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5:1! BVB schießt FCA in die Krise

Von Aus dem Signal-Iduna-Park berichtet: Stefan Döring
Sonntag, 25.10.2015 | 17:22 Uhr
Pierre-Emerick Aubameyang traf wieder dreifach für den BVB
© Getty
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Borussia Dortmund hat am 10. Spieltag der Bundesliga den höchsten Saisonsieg gefeiert. Der BVB besiegte den FC Augsburg mit 5:1 (3:0).

Vor 81.359 Zuschauern im Signal Iduna Park in Dortmund war Pierre-Emerick Aubameyang mit drei Treffern der Held des Spiels (18., 85., 90.+1). Auch Marco Reus (21.) schoss sich den Frust von der Seele und traf doppelt (21.,33.).

Raul Bobadilla verkürtze in der 49. Minuten zwischenzeitlich auf 1:3.

Die Tuchel-Elf ist somit seit 13 Heimspielen ungeschlagen, während der FCA noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison auf den 18. Tabellenplatz abrutscht.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer BVB): "Ich freue mich über die Leistung und über die Art der Tore. In der ersten Halbzeit haben wir das Ding klar auf Sieg gestellt. In der zweiten Halbzeit hat man uns über 15 Minuten die ganzen Reisestrapazen der Woche angemerkt."

Marco Reus (BVB): "Ich weiß, dass ich mich gut bewege und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man wieder trifft. Darum habe ich mir nicht so große Gedanken gemacht. Es freut mich natürlich, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte. Aber im Fußball geht es so schnell heutzutage. Von daher mache ich mir da keine Gedanken. Ich bin schon ein bisschen länger dabei und kann das gut einschätzen."

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): "Wenn du alle drei Tage spielst und immer wieder Nackenschläge einstecken musst, dann ist das nicht gut für die Psyche. Jetzt haben wir Probleme und müssen tapfer sein, dadurch gehen und alle zusammenhalten. Ich persönlich bleibe gerade, analysiere und arbeite mit der Mannschaft. Ich habe Vertrauen. Aber die nächsten zwei Heimspiele sind natürlich sehr wichtig."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die ganz große Rotation bei Borussia Dortmund nach dem Auftritt am Donnerstag in der Europa League in Aserbaidschan bleibt aus. Drei Wechsel nimmt Thomas Tuchel dann aber doch vor. Schmelzer spielt für Park, Bender für Weigl und Castro für Hofmann. Mkhitaryan muss wegen einer Oberschenkelverhärtung zuschauen. Am System ändert das nicht.

Markus Weinzierl vertraut ebenfalls weitgehend seiner Siegermannschaft aus der Europa League gegen AZ Alkmaar. Allerdings muss Verhaegh verletzungsbedingt auf der Tribüne Platz nehmen. Für ihn spielt Kohr. Auch in der Offensive gibt es einen Wechsel: Esswein darf für Werner ran.

1.: Castro steckt von halbrechts durch in den Lauf von Aubameyang, der gegen Klavan aber einen Schritt zu spät kommt. So gibt es nur die erste Ecke für den BVB, die aber nichts einbringt.

3.: Aubameyang findet mit einem Anspiel halblinks Castro, der direkt per Hacke weiterleitet auf Kagawa. Der Japaner erwischt die Kugel nicht richtig, doch der zweite Ball landet auf dem Schlappen von Marco Reus, dessen Schuss aus der zweiten Reihe im letzten Moment geblockt wird.

9.: Kagawa leitet eine Flanke aus dem linken Halbfeld per Kopf weiter auf Aubameyang. Dessen Abschluss klatscht an die Unterkante der Latte, doch bei Kagawas Verlängerung stand der Gabuner ohnehin einen Schritt im Abseits, so dass die Szene schon abgepfiffen war.

17., 1:0 Aubameyang: Nach einer wunderschönen Kombination auf rechts kommt der BVB verdient zur frühen Führung. Gündogan lässt einen Pass von Ginter zunächst durch für Castro, der direkt den durchstartenden Gündogan in den Strafraum schickt. Dessen flacher Pass an den zweiten Pfosten kommt dann maßgeschneidert auf Aubameyang, der nur noch den Fuß hinhalten und aus fünf Metern einschieben muss.

21., 2:0 Reus: Kagawa setzt sich auf links mit zwei Körpertäuschungen sehr schön durch und bringt den Ball nach innen, wo Marco Reus am ersten Pfosten einläuft und die Kugel aus sechs Metern zum 2:0 in die Maschen schweißt.

