Der Teufel steckt in der Mitte

Von Thomas Gaber
Samstag, 15.08.2009 | 23:42 Uhr
Noch im Hintergrund: Anatolij Tymoschtschuk sucht noch nach seiner Rolle beim FC Bayern
© Imago
Advertisement
A-League
Live
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)

Der FC Bayern München offenbarte beim 1:1 gegen Werder Bremen Probleme auf den Positionen im zentralen Mittelfeld. Mit Jose Ernesto Sosa fiel schon der zweite Zehner durch und Franck Ribery spielt lieber links. Zudem ist die Versetzung des Verteidigungsministers arg gefährdet.

Anatolij Tymoschtschuk wollte nur noch weg. Strammen Schrittes ließ er die versammelte Journaille im Bauch der Allianz Arena rechts liegen. Seine abwinkende Geste bedeutete: heute keine Interviews.

Wirklich weit kam der Ukrainer aber nicht. Am Ende der Mixed Zone wartete eine japanische Gang. Martin Hägele, beim FC Bayern für die Kooperation mit Asien zuständig, warf sich Tymoschtschuk in die Bahn. Die Kids waren auf Einladung des FC Bayern aus Fernost angereist und waren bestens ausgerüstet. Fotoapparat, Papier und Bleistift. Ein paar Erinnerungsfotos mit und ein paar Unterschriften von den Stars aus Europa sollten es dann schon sein.

Tymoschtschuk ließ alles über sich ergehen und konnte auch wieder ein bisschen lächeln. Leicht gequält, aber immerhin. In den 90 Minuten gegen Werder Bremen hatte der 11-Millionen-Einkauf wenig Grund zur Freude.

Bayern gegen Bremen: Das Remis in der SPOX-Analyse

Blasses Pflichtspiel-Debüt

Tymoschtschuk durfte sich als Vertreter des verletzten Kapitäns Mark van Bommel im defensiven Mittelfeld versuchen. Dieser Versuch scheiterte. Mit van Bommel fehlte der Chef, Tymoschtschuk bekam die Vertreter-Rolle nicht auf die Reihe. 72 Ballkontakte sind für den Spieler auf der Sechser-Position zu wenig.

In Bayerns Rautensystem hat der Spieler vor der Abwehr eine Schlüsselrolle. Er ist erste Anspielstation der Abwehr beim Spielaufbau. Er ist Stratege und Ballverteiler. Und er ist der Spieler, der beim Ballbesitz des Gegners die Defensivarbeit im Mittelfeld koordiniert und verhindern soll, dass Löcher entstehen.

Tymoschtschuk war mit dieser Aufgabe überfordert. Er fing gut an, wie die gesamte Bayern-Mannschaft. Auch wenn Louis van Gaals Einschätzung, sein Team habe die ersten 30 Minuten "hervorragend gespielt", übertrieben ist. Doch mit zunehmender Spieldauer baute Tymoschtschuk ab. In der Entstehung des Bremer Führungstreffers machte er gleich zwei Fehler. Erst grätschte er nach Mesut Özils Finte gegen Danijel Pranjic ins Leere, dann entließ der den Deutsch-Türken alleine in den Strafraum.

Anpassungsprobleme unübersehbar

"Er ist ein guter Spieler und ein Musterprofi. Er wird sich durchsetzen", sagte Alexander Borodjuk, Co-Trainer der russischen Nationalmannschaft vor Saisonbeginn im Gespräch mit SPOX.

Die erste Chance, van Bommels Platz auf Dauer einzunehmen, hat er allerdings nicht genutzt. Der Ukrainer hat noch deutlich sichtbare Anpassungsprobleme. Als Hamit Altintop bei einer vielversprechenden Konter-Situation den an der Strafraumgrenze freistehenden Tymoschtschuk übersah und stattdessen den Ball im Eins-gegen-Eins vertändelte, reagierte er zu brav. Tymoschtschuk ist kein Lautsprecher, aber Altintop hätte einen verbalen Einlauf verdient gehabt. Van Bommel hätte das gemacht, der Ukrainer beließ es bei einer defensiven Handbewegung.

Der selbst ernannte Verteidigungsminister sagte in seiner ersten Pressekonferenz als Bayern-Spieler Anfang Juli selbstbewusst, dass er sich in seiner bisherigen Karriere überall durchgesetzt habe und sich in jedem System wohl fühle. Die Sechser-Position in der Raute ist für ihn aber eine neue Erfahrung. Bei Zenit St. Petersburg spielte er im 4-3-3, in der ukrainischen Nationalmannschaft 4-4-2 mit flacher Vier oder 4-5-1.

Den Stab über Tymoschtschuk nach einem Spiel zu brechen, wäre unfair. Aber er muss sich deutlich steigern für einen echten Konkurrenzkampf mit van Bommel. Er hat nicht mehr viel Zeit, am nächsten Samstag in Mainz muss er Chef sein und das Spiel prägen.

Der zweite Zehner fällt durch

Tymoschtschuk ist aber nicht der einzige Spieler, der van Gaal Kopfzerbrechen bereitet. Die Wechselspielchen des Trainers auf der Zehner-Position haben ihn bislang keinen Zentimeter weitergebracht. In Hoffenheim spielte Alexander Baumjohann, gegen Bremen war der Ex-Gladbacher nicht mal im Kader.

Jose Ernesto Sosa war mal wieder an der Reihe. Aber der Argentinier blieb einmal mehr seine Daseinsberechtigung beim FC Bayern schuldig. Sosa wurde in der 62. Minute von Franck Ribery ersetzt. Der Franzose ist van Gaals Wunschspieler auf der Zehn, er hat das System wegen ihm gewählt. Ribery akzeptiert seine neue Rolle - mehr aber auch nicht: "Ich bin erstmal froh, dass ich wieder spielen kann. Die Position ist neu für mich, aber es ist ok. Eigentlich spiele ich lieber auf links."

Van Gaal mit Ribery nicht zufrieden

Gegen Werder zog es ihn immer wieder auf die linke Außenbahn. Van Gaal findet das nicht verwerflich, er räumt seinem Star die nötigen Freiheiten ein. Zufrieden war er mit Riberys Comeback nicht. "Man hat gesehen, dass er noch keinen Rhythmus hat. Er hatte eine sehr gute Aktion, hat aber auch einige Bälle verloren."

Auf van Gaal, Ribery und den Rest der Bayern-Mannschaft kommt in den nächsten Wochen viel Arbeit zu. Vor allem auf den beiden Positionen im zentralen Mittelfeld.

Bayern - Bremen: Daten & Fakten

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung