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FC Bayern: Rafinha in Tränen - Arjen Robben würde auch gegen FCB jubeln

Von SPOX
Arjen Robben und Rafinha haben gemeinsam sechs Meistertitel beim FC Bayern gefeiert.

Nach Franck Ribery haben sich auch Arjen Robben und Rafinha auf einer Pressekonferenz des FC Bayern offiziell verabschiedet. Wo die beiden Routiniers in Zukunft spielen wollen, verrieten sie nicht. Für Robben kommt offenbar auch das Karriereende infrage.

"Die einfachste Entscheidung wäre, aufzuhören. Das ist auch eine Option", sagte Robben, hielt sich jedoch alle Alternativen offen. Das Gesamtpaket müsse stimmen.

Sollte Robben in Zukunft gegen den FC Bayern spielen, würde er sogar gegen seinen Ex-Klub jubeln. "Jeder muss das selbst entscheiden, ob er jubeln will oder nicht. Ich halte das für Blödsinn nicht zu jubeln, du gibst schließlich auch alles für deinen neuen Verein", erklärte Robben.

Das sollte jedoch nicht seine Dankbarkeit für den deutschen Rekordmeister schmälern. Er bezeichnete den Wechsel zum FC Bayern als besten und wichtigsten Transfer seiner Karriere. Vor allem seine Beziehung zu den Fans sei ganz besonders. "Oft sind es ganz persönliche Momente, kleine Gespräche im Vorbeigehen oder ein Brief, das ist das Schönste. Das bedeutet mir fast mehr als Titel", sagte Robben.

Rafinha mit Tränen in den Augen: "Es geht um Freundschaft"

Deutlich emotionaler wurde es bei der Verabschiedung von Rafinha. Mit Tränen in den Augen bedankte er sich beim Verein und seinen Mitspielern. Manuel Neuer, Franck Ribery, Thiago, David Alaba, Thomas Müller und Robert Lewandowski besuchten die Presskonferenz mit dem Brasilianer.

"Keiner weiß, was bei uns abläuft. Es geht nicht immer um den Titel oder Pokale, sondern es geht um Freundschaft. Ich spiele schon so lange mit diesen Jungs zusammen. Diese Verbundenheit ist das Geheimnis für unseren Erfolg. Meine Mutter weiß, dass ich für eine solche Atmosphäre kämpfe. Das ist mein Geheimnis", sagte Rafinha.

Bayern-PK mit Arjen Robben und Rafinha im Liveticker zum Nachlesen

  • Robben über seine Zukunfts-Gedanken: "Ich bin immer ziemlich offen und ehrlich. Es gibt noch keine Tendenzen. Ich bin aufgrund meiner Verletzung schon ziemlich spät dran. Meine Frau würde es auch schon gerne wissen, das können Sie mir glauben. Aber ich merke, dass es mir schwerfällt. Die einfachste Entscheidung wäre, aufzuhören. Das ist auch eine Option. Aber ob es das wird? So gibt es viele Faktoren und das Paket muss stimmen. Ich hoffe, dass ich mich in den nächsten Wochen entscheiden werde."
  • Robben über seinen Wechsel zum FC Bayern: "Ich bin dem Verein sehr, sehr dankbar. Für mich haben der Trainer und Mark van Bommel eine große Rolle gespielt. Der Verein hat mir so ein gutes Gefühl gegeben. Sie haben gesagt, dass sie mich brauchen. Das ist so schön. Das war mein wichtigster Schritt meiner Karriere, der beste Transfer."
  • Robben über das Spiel gegen Frankfurt: "Ich habe sowas schon einmal erlebt. Ich habe mein letztes Spiel für die Nationalmannschaft gemacht. Das war gegen Schweden. Du bist voller Adrenalin, du willst es allen nochmal zeigen. Ich habe jetzt schon ein kribbliges Gefühl."
  • Robben über mögliche Tore gegen die Bayern in der Zukunft: "Wenn es ein Verein sein wird, der gegen Bayern spielen muss, habe ich damit keine Probleme. Jeder muss das selbst entscheiden, ob er jubeln will oder nicht. Ich halte das für Blödsinn nicht zu jubeln, du gibst schließlich auch alles für deinen neuen Verein. Dann müsstest du dem Trainer sagen, er soll dich nicht aufstellen."
  • Robben über zwischenzeitliche Wechselabsichten (vor allem 2012): "Diese Überlegungen gab es so konkret nie. Ich habe mich schnell auf die neue Saison konzentriert. Man merkte sofort diese Jetzt-erst-recht-Einstellung bei jedem."
  • Robben über seine Torausbeute beim FC Bayern: "Ich muss mir das mit den 98 Toren seit ein paar Wochen anhören. Vielleicht knacke ich noch die 100 Tore."
  • Robben über seine Mentalität: "Du kriegst nichts geschenkt in deiner Karriere, wenn du nicht dafür lebst und alles dafür tust, erfolgreich zu sein. Es gibt viele, die genauso hart arbeiten. Aber jeder ist auch anders. Jeder bereitet sich auf andere Art und Weise vor. Ich habe meine Struktur, meine Disziplin und ich fühle mich wohl dabei. Ich weiß, was ich machen muss. Viele, auch Mitspieler, sagen, ich sei verrückt, weil ich so viel mache. Aber dann bin ich eben gerne verrückt. Ich merke, dass noch richtig viel geht, wenn ich fit bin, auch auf höchstem Niveau. Das macht mich glücklich."

