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Fussball

Reus glänzt bei BVB-Heimsieg

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte der BVB zwei Spiele in Folge gewinnen
© Getty

Borussia Dortmund hat erneut gewonnen. Zum Auftakt des 21. Spieltags der Bundesliga gewann der BVB sein Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 4:2 (0:1).

Vor 80.200 Zuschauern im Signal-Iduna Park ging Mainz bereits nach 53 (!) Sekunden durch Elkin Soto in Führung. Fünf Minuten nach der Pause köpfte Dortmunds Neven Subotic zum Ausgleich ein.

Marco Reus drehte die Partie zugunsten des BVB weitere fünf Minuten später, doch die Führung der Hausherren hielt nur 119 Sekunden an: Yunus Malli markierte postwendend den Ausgleich (57.).

Dortmund kam dank Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (71.) und Nuri Sahin (77.) aber doch noch zum Dreier.

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Der BVB hat damit 15 der letzten 17 Freitagsspiele in der Bundesliga gewonnen (zwei Remis), darunter die letzten acht allesamt. Mainz dagegen gewann keines seiner neun Gastspiele in Dortmund (4 Remis, 5 Niederlagen) und verlor die letzten vier Duelle beim BVB allesamt.

Zudem verspielten die Mainzer schon sieben Mal in dieser Saison eine eigene Führung. Dortmund lag bereits das 13. Mal in Rückstand und gewann danach nun erstmals in dieser Saison.

Reaktionen:

Jürgen Klopp (Trainer Dortmund): "Das war ein Big Point. Die ganze Saison stellt sich für uns als extreme Herausforderung dar. Das 0:1 war erneut Slapstick, das war ein schrecklicher Beginn. Aber wir haben sehr gut reagiert. Wir wussten, dass wir die Möglichkeiten bekommen, wenn wir weiter spielen und in der Spur bleiben. Wir haben tolle Tore nachgelegt, alles ist gut."

Kasper Hjulmand (Trainer Mainz): "Wenn man zwei Standardtore kassiert, kann man in Dortmund nicht gewinnen. Das darf nicht passieren. Bei Gündogan war es ein glasklarer Handelfmeter. Leider war das eine spielentscheidende Situation."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der BVB muss nach dem 3:0 in Freiburg eine krankheitsbedingte Änderung in der Startelf vornehmen: Sokratis spielt für Hummels (Virusinfekt). Piszczek läuft zum 200. Mal in der Bundesliga auf.

Mainz reagiert auf die 0:2-Pleite gegen Hertha BSC mit vier Neuerungen: Kapino, Soto, Bungert und Hofmann spielen für Karius (Rotsperre), Jara, De Blasis und Clemens (alle Bank). Hofmann spielt erstmals seit Oktober 2014 wieder, Keeper Kapino feiert sein Startelfdebüt.

1., 0:1, Soto: Nach 53 Sekunden klingelt's schon! Einen Steilpass von Malli boxt Weidenfeller aus dem Strafraum, fällt dabei aber über Subotic. Das Tor ist völlig frei, Soto zieht halblinks ab, Schmelzer schlägt auf der Linie am Ball vorbei - drin.

3.: Reus geht auf halbrechts einem Kopfball von Sokratis hinterher, kein Mainzer greift an. Reus zieht aus 13 Metern per Dropkick ab - rechter Innenpfosten!

8.: Reus marschiert durch die Mitte und schickt Aubameyang auf halbrechts. Der Gabuner bringt den Ball mit dem Außenrist auf das Tor, Kapino wehrt mit einer schönen Parade ab.

32.: Kagawa spielt von rechts in den Rücken der Abwehr zu Reus, der eine gute Schussposition hat. Sein Versuch aus 18 Metern rutscht ihm aber über den Schlappen.

43.: Kapino faustet einen direkten Reus-Freistoß von halblinks an den Strafraum zu Kagawa. Der knallt sofort drauf - hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.

50., 1:1, Subotic: Schmelzer bringt einen Eckball von rechts nach innen. Subotic drängt sich an Bengtsson vorbei und köpft links unten.

55., 2:1, Reus: Sokratis passt zu Kampl ins Zentrum. Der steckt sofort auf Reus durch, der Kapino aussteigen lässt und ins leere Tor einschiebt.

57., 2:2, Malli: Soto legt den Ball vor dem Strafraum von links quer auf Malli, der lässt Schmelzer mit einer einfachen Körpertäuschung aussteigen und netzt mit einem strammen Schuss aus 15 Metern vorbei an Weidenfeller zum Ausgleich ein.

67.: Kagawa versucht sich von halblinks aus 17 Metern mit einem Linksschuss. Der Ball trudelt knapp am rechten Eck vorbei.

71., 3:2, Aubameyang: Reus mit dem wunderbaren Pass mit dem Außenrist in die Tiefe, Aubameyang ist vor Bengtsson am Ball - und kann das Leder am aus seinem Kasten gekommenen Kapino vorbei vom Elfmeterpunkt aus ins rechte Eck spitzeln.

78., 4:2, Sahin: Aubameyang tritt zum Freistoß an, zwingt Kapino in der linken unteren Ecke zu einer Parade - aber den schwach nach vorne abgewehrten Ball netzt Sahin in Abstaubermanier aus vier Metern Torentfernung durch die Beine des Keepers ein.

Fazit: Ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt. Mainz mit guten ersten 45 Minuten, der BVB mit klarer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt. Da entschied sich die Partie, weil Dortmund effektiver war und Mainz immer mehr die Ordnung verlor.

Der Star des Spiels: Marco Reus. Sein Außenristpass vor dem 3:2 war alleine schon das Eintrittsgeld wert und letztlich der Türöffner zum ersehnten Sieg. Tolle Bewegung in die Tiefe bei seinem eigenen Treffer, Pech beim schon vierten Aluminiumtreffer in dieser Spielzeit und offensiv der gefährlichste Dortmunder.

Der Flop des Spiels: Pierre Bengtsson. Auch wenn das Duell grenzwertig war, verlor er Subotic beim Ausgleichstor zum 1:1 aus den Augen und konnte auch Aubameyang nicht am Tor zum 3:2 hindern. Verlor im zweiten Durchgang wie teilweise die gesamte Mannschaft Ordnung und Übersicht, spielte zahlreiche Fehlpässe und gewann nur 50 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler und sein Team waren sofort gefordert und lagen vor allem bei Abseitsentscheidungen richtig. Ein strenger Schiedsrichter hätte Subotics Ausgleichstor wohl wegen Aufstützens nicht gegeben. Korrekt dagegen, beim Laufduell zwischen Aubameyang und Bengtsson im Mainzer Strafraum nicht auf Elfmeter zu entscheiden (31.). Den hätte allerdings der FSV bekommen müssen, als Gündogans Arm nach einem Eckball in der Anfangsphase klar zum Ball ging.

Das fiel auf:

  • Nach dem frühen Rückstand wurde Dortmunds Körpersprache zwar nicht sofort, aber nach einer guten Viertelstunde immer bedenklicher. Der BVB schaffte es kaum einmal, Tiefe in sein Spiel zu bekommen. Über die Flügel - vor allem rechts - ging gar nichts.
  • Mainz agierte in einem variablen 4-3-3, ohne Ball ergab sich daraus ein Fünfer-Mittelfeld, das sehr gut gestaffelt im Zentrum rochierte und kaum Räume anbot. Nach vorne befreite man sich spielerisch und streute ein paar Verlagerungen ein, die den BVB ins Laufen brachten. Allerdings ging den 05ern mit der Zeit die Entlastung ab.
  • Während bei der Borussia die abkippenden Ballschlepper Sahin/Gündogan damit beschäftigt waren, das Spiel auszulösen, tummelten sich die Offensivspieler im vorderen Drittel teilweise auf einer Linie und warteten auf den Pass in die Spitze - dazwischen lag allerdings ein ziemlich großes Stück Rasen brach. Die gedankenschnellen Mainzer hatten es nicht schwer, diese Angriffsbemühungen in den ersten 45 Minuten zu verteidigen.
  • Dortmund nach der Pause auf einmal deutlich zielstrebiger und auch einfach mal effektiv vor dem Kasten. Mainz verlor seine zuvor gute Staffelung und stand zu offen im Feld. Das begünstigte die Versuche der Hausherren, vertikal in die Tiefe zu spielen.
  • Augenscheinlich erneut, wie sehr das Team des BVB auf Spielverläufe reagiert: Nach dem 0:1 hingen die Schultern, nach der Führung zum 3:2 reagierte man besser auf zweite Bälle und kam einige Male gefährlich ins Gegenpressing - am Ende zusammen mit der kämpferischen Einstellung das Rezept zum Sieg.

Dortmund - Mainz: Die Statistik zum Spiel

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