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Auch Bremen schießt Hannover ab

Samstag, 05.03.2016 | 17:17 Uhr
Hannover blieb nur in einem der letzten 16 Bundesligaspiele ohne Gegentor
© Getty
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Die Situation von Tabellenschlusslicht Hannover 96 wird immer dramatischer. Bei der Rückkehr von Trainer Thomas Schaaf verloren die Niedersachsen am 25. Spieltag der Bundesliga mit 1:4 (1:2) beim SV Werder Bremen.

Vor 42.100 Zuschauern im Weser-Stadion ging Werder durch das fünfte Saisontor von Fin Bartels in Führung (18.). Acht Minuten später ließ Claudio Pizarro das 2:0 folgen - es war sein elftes Saisontor und der 100. Treffer im Bremer Trikot (im 181. Spiel).

Mit dem Pausenpfiff gelang den Gästen der Anschlusstreffer durch Kenan Karaman, der am Samstag seinen 22. Geburtstag feiert. Bremen blieb in den letzten 28 Bundesligaspielen damit nie ohne Gegentor.

Kurz nach der Halbzeit traf Theodor Gebre Selassie mit seinem ersten Saisontor zum 3:1 für Werder (56.). In der 67. Minute traf Zlatko Junuzovic zur endgültigen Entscheidung.

Pizarro war somit in den letzten elf Pflichtspielen an 14 Toren direkt beteiligt (zwölf Tore und zwei Torvorlagen). Nur noch ein Treffer fehlt dem Peruaner noch, um Marco Bode als Bremer Rekord-Torschütze im Oberhaus abzulösen.

Reaktionen:

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Der Druck auf meine Mannschaft war enorm, aber sie hat das toll gemeistert. Endlich konnten wir uns bei unseren Fans mit einem Heimsieg bedanken. Jetzt dürfen wir ein paar Tage genießen, aber dann geht der Abstiegskampf weiter.

Thomas Schaaf (Trainer Hannover 96): "Natürlich bin ich äußerst unzufrieden, aber es geht für uns weiter. Es ist aber schon klar, dass jetzt sehr, sehr viel zusammenpassen muss. Die Möglichkeit ist noch da, aber ich weiß natürlich, wie schwer diese Aufgabe wird."

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Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die Bremer Startelf ist dieselbe wie beim 4:1 in Leverkusen am Mittwochabend. Erstmals in dieser Saison nimmt Skripnik damit keine Änderung zwischen zwei Bundesligaspielen vor.

In Hannovers Anfangsformation gibt es zwei Änderungen im Vergleich zum 0:4 gegen Wolfsburg am Dienstagabend. Milosevic und Gülselam rücken für Hoffmann und Wolf (beide Bank) in die Mannschaft. Auch Schmiedebach sitzt wieder draußen.

7.: Gülselam verliert den Ball im Halbfeld. Pizarro schickt Öztunali, der den Ball gut mitnimmt, aus halbrechter Position in den Strafraum marschiert und mit dem rechten Fuß abschließt. Zieler muss nicht eingreifen, da der Ball einen Meter am langen Pfosten vorbei geht.

15.: Junuzovic bringt einen Freistoß zentral aus dem rechten Halbfeld weit in den Strafraum. Djilobodji kommt am langen Pfosten aus spitzem Winkel zum Kopfball. Zieler lenkt den Ball im letzten Moment noch über die Latte.

18., 1:0, Bartels: Junuzovic leitet den Treffer durch einen cleveren Pass auf Pizarro ein. Der Peruaner spitzelt den Ball links in den Lauf von Garcia, dessen Schuss vor die Füße von Bartels geblockt wird. Der muss die Kugel aus vier Metern nur noch über die Linie schieben.

26., 2:0, Pizarro: Öztunali flankt von der rechten Seite auf Pizarro, der den Ball über Sakai und Milosevic hebt und dann plötzlich freie Bahn hat. Mit links hämmert er den Ball ins linke Eck zum Jubiläumstor.