28.: Gündogan kommt nach Kagawa-Pass frei von der Strafraumgrenze zum Abschluss und zwingt Hitz mit seinem Schlenzer zu einer Klasse-Parade. Der Augsburger Schlussmann wischt den Ball gerade so aus dem Winkel.

33., 3:0 Reus: Ginter fängt einen Augsburger Fehlpass ab, chippt den Ball mit guter Übersicht in den Strafraum zum startenden Kagawa. Der Japaner stoppt die Kugel mit der Brust und legt sie per Hacke in den Lauf von Reus, der aus vier Metern an Hitz vorbei einschiebt.

38.: Koo leitet einen langen Ball elegant mit dem Rücken zum Tor weiter in den Lauf des halblinks startenden Bobadilla. Der in Argentinien geborene Paraguayer steht plötzlich frei allein vor Bürki, kann den Schweizer im BVB-Tor aus spitzem Winkel aber nicht überwinden.

49., 3:1 Bobadilla: Werner schlägt eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld nach innen. Bobadilla steht dabei zwar im Abseits, doch das Schiedsrichtergespann lässt ihn gewähren. Per Kopf trifft der Paraguayer zum Anschluss.

68.: Kohr setzt gegen eine in dieser Phase leicht wacklige BVB-Defensive gut nach. Hummels will klären und schießt dabei Castro an. Der Querschläger landet bei Bobadilla, dessen Volleyschuss aus zentraler Position im Strafraum das Tor aber knapp verfehlt.

85., 4:1 Aubameyang: Ramos versucht es mit einem Schuss von der Strafraumkante, verzieht aber etwas. Am langen Pfosten kommt Aubameyang mit dem langen Bein in den Ball gegrätscht und macht seinen zweiten Treffer an diesem Tag.

90.+1: 5:1 Aubameyang: Wieder mal ist es Kagawa, der sich im Strafraum gegen drei Gegenspieler durchsetzt und dann den Blick für den besser postierten Aubameyang hat. Der Gabuner bleibt bei seinem ersten Torschuss noch hängen, vollendet dann aber im zweiten Anlauf zum Endstand von 5:1.

Fazit: Verdienter Sieg des BVB, der dem FCA nicht den Hauch einer Chance lässt.

Der Star des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang. Sechs Buden in den letzten zwei Spielen, der Gabuner ist derart on fire derzeit beim BVB. Bewies gegen den FCA mal wieder seine Fähigkeiten vor dem Tor und war von Augsburgs Defensive nicht in den Griff zu bekommen.

Der Flop des Spiels: Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Der Innenverteidiger des FC Augsburg sah gegen die starke Offensive der Borussia kein Land. Aubameyang lief ihm immer wieder weg. Kagawa und Reus waren gedanklich und bei den Ballaktionen immer schneller. Ein ganz schwacher Auftritt.

Der Schiedsrichter: Der Berliner Manuel Gräfe hatte zusammen mit seinem Gespann keinerlei Probleme mit der Leitung einer überaus fairen Partie. In allen Situationen hatte er stets den Überblick und war mit seiner ruhigen Art auf dem Platz ein Gegenpol zum hektischen Treiben auf dem Feld.

Das fiel auf:

  • Der FC Augsburg wirkte komplett verunsichert, war von Beginn an hinten eingeschnürt, weil Borussia Dortmund Powerfußball auf ein Tor spielte. Die erste Aktion im gegnerischen Sechzehner führte dann aber fast zum Tor.
  • Bei Augsburg soll es nach den seltenen Ballgewinnen immer gleich schnell nach vorne gehen. Allerdings gelang dies viel zu selten, das der BVB aggressiv zum Gegenpressing ansetzte und dem FCA so keine Zeit ließ.
  • Nach der 3:0-Führung nahm der BVB etwas Tempo raus, um Kräfte für die nächsten Spiele zu schonen. Nach dem Anschlusstreffer von Bobadilla gelang es dem Team von Tuchel aber, wieder einen Gang hochzuschalten, um Augsburg nicht weiter ins Spiel kommen zu lassen.
  • In der Defensive haben die Dortmunder trotz des deutlichen Sieges in ein paar Situationen Probleme gehabt. In der zweiten Halbzeit wackelten Hummels und Co. kurz.

Dortmund - Augsburg: Die Statistik zum Spiel

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