Bundesliga - 13. Spieltag

Gladbach zerlegt Bremen in seine Einzelteile

Von Stefan Rommel / Sebastian Schramm
Samstag, 19.11.2011 | 17:22 Uhr
Gladbacher Jubel: Gleich fünf Tore schenkte die Borussia Werder Bremen ein
© Getty
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Borussia Mönchengladbach hat das Verfolgerduell das 13. Spieltags gegen Werder Bremen in überragender Manier gewonnen. Die Mannschaft von Lucien Favre demontierte den Tabellennachbarn mit 5:0 (3:0), Überflieger Marco Reus schnürte dabei seinen ersten Dreierpack überhaupt und liegt jetzt schon bei zehn Saisontoren.

Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park spielte sich die Borussia teilweise in einen Rausch und feierte nach Toren von Reus (23., 38., 51.), sowie Patrick Herrmann (16.) und Juan Arango (53.) den höchsten Bundesligasieg seit 17 Jahren - damals war's ein 7:1 gegen den VfL Bochum.

Die Borussia bleibt damit am Spitzenduo Bayern und Dortmund dran, für Werder war die vierte Saisonniederlage ein herber Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze.

Zu allem Überfluss sah Sokratis eine Viertelstunde vor Schluss auch noch Gelb-Rot.

Wer war Dein MAN des Spieltags? Jetzt abstimmen!

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die Borussia ohne Verletzte und mit der besten Aufstellung. Stranzl wieder neben Dante.

Werder ohne Naldo, der nicht rechtzeitig fit wird. Dafür beginnt Wolf in der Innenverteidigung. Ignjovski beginnt links hinten, Bargfrede dafür auf der Sechs. Marin ist fit, sitzt aber erst auf der Bank. Ekici als Spielmacher.

13.: Reus mit Tempo auf die Abwehr zu, Rüber zu Hanke. Der legt am Sechzehner sofort quer und bringt Neustädter in beste Schussposition. Der haut den Ball aber aus sechs Metern am langen Pfosten vorbei.

15.: Ekici zieht einen Freistoß vom linken Strafraumeck direkt aufs Tor. Ter Stegen greift über und fischt den Ball aus dem rechten Winkel.

16., 1:0, Herrmann: Hanke an der Torauslinie zurück auf Arango. Der flankt sofort an den ersten Pfosten. Hermann zieht kurz an, Ignjovski pennt. Wiese kommt zwei Schritte raus und bleibt dann stehen. Herrmann aus vier Metern mit dem Kopf und ohne große Mühe.

21.: Hanke kommt nach einer zu kurz abgewehrten Ecke durch Zufall an den Ball. Schnelle Drehung, Schuss aus 15 Metern mit links - einen halben Meter drüber.

22.: Reus wieder mit viel Platz. Pass auf Herrmann. Der legt auf Daems zurück. Schuss aus 14 Metern, hauchdünn übers Tor.

23., 2:0, Reus: Blitzkonter mit Turbo-Abschluss! Arango löst eine knifflige Situation rechts im Mittelfeld mit einem überlegten Pass auf Reus. Der nimmt Tempo auf, entwischt Bargfrede, umspielt Prödl und geht alleine auf Wiese zu. Trockener Schuss aus 13 Metern ins linke untere Eck.

38., 3:0, Reus: Phänomenal! Ballverlust Werder. Neustädter schickt Herrmann auf links auf die Reise. Sokratis kann nicht mehr folgen, Prödl rückt rüber. Wiese verkürzt den Winkel - aber Herrmann hat den Kopf oben und legt rüber auf Reus, der aus sieben Metern ins leere Tor einschiebt.

51., 4:0, Reus: Arango führt einen Freistoß schnell aus. Wolf pennt, lässt Hanke laufen. Dessen Schuss aus 14 Metern pariert Wiese in die Mitte, wo Reus steht und den Ball aus 16 Metern ins linke Eck drückt.

53., 5:0, Arango: Herrmann zieht von halbrechts ab, wieder faustet Wiese direkt in die Mitte. Arango nimmt aus 16 Metern Maß und knallt den Ball mit dem linken Außenrist in den rechten Giebel.

58.: Bargfrede legt geschickt an den Elfer zurück auf Ignjovski. Dessen Schuss aus zehn Metern blockt Jantschke zur Ecke ab.

76., Gelb-Rot gegen Sokratis: Der Grieche ist im Laufduell gegen Herrmann mal wieder zu langsam und zerrt am Trikot. Harte, aber vertretbare Entscheidung.

Fazit: Ein ungleiches Duell. Gladbach in allen Belangen eine Klasse besser und auch in der Höhe der verdiente Sieger gegen eine enttäuschende Bremer Mannschaft.

Der Star des Spiels: Das Trio Reus-Herrmann-Arango eiferte dem DFB-Gegenstück Özil-Müller-Klose offenbar nach und zerschoss Bremen beinahe nach Belieben in seine Einzelteile. Die Geschwindigkeit von Reus und Herrmann war Bremen eine Stufe zu schnell, Arango war eine Reihe dahinter der Initiator etlicher Angriffe.

Der Flop des Spiels: Bremens Defensivverhalten - der gesamten Mannschaft. Die Viererkette war da nur das letzte Glied eines nicht funktionierenden Gesamtkonstrukts. Alle Feldspieler waren ausnahmslos meilenweit von ihrer Form entfernt, auch Torhüter Wiese sah bei einigen Gegentreffern nicht glücklich aus.

Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych hatte mit der fairen Partie wenige Probleme. Lag einmal bei Ignjovskis Chance kurz nach der Pause auf Anraten seiner Assistenten mit der Abseitsentscheidung falsch, hätte Bargfrede nach dessen hartem Einsteigen gegen Arango zwingend nachträglich mit Gelb verwarnen müssen (24.). Gelb-Rot gegen Sokratis war hart, aber den Regeln entsprechend.

Analyse: Energischer Beginn von beiden, danach legten die Gastgeber zwei Schippen drauf. Werder kam mit den variablen Rochaden der Gladbacher im Mittelfeld null klar, konnte die numerische Unterlegenheit der Raute gegen das Fünfer-Mittelfeld der Borussia nicht kompensieren.

So klafften immer wieder enorm große Lücken in der Defensive der Gäste, Bargfrede konnte den Raum alleine nicht zulaufen. Hunt und Fritz arbeiteten schlampig nach hinten, Arnautovic verspürte offenbar gar keine Lust auf Defensivarbeit.

Besonders Reus, der sich immer wieder tief fallen ließ, nutzte die ungewohnten Freiräume perfekt, Herrmann stieß an seiner Stelle immer wieder mit in die Spitze.

Nach dem 1:0 zerfiel Werder phasenweise in seine Einzelteile und wurde von Gladbach förmlich überrannt. Mit dem Drei-Tore-Rückstand zur Pause waren die Gäste sogar noch gut bedient, die Borussia spielte wie entfesselt.

Im Umschaltspiel die beste Gladbacher Halbzeit der Saison - auf der Basis eines perfekten Defensivkonstrukts, das exakt verschob und dem Gegner keine Lauf- und Passmöglichkeiten bis in die gefährliche Zone gewährte.

Nach der Pause flimmerte das Bremer Licht genau fünf Minuten, dann besorgte Reus den Gästen endgültig den Rest. Danach war Schaulaufen angesagt, mit Chancen auf beiden Seiten.

Der einzige kleine Lichtblick aus Bremer Sicht: Die Mannschaft ließ sich nicht komplett hängen. Mehr Positives gab's an diesem Nachmittag nicht zu berichten.

Gladbach - Bremen: Daten zum Spiel

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