32.: Freistoß Junuzovic aus dem linken Halbfeld. Vestergaard ist vor Zieler am Ball und köpft nur knapp über die Latte.

45., 2:1, Karaman: Nach einer Kiyotake-Ecke von der linken Seite verlängert Fritz den Ball unter Bedrängnis vor die Füße von Karaman. Der hat keine Probleme, den Ball aus zwei Metern über die Linie zu befördern.

54.: Der eingewechselte Szalai legt ab für Karaman, der rechts in den Strafraum zieht und aus 15 Metern schießt - deutlich drüber.

56., 3:1, Gebre Selassie: Verlagerung auf rechts zu Gebre Selassie. Der lässt auf Pizarro tropfen, dieser legt per Außenrist zurück - und Gebre Selassie bombt die Kugel mit rechts links oben in den Knick.

67., 4:1, Junuzovic: Pizarro leitet einen Konter durch einen guten Steilpass ein, Öztunali sieht dann Gebre Selassie auf der rechten Seite und verlagert das Spiel gut. Gebre Selassie legt den Ball vom rechten Straraum-Eck ab für Junuzovic, der den Ball zentral von der Strafraumgrenze im Fallen per Volley ins Eck befördert.

82.: Das muss das 5:1 sein! Garcia geht links zur Grundlinie und legt zurück auf Grillitsch. Der schießt freistehend im Fallen aus acht Metern knapp rechts am Pfosten vorbei.

Fazit: Ganz schwaches Hannover, Bremen hatte über weite Strecken leichtes Spiel. Am Ende geht der Heimsieg auch in dieser Höhe in Ordnung.

Der Star des Spiels: Claudio Pizarro. Der mit weitem Abstand beste Fußballer auf dem Feld hatte bei allen vier Treffern seine Füße im Spiel. Beweglich, technisch stark, spielintelligent und in bärenstarken 71 Prozent seiner Zweikämpfe der Gewinner.

Der Flop des Spiels: Hiroki Sakai. Beim 0:1 zu spät dran, beim 0:2 völlig neben der Spur, dutzende Fehlpässe und keinerlei Impulse in der Offensive - der Japaner war wie viele seiner Mitspieler vollkommen überfordert.

Der Schiedsrichter: Felix Zwayer. Hatte kaum Probleme in einer leicht zu leitenden Partie. Korrekt, Sakais Rempler gegen Garcia im 96-Strafraum nicht zu ahnden (24.). Hätte bei Gülselams Foul an Bartels die Gelbe Karte jedoch auch stecken lassen können (40.).

Das fiel auf:

  • Desolate Vorstellung von 96, das in Ballbesitz in einem 4-3-2-1 auflief, aber defensiv in allen Belangen viel zu passiv agierte. Hannover lief erst rund um die Mittellinie an und war nicht in der Lage, Druck auf Werders Spielaufbau auszuüben.
  • Den Hausherren reichten daher recht simple Kombinationen, um Hannover aus der Ordnung zu locken und durch schnelle Passfolgen Räume freizulegen. Meist gelang das über die Flügel, so dass Werder einige Male gefährlich in der Rücken der gegnerischen Formation kam. Besonders die zehn Minuten nach dem 0:2-Rückstand waren von Hannoveraner Seite vogelwild - schwache Staffelung, zu große Abstände, keine Leidenschaft.
  • Aber: Kurz vor und nach dem Anschlusstor verlor Bremen die Kompaktheit und Konzentration. Hannover hatte da seine beste Phase, da man erstmals bis ins letzte Drittel und zu (harmlosen) Abschlüssen kam.
  • Nach den beiden letzten Leistungen der Niedersachsen ist es kaum denkbar, dass sich 96 in der Liga halten wird. Hannover ließ jegliches Konzept vermissen, es gab keinen Spieler, der Verantwortung übernahm und voranging. Das gesamte Gebilde ist zu fragil und instabil, um noch für eine Trendwende sorgen zu können.

Bremen - Hannover: Die Statistik zum Spiel

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