Bundesliga - 6. Spieltag

Fiese Gefühle und großer Druck

Von Oliver Wittenburg
Sonntag, 18.09.2011 | 23:24 Uhr
Ungewohntes Bild: Ein konsternierter Jürgen Klopp nach der BVB-Pleite in Hannover
© Getty
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Meister Borussia Dortmund kassiert in Hannover die dritte Niederlage der noch jungen Saison und hinkt den eigenen Ansprüchen mit nur sieben Punkten aus sechs Spielen und Platz elf meilenweit hinterher. Jürgen Klopp spricht von einem "fiesen Gefühl" und "großem Druck" nach einer vermeidbaren Pleite.

Reaktionen:

Jürgen Klopp (Trainer Dortmund): "Diese Niederlage fühlt sich sehr fies an. Ab der 75. Minute haben wir ein sehr gutes Spiel noch aus der Hand gegeben. Wir hatten ganz viel vor, aber es ist unsere eigene Schuld, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. Es ist noch kein Fehlstart, aber wir sind nicht zufrieden und haben zu wenig Punkte."

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Mats Hummels (Dortmund): "Heute ist es sehr doof gelaufen, weil wir die klar bessere Mannschaft waren. So ein Spiel darf man nicht hergeben."

Neven Subotic (Dortmund): "Das 1:1 geht ganz klar auf meine Kappe - das war mein Mann und das war eine Unkonzentriertheit, die nicht passieren soll. Wir haben das Spiel über 85 Minuten super beherrscht und hätten mindestens 1:0 gewinnen müssen. Dann macht man einen Fehler und es passiert so etwas. Das ist sehr unglücklich und man geht wegen fünf Minuten mit einem sehr schlechten Gefühl nach Hause."

Mirko Slomka (Trainer Hannover): "Wir haben nicht aufgehört zu spielen und haben weiter aufs Tor gedrängt. Man hat schon gemerkt, dass Dortmund spieltechnisch stärker ist. Und wir wussten, dass wir mit Power dagegenhalten müssen. Dass Didier in so einem wichtigen Spiel sein erstes Saisontor macht, und dann auch noch so eins - die Geschichte kann man nicht besser schreiben."

Analyse: Ya Konan schockt den Meister

Jan Schlaudraff (Hannover): "Der Sieg ist enorm wichtig für uns. Wir haben uns für die letzten Wochen belohnt. Vor allem für Didi freut es mich. Er hat heute mit dem Tor einen ganz wichtigen Schritt gemacht."

Nachbetrachtung:

Jetzt hat es auch Dortmund und Jürgen Klopp erreicht, das D-Wort, das Kahn'sche Mantra: "Vor dem Mainz-Spiel haben wir Druck", gab der Meistertrainer nach der Niederlage in Hannover unumwunden zu.

Kein Zweifel, der BVB hat eine Ergebniskrise. Von mehr zu sprechen, verbittet sich noch, denn dafür hat der Titelverteidiger in der AWD-Arena über weite Strecken zu gut gespielt. Doch der Ertrag passt nicht zum Aufwand und das gibt zumindest Anlass zu Besorgnis, sofern man es mit den Schwarz-Gelben hält.

Das 1:2 war die zweite Niederlage in Folge, die dritte in der laufenden Saison. Der BVB hinkt in allen Belangen dem FC Bayern deutlich hinterher: Acht Punkte Rückstand, neun Tore weniger geschossen, fünf mehr kassiert.

Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte Dortmund 15 Punkte auf dem Konto und lag sieben vor den Bayern. Wie die Bayern in diese Spielzeit war man mit einer Heimpleite in die Saison gestartet, nur um dann eine nicht enden wollende Siegesserie zu starten und sich von den Konkurrenten abzusetzen.

Es sind nur Kleinigkeiten, die im Moment nicht passen wollen. Der letzte Pass war das große Thema in Hannover, denn der BVB machte durchaus eine ganze Menge richtig. Die Ausfälle von Sven Bender und Sebastian Kehl wurden durch die über weite Strecken starke Doppelsechs Ilkay Gündogan/Antonio da Silva kompensiert.

Champions-League-Held Ivan Perisic bestätigte die guten Eindrücke und machte als Vertreter von Kevin Großkreutz, dem Klopp eine Ruhepause verordnete, auf dem linken Flügel ein gutes Spiel, wenngleich er den ein oder anderen Haken und Schlenker zu viel einstreute und die letzte Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen ließ.

Der Kroate war aber in guter Gesellschaft: Bis zum Strafraum oder zumindest bis kurz davor spielte der BVB sehr gut, dann jedoch war er mit seinem Latein oft am Ende. Robert Lewandowski konnte sich als einzige Sturmspitze kaum in Szene setzen, und Shinji Kagawa strahlte abgesehen von seinem zugegebenermaßen großartigen Treffer zum 1:0 (63.) keine Gefahr aus.

Viel ging über rechts, wo Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski zwar jede Menge Betrieb machten, Präzision und Timing aber oft vermissen ließen.

Neu war, dass der BVB das Spiel am Ende aus der Hand gab, Hannover nach und nach die Initiative überließ oder überlassen musste und sich einer Standardsituation nach der anderen gegenübersah. Welchen Anteil die Auswechslung von Mats Hummels (81.) an der Niederlage hatte, darüber kann man nur spekulieren. Fakt ist jedenfalls, dass der BVB in den letzten knapp 20 Minuten seine Linie verlor.

Sportdirektor Michael Zorc fasste zusammen: "Bis zur 70. Minute war es eine Frage, wie hoch wir hätten führen müssen. Dann haben wir die Ordnung verloren, hatten keine Balance mehr in unserem Spiel und die Zuordnungen stimmten nicht mehr."

Augenscheinlich fehlen dem BVB derzeit ein paar Prozent Frische, mental wie physisch. Doch die Vorzeichen für die kommende Woche sind gar nicht so schlecht: Dann wird Mario Götze wieder in der Startformation stehen, auch Kehl wird wieder dabei sein. Selbst ein Einsatz von Sven Bender scheint möglich. "Wir werden wieder in die Spur finden", versprach denn auch Kagawa.

Hannover hingegen beendete seine eigene Ergebniskrise von drei sieglosen Spielen in der Liga. Die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion nach dem Rückstand und bewies, dass sie mehr kann, als nur kompakt zu stehen und überfallartig zu kontern.

Der Schachzug von Slomka, seine erste Elf auf vier Positionen zu verändern, um nach dem kräftezehrenden Europa-League-Match am Donnerstagabend mit gewohnter Power dagegenhalten zu können, ging voll auf.

Und ein Volltreffer war freilich auch Didier Ya Konan, das große Sorgenkind der letzten Wochen und Monate. Der Ivorer erzielte nicht nur den Siegtreffer mit einer Weltklasseaktion, sondern deutete auch an, dass er schon in Kürze wieder der Alte sein dürfte.

Hannover - Dortmund: Daten zum Spiel

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