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Bundesliga - 25. Spieltag

S04 mit Last-Minute-Remis in Berlin

Samstag, 14.03.2015 | 17:20 Uhr
Der FC Schalke 04 bleibt 2015 in der Fremde ohne dreifachen Punktgewinn
© Getty
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Hertha BSC hat im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 25. Spieltag der Bundesliga in der letzten Minute eine Sieg und damit einen Big Point im Kampf gegen den Abstieg vergeben. Beide Teams trennten sich mit 2:2 (1:1).

Vor 60.000 Zuschauern im Olympiastadion gingen die Hausherren durch Änis Ben-Hatira, der erstmals 2015 in der Startelf stand, in Führung (21.). Fünf Minuten vor der Pause glich Schalke durch Leroy Sane aus.

Der eingewechselte Genki Haraguchi erzielte kurz vor Schluss das 2:1 für die Berliner (81.). Es war das erste Bundesligator des Japaners.

Doch kurz vor dem Ende war es Joel Matip, der den Knappen mit einem Kopfballtreffer das Remis rettete (90.).

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Auf Schalker Seite sah Benedikt Höwedes seine 5. Gelbe Karte und ist damit für das Spiel in Leverkusen gesperrt.

Seit September 2006 ist Hertha damit sieglos gegen Schalke. In 13 Duellen gab es elf Siege der Königsblauen und zwei Remis. Das Unentschieden ist der erste Punkt für Hertha gegen S04 nach zuvor sieben Pleiten in Folge.

Reaktionen:

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Schalke hat in der ersten Halbzeit das Spiel dominiert, wir haben aber in der zweiten Hälfte auch offensiv Aggressivität gezeigt. Vielleicht waren wir am Ende ein bisschen zu naiv, vielleicht ein bisschen zu nett. Aber wir nehmen das Positive aus dem Spiel mit."

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke 04): "Das Spiel am Dienstag hat uns viel Kraft gekostet, aber die Reaktion meiner Mannschaft hat mir gut gefallen. Nach dem Spielverlauf bin ich zufrieden mit dem Punkt."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Hertha gibt es zwei Veränderungen der Startelf gegenüber dem 0:0 in Stuttgart. Skjelbred kehrt nach seiner Sperre zurück, auch Ben-Hatira beginnt. Draußen sind derweil Hegeler (Bank) und Heitinga (nicht im Kader).

Schalke im Vergleich zum 3:1 gegen Hoffenheim mit Matip für Ayhan und Sane für Choupo-Moting in der Anfangsformation. Der Kameruner fällt mit Wadenproblemen kurzfristig aus.

16.: Huntelaar zieht linken Strafraumeck mit links aufs lange Eck. Kraft ist noch mit den Fingerspitzen dran und lenkt das Leder um den Pfosten. Trotzdem gibt's keine Ecke, Fehlentscheidung von Schiedsrichter Weiner.

21., 1:0, Ben-Hatira: Stocker zieht von rechts in die Mitte und probiert es mit dem Flachschuss auf die rechte Ecke. Wellenreuther lässt die Kugel nach vorne prallen. Ben-Hatira schaltet am schnellsten und staubt ab.

40., 1:1, Sane: Fuchs zu Huntelaar, der mit etwas Glück Sane links im Strafraum mit der Hacke bedient. Sane wackelt Brooks locker aus, geht zur Grundlinie und hebt den Ball aus kurzer Distanz frech über die Schulter von Kraft ins Netz.

52.: Barnetta steckt am Strafraum rechts für Fuchs durch, Lustenberger hebt das Abseits auf. Fuchs probiert es aus spitzem Winkel mit rechts - Kraft steht richtig und wehrt zur Seite ab.

55.: Stocker schickt Kalou auf halbrechts in den Strafraum. Der Ivorer zielt aufs lange Eck, Wellenreuther klärt mit einer Hand nach vorne, Schalke befördert die Kugel letztlich aus der Gefahrenzone.

68.: Ecke Schalke. Wellenreuther springt unter dem Ball hindurch, Nastasic muss vor Kalou mit dem Kopf klären. Der nächste Eckball kommt auf den Kopf von Langkamp, der das Leder knapp über den Querbalken setzt.

75.: Haraguchi fasst sich aus 25 Metern ein Herz und probiert es von halblinks mit dem Aufsetzer. Gefährlicher Ball für Wellenreuther, der aber sicher zupackt.

81., 2:1, Haraguchi: Angriff Hertha über rechts, Beerens flankt die Kugel halbhoch in die Mitte, wo Kalou eher unfreiwillig für Stocker ablegt. Der Schweizer zieht aus 20 Metern ab, Wellenreuther lässt wieder nur abklatschen und Haraguchi vollendet aus fünf Metern.

84.: Im Gegenzug vergibt Matip die Tausendprozentige! Höwedes verlängert eine Ecke von rechts und Matip bringt es fertig, die Kugel aus zwei Metern nicht über die Linie zu drücken. Kraft kratzt den Ball mit einer Hand raus, dann klären die Berliner.

90., 2:2, Matip: Fuchs flankt von links aus dem Halbfeld, Brooks steht schlecht und der eben gescholtene Matip köpft das Ding aus elf Metern links ins Eck. Zweiter Saisontreffer für den Innenverteidiger.

Fazit: Unter dem Strich ein verdientes Remis in einem intensiven Spiel. Die Hertha investierte viel und muss sich freilich ärgern, den wichtigen Dreier in letzter Sekunde weggeworfen zu haben.

Der Star des Spiels: Matija Nastasic stand bombensicher in der Defensive und zeigte eine starke Antizipation. Dadurch geriet er kaum in brenzlige Situationen. Stärkster Zweikämpfer auf dem Feld, gewann fast 90 Prozent seiner Duelle - und verlor kein einziges Kopfballduell.

Der Flop des Spiels: Max Meyer. Zeigte keine unterirdische Partie, doch das Spiel lief am Youngster weitestgehend vorbei. Konnte sich kaum einmal in Szene setzen und wirkte mit zunehmender Spieldauer körperlich nicht auf der Höhe. Musste nach 57 Minuten runter.

Der Schiedsrichter: Michael Weiner. Mit ein paar Wacklern, größtenteils aber souveräne Spielleitung. Die persönlichen Strafen gingen allesamt in Ordnung.

Das fiel auf:

  • Die Hertha überließ Schalke den Ballbesitz und war darauf bedacht, eng und tief stehend vor allem das Zentrum abzuriegeln. Das gelang durch gutes Verschieben. Die Gäste wurden deshalb häufig auf die Außen geleitet, so dass die Berliner dort doppeln und zugreifen konnten.
  • Die Knappen demnach gezwungen, Angriff um Angriff zu initiieren. S04 dabei ruhig und strukturiert, auch nach dem Rückstand. Zwar gab es ein paar vernünftige Torschüsse zu verzeichnen, doch es mangelte beim letzten Pass in die Spitze. Schalke kam zu selten in den Rücken der Abwehr.
  • Die Hauptstädter überbrückten bei Ballgewinn das Mittelfeld schnell und fußballerisch durchaus ansehnlich. Die Bemühungen fielen letztlich jedoch zu harmlos aus, weil man in den entscheidenden Offensivzweikämpfen zu häufig den Kürzeren zog.
  • Berlin unter dem Strich mit einer engagierten Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Die Dardai-Truppe zeigte sich lauffreudig, taktisch diszipliniert und physisch robust. Einige Male kam man damit aussichtsreich ins Umschaltspiel, die Entscheidungsfindung rund um den Strafraum blieb allerdings durchschnittlich.

Hertha - Schalke: Die Statistik zum Spiel

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