme Partie, man merkte den Akteuren den hohen Kräfteverschleiß der vergangenen Wochen an. Gladbachs Sieg geht aufgrund der höheren Durchschlagskraft in der Offensive in Ordnung.

Der Star des Spiels: Raffael. Viel in Bewegung und lange Zeit der einzige Spieler, der offensiv für Gefahr sorgte. Tolle Vorarbeit zu Nordtveits Traumtor, passsicher und durchsetzungsstark.

Der Flop des Spiels: Max Kruse. Bemühte sich an alter Wirkungsstätte redlich, doch dem Nationalspieler gelang so gut wie nichts. Wenig durchsetzungsstark in den direkten Duellen und mit einigen Fehlpässen.

Der Schiedsrichter: Felix Zwayer musste einige knifflige Szenen bewerten. Allen voran das Duell zwischen Sippel und Schürrle in Minute 16, als wohl eine minimale Berührung des Keepers vorlag. Diese reichte jedoch nicht für einen Strafstoß aus, auch eine Schwalbe des Nationalspielers lag nicht vor. Zwayer zeigte direkt Abstoß an. Ließ zunächst eine längere Leine walten und die Karten gegen Xhaka (Duell mit Schäfer) und Rodriguez (Duell mit Stindl) stecken, verteilte danach aber zu Recht persönliche Strafen. Lag jedoch falsch, beim Pass von Dahoud auf Johnson auf Abseits zu entscheiden - der Gladbacher wäre frei vorm Tor gestanden. Korrekt dagegen, beim Schuss von Traore an Guilavoguis angelegte Hand nicht auf Elfmeter zu entscheiden (55.).

Das fiel auf:

  • Beide Mannschaften neutralisierten sich lange Zeit, da sie relativ ähnliche Spielansätze verfolgten. Gladbach und Wolfsburg schoben gegen den jeweiligen Spielaufbau früh drauf und verengten das Zentrum. So wurde das Spiel beider Teams sehr flügellastig, was allerdings sehr gut verteidigt wurde.
  • Wolfsburg war nach der Rotation in einem 4-1-4-1 gekleidet, mit Schürrle in der Spitze und dahinter einem frei beweglichen Kruse, der sich auch immer wieder fallen ließ und am Aufbau beteiligte. Schürrle fand bisweilen gute Laufwege, doch zu wenig direkte Anspiele. Da Schürrle allerdings häufig nach außen pendelte, passte es beim VfL in der Strafraumbesetzung nicht.
  • Man merkte den Teams die hohe Belastung der letzten Wochen an. In die Angriffsversuche schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten, auch weil Timing und vor allem Tempo im Passspiel fehlten.
  • Gladbach nach der Führung mit mehr offensiven Räumen, die gut ausgespielt wurden. Die höhere offensive Durchschlagskraft machte letztlich den Unterschied.

Gladbach - Wolfsburg: Die Statistik zum Spiel

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