Arjen Robben über seine Beziehung zu den Fans: "Bedeutet mir mehr als Titel"

  • Robben über seine Beziehung zu den Fans: "Das ist noch immer die schönste Wertschätzung, die man bekommen kann. Das geht über Titel hinaus. Oft sind es ganz persönliche Momente, kleine Gespräche im Vorbeigehen oder ein Brief, das ist das Schönste. Das bedeutet mir fast mehr als Titel. Das kann man nach zehn Jahren auf jeden Fall mitnehmen."
  • Robben über die Entwicklung des FC Bayern: "Ich glaube, es ging nur bergauf. Man muss nur die Statistik anschauen. Aber auch insgesamt ist der Verein gewachsen, auch weltweit. Ich glaube, darüber kann man nur positiv reden. Wir haben sehr gute Leute im Verein, die werden das auch in Zukunft weiter vorantreiben."
  • Robben über Ribery: "Es bleibt eine großartige Freundschaft. Es wurde immer ein bisschen mehr aus unseren Streitereien gemacht als es der Fall war. Es gab einen großen Knall, aber danach war unsere Verbindung wahrscheinlich noch stärker. Es hat direkt im ersten Spiel Klick gemacht. Ich hatte mit ihm viel Spaß auf dem Platz."
  • Robben über seine verschossenen Elfmeter und den Gamewinner ein Jahr darauf: "Jeder kennt diese Geschichte. Das ist das Schöne am Sport. Darüber kann man ein Buch schreiben. Nach einer großen Enttäuschung geht es weiter, nach einem großen Erfolg aber auch. Du willst immer mehr, mehr Titel. Dafür lebst du als Profi."

Robben: Wechsel zum FC Bayern "ein kleiner Rückschritt"

  • Robben über das enge Titelrennen: "Ich habe sowas einmal mit PSV erlebt. Wir spielten am letzten Spieltag auswärts bei meinem Ex-Verein Groningen. Wir brauchten einen Punkt, Groningen brauchte einen Punkt für den Klassenerhalt. Wir spielen 0:0. Das war ein schöner Moment."
  • Robben über seinen Ehrgeiz: "Ich bin davon überzeugt, dass ich ohne diese Mentalität nicht so weit gekommen wäre."
  • Robben über seine Ankunft beim FC Bayern: "Ich habe nicht mit einer solchen Karriere hier gerechnet. Man kann auch nicht von so etwas ausgehen. Damals hat es sich wie ein kleiner Rückschritt angefühlt. In dem Moment war Bayern in Europa nicht so stark. Mein Ziel war der Champions-League-Titel. Damals sah es nicht so gut aus. Aber im ersten Jahr sind wir direkt überraschend weit gekommen. In diesen zehn Jahren hat der Verein eine hervorragende Entwicklung gemacht und ich bin stolz, ein Teil davon gewesen zu sein."
  • Robben über seine Zukunft: "Ich bin wirklich im Hier und Jetzt. Mein Fokus richtet sich im Moment nur auf Samstag. Natürlich spreche ich mit meiner Familie und meiner Frau über die Zukunft. Aber ich habe noch immer keine Entscheidung getroffen, ob ihr das glaubt oder nicht."
  • Robben über ein mögliches Zusammenspiel mit Ribery, das zum Tor führt: "Das wäre natürlich ein Traum. Ich habe das Spiel am Samstag im Kopf schon dreimal durchgespielt. Das wäre natürlich der absolute Hammer."
  • Robben über einen möglichen Startelfeinsatz im Pokalfinale: "Es geht jetzt erstmal um Samstag. Ich bin noch überhaupt nicht mit dem Pokalfinale beschäftigt. Es geht um Samstag, das wird ein ganz besonderes Spiel."
  • Arjen Robben über seine Zeit beim FC Bayern: "Wenn die Zeit schnell vergeht, ist es immer ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass man sich wohlfühlt und Spaß hat."

