Van Gaals Griff in die Traditionskiste

Von Andreas Lehner
Sonntag, 18.10.2009 | 12:04 Uhr
Luca Toni in Aktion: Der Italiener war bei seinem Comeback schon fast wieder der Alte
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
La Liga
Sa23.12.
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
FIFA Club World Cup
Casablanca -
Urawa
FIFA Club World Cup
Gremio -
Pachuca
Coupe de la Ligue
Toulouse -
Bordeaux
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Die Verantwortlichen des FC Bayern München wollen Siege und eine Serie, Louis van Gaal will eine Mannschaft entwickeln. Das Spiel in Freiburg zeigte, dass van Gaal bereit ist, seinen Prozess etwas hinten anzustellen. Einen Fehler der Vergangenheit sollten die Münchner aber vermeiden.

Beim FC Bayern findet zurzeit eine Machtverschiebung statt. Anfang der Woche hatte Sportdirektor Christian Nerlinger eine klare Forderung an Trainer und Mannschaft gerichtet. Man wolle gerne mit Louis van Gaal langfristig zusammen arbeiten, aber jetzt müssen endlich auch die richtigen Ergebnisse her. Eine Aufgabe, die in den letzten drei Jahrzehnten eigentlich immer Uli Hoeneß zufiel.

Doch egal, wer die Worte spricht, der Inhalt ist entscheidend. Und das bedeutete, dass sie in München mit van Gaals Arbeit zufrieden sind, aber der Niederländer nur bei kurzfristigen Erfolgen in Ruhe seine Arbeit an der Mannschaft fortsetzen kann und zeigen darf, dass er das sich selbst verliehene Prädikat "Prozesstrainer" verdient.

Bayern war mal wieder Bayern

In Freiburg wurde klar: van Gaal hatte verstanden. Durch die vielen Verletzungen (Ribery, Robben, Olic) musste er von 4-3-3 auf 4-4-2 umstellen. Doch nicht das System, sondern der Auftritt der Bayern war bezeichnend. Van Gaal griff zwar nicht in die Trick- dafür aber in die Traditionskiste und zeigte, dass er seine Entwicklung erstmal hinter das Ergebnis stellte.

Und wie man im richtigen Moment an die richtigen Ergebnisse kommt, weiß man in München so gut wie nirgendwo anders in diesem Land. Also waren die Bayern mal wieder Bayern. Schon in der Vorbereitung auf das Spiel forderte Kapitän Mark van Bommel die alte Bayern-Arroganz, Bastian Schweinsteiger gar einen dreckigen Sieg.

Anti-van-Gaal-Fußball

Und beide bekamen, was sie wollten. Mit nahezu zynischem Anti-van-Gaal-Fußball gingen die Bayern die erste Halbzeit an, immer wieder flogen die langen Bälle übers Mittelfeld hinweg auf die beiden Mittelstürmer Miroslav Klose und Luca Toni.

Der Italiener durfte endlich mal wieder für die erste Mannschaft ran und machte das, was man von ihm kennt. Bälle abschirmen, Fouls ziehen, mit den Mitspielern und der restlichen Welt hadern und den Ball irgendwie Richtung Tor drücken. So entstand schließlich das 1:0 von Thomas Müller.

Nur selten spielten die Bayern so, wie es sich van Gaal vorstellt und wie es teilweise auch in den letzten Wochen funktioniert hatte, mit schneller präziser Ballzirkulation. Auch der nach seiner Zehenverletzung sofort wieder in die Startelf beförderte van Bommel offenbarte ungekannte Ungenauigkeiten im Passspiel. Aber der Niederländer war sofort wieder Chef und Antreiber, er dirigierte, organisierte und stopfte Löcher. "Toni und van Bommel haben ihre Aufgaben erfüllt", sagte van Gaal.

Van Gaal war "sehr böse"

Nach hinten ließen die Bayern so überhaupt nichts anbrennen, außer in der letzten Minute beim Gegentor durch Stefan Reisinger, worüber van Gaal "sehr böse" war.

Die Bayern kontrollierten das Spiel gegen einen ängstlich wirkenden Aufsteiger. Doch trotz fast 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit, wurden kaum brauchbare Torchancen herausgespielt. Erst nach dem kuriosen Eigentor durch Du-Ri Cha war die Messe sprichwörtlich gelesen. "Wir waren sehr gut organisiert, haben aber nicht Chancen kreiert. Das hätten wir gegen eine Mannschaft wie Freiburg besser machen können. Wir hätten etwas schneller die Seiten wechseln müssen", sagte van Bommel.

Es ist eine erste Entwicklungsstufe des Systems van Gaal, dass die Bayern hinten nicht mehr so anfällig sind und nicht jedes Spiel zum Abenteuer wird. Unter Klinsmann fehlte die Balance, fast jedes Spiel hätte durch die überbordende Offensive auch verloren werden können. Dieses Gefühl hat man bei der Mannschaft von van Gaal nicht mehr, zu ausgewogen, stabil und organisiert präsentiert sich das Team in der Defensive.

Hoeneß erdet Müller

In der Offensive half das Altbewährte, das nötige Glück und Thomas Müller. Dem war von Joachim Löw unlängst eine Nominierung für die nächsten Länderspiele in Aussicht gestellt worden. Grund genug für Hoeneß zu zeigen, dass es mit der Machtverschiebung doch noch nicht so weit ist.

"Kaum schießt jemand drei Tore, wird schon nach der Nationalmannschaft gerufen. Früher musste man ein Jahr so spielen, um nominiert zu werden", sagte Hoeneß und legte nach: "Man sollte die Kirche doch mal im Dorf lassen. Die Nationalmannschaft ist gut genug, um ohne Thomas Müller eine WM zu bestreiten."

Spagat zwischen Ergebnissen und Entwicklung

Und weil Hoeneß einfach Hoeneß ist und sein Wort doch noch etwas mehr Gewicht hat, als das von Nerlinger, erneuerte er die Forderung des Sportdirektors: "Jetzt geht es bis Weihnachten richtig los. Wir müssen jetzt anfangen, eine Serie zu starten."

Fast dieselben Worte wählte der Manager auch vor einem Jahr, als die Bayern einen glücklichen Sieg in Karlsruhe holten. Die Klinsmann-Bayern verloren bis zur Winterpause kein Spiel mehr, die Entwicklung der Mannschaft blieb aber auf der Strecke.

Diesen Spagat muss van Gaal nun besser hinkriegen. Die baldige Rückkehr von Ribery und Robben darf ihn durchaus positiv stimmen.

Breno wird im Winter wohl ausgeliehen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung