Magath: "Mein bitterster Tag auf Schalke"

Von Stefan Rommel
Sonntag, 19.09.2010 | 19:20 Uhr
Dortmunder Jubeltraube nach dem 0:1: Torschütze Kagawa (verdeckt) feiert mit den Kollegen
© Getty
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Borussia Dortmund hat das 77. Bundesliga-Revierderby gegen den FC Schalke 04 mit 3:1 (1:0) gewonnen und die Königsblauen damit noch weiter in die Krise gestürzt. Nach der vierten Niederlage im vierten Spiel und dem schlechtesten Saisonstart aller Zeiten geht die Mannschaft von Trainer Felix Magath ganz schweren Zeiten entgegen.

Vor 60.000 Zuschauern in der nach dem Dortmunder Fan-Boykott nicht ganz ausverkauften Arena auf Schalke erzielte das 350.000-Euro-Schnäppchen Shinji Kagawa (19., 58.) und Robert Lewandowski (86.) die Tore für den BVB, der nach dem dritten Sieg in Folge auf Platz drei der Tabelle klettert.

Das erste Bundesligator von Klaas-Jan Huntelaar (89.) war nichts anderes als Ergebniskosmetik. Schalke bleibt als einzige Bundesligamannschaft ohne Punkt und ziert weiter das Tabellenende.

Nachbetrachtung:

Felix Magath hat sich beim abrupten Umbau der Mannschaft scheinbar deutlich schwerer verhoben als gedacht. Das Team hat keinerlei Struktur und ist trotz zahlreicher gestandener Spieler in seinen Reihen schon durch Kleinigkeiten völlig aus der Bahn zu werfen.

Dazu muss sich Magath auch Fehler bei der Auswahl und Aufstellung seiner Spieler nachsagen lassen. Jermaine Jones brauchte nach seiner langen Verletzungspause offenbar eine Auszeit - aber kann man einen aggressiven Spieler wie Jones ausgerechnet in einem Derby und mit dem Wissen um das Fehlen eines Anführers draußen lassen?

Wieso spielt Lukas Schmitz nicht an Stelle von Zugang Hans Sarpei, der bisher fast immer ran durfte, aber noch nie überzeugt hat? Die Spielmacherposition wird mit einem gelernten Stürmer besetzt (Raul), während die extra dafür verpflichteten Ciprian Deac und Jose Jurado entweder auf einer ungewohnten Position oder überhaupt nicht auflaufen...

Es wird langsam unruhiger werden auf Schalke und das ist wohl die beängstigendste Erkenntnis für Magath, der die darbenden Fans letzte Saison im Handstreich auf seine Seite gebracht hatte - und sie jetzt allmählich wieder zu verlieren droht.

Einen kleinen Lichtblick gibt es aber auch: Trotz null Punkten ist noch gar nicht so viel verloren. Auch die (vermeintliche) Konkurrenz ist teilweise schwerfällig aus den Startlöchern gekommen, der Punkteabstand ist noch moderat.

Borussia Dortmund dagegen durchläuft derzeit mit riesen Schritten mehrere Stufen des Reifungsprozesses. Anstatt, wie letzte Saison, eine Führung erstmal zu verwalten und dann am Ende doch noch zu verspielen, geht die Mannschaft jetzt weiter auf das zweite oder dritte Tor.

Und das in einem Offensivstil, der momentan seinesgleichen sucht. Dortmund ist derzeit wohl die spielstärkste Mannschaft der Liga.

Reaktionen:

Felix Magath (Trainer Schalke 04): "Das war mein bitterster Tag auf Schalke, keine Frage. Es ist sowieso einer der schlimmsten Tage, denn so ein Start mit vier Niederlagen habe ich auch noch nicht erlebt. Die Mannschaft hat von Anfang an die ganze Unsicherheit gezeigt, das war nicht vorherzusehen. Aus meiner Sicht haben wir noch in Lyon eine gute Leistung gebracht. Die Truppe war jetzt verunsichert, von Beginn an. Wir waren nie ein richtiger Gegner, weil wir durchgehend nicht an den Ball wollten und so nicht in das Spiel gekommen sind. Das war heute ganz klar ein nervliches Problem."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Das war ein perfekter Abend, was soll man anderes sagen? Das klingt total beschissen, aber unsere Chancenverwertung war nicht so gut, aber der Rest war gut. 3:1 ist ein Ergebnis, das den Spielverlauf gerecht wird und absolut verdient war. Das war für heute hochverdient. Das tut uns so gut, das kann sich keiner vorstellen."

Manuel Neuer (Kapitän Schalke 04): "Es war kein richtige Derby. Wir haben mutlos gespielt, wir waren nicht aggressiv. Durch Zweikämpfe holt man sich Selbstbewusstsein, aber es war klar, dass wir nicht mit breiter Brust ins Spiel auflaufen werden nach den Niederlagen zuvor. Wir haben uns keine Zweikämpfe erarbeitet und deshalb verdient verloren. Die Fans haben mehr von uns erwartet - es war ein Derby, aber wir haben es nicht als Derby gesehen. Es kam mir vor, als ob es ein Freundschaftsspiel gewesen wäre."

Benedikt Höwedes (Schalke 04): "Das war unterirdisch von uns. Wir stehen auf dem letzten Tabellenplatz - tiefer runter geht es nicht mehr."

Schalke - BVB: Das Spiel in der SPOX-Analyse

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