Rafinha über sein Erfolgsgeheimnis, seine Mitspieler und seine Zukunft

  • Rafinha verabschiedet sich: "Vielen Dank für alles! Ich hoffe wir beenden die Saison mit zwei Titeln!"
  • Rafinha über seine Mutter und seine Mitspieler (mit Tränen in den Augen): "Sie hat mir vorhin erst geschrieben. Sie hat zur mir gesagt, ich soll dankbar sein: 'Sag dem Verein immer Danke, sag deinen Mitspielern Danke.' Sie hat mich nie für den besten Fußballer gehalten. Für meine Familie war es immer wichtig, dass es bei meiner Mannschaft läuft, denn dann war auch ich glücklich. Deshalb soll ich immer Danke sagen. Keiner weiß, was bei uns abläuft. Es geht nicht immer um den Titel oder Pokale, sondern es geht um Freundschaft. Ich spiele schon so lange mit diesen Jungs zusammen. Diese Verbundenheit ist das Geheimnis für unseren Erfolg. Meine Mutter weiß, dass ich für eine solche Atmosphäre kämpfe. Das ist mein Geheimnis."
  • Rafinha über seine Zukunft: "Ich konzentriere mich auf die Spiele, die wir noch haben. Dann gehe ich mit meiner Familie nach Brasilien und wir werden entscheiden, wie es weitergeht."
  • Rafinha über seinen Zwist mit Felix Magath: "Ich wollte zu Bayern kommen. Er meinte, ich kann überall hingegen außer zu Bayern. Wir hatten ein wenig Stress. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Aber wenn wir uns treffen sollten, gerne."
  • Rafinha über sein schönstes Tor: "Das war in der Champions League gegen Villarreal. Ich habe meinen Gegenspieler noch getunnelt und das das Tor gemacht. Das war wohl mein schönster Treffer."
  • Rafinha über seinen Reifeprozess: "Wenn man jung ist, macht man Fehler. Ich bin auch beim FC Bayern zweimal zu spät gekommen. Thomas Müller hält mir das immer noch vor. (lacht) In Deutschland herrscht eine andere Disziplin als in Brasilien."
  • Rafinha über seine Rolle als Joker: "Ich wollte immer spielen. Aber mit Philipp und David war das immer nicht einfach. Jetzt spiel Joshua super. Aber ich bin immer noch da und habe viele Spiele gemacht. Aber es war gut. Ich habe immer meine Leistung gebracht. Ich habe immer 100 Prozent gegeben. Ich bin nicht nur der nette Kerl, das bin ich auch, aber ich war immer voll motiviert."
  • Rafinha über Stress in der Bayern-Familie: "Das kam vor, klar. Das gehört dazu. Wir müssen immer gewinnen. Ein Unentschieden ist immer eine Niederlage."
  • Rafinha über seine Teamkollegen: "Wir sind eine Familie. Wir kennen uns sehr gut. Mit Manuel spiele ich schon seit mehr als zehn Jahren zusammen."
  • Rafinha über seine Karriere und sein Highlight: "Ich hatte nicht gedacht, dass ich so lange in Deutschland bleibe. Ich kam mit 18 Jahren zu Schalke. Das war schwer für mich, andere Sprache, anderes Klima. Aber mittlerweile bin ich deutsch. 2013 war natürlich besonders für uns."
  • Rafinha über seine Zeit beim FC Bayern und seine Zukunft: "Die Zeit hier war schön. In den acht Jahren hatte ich sehr viele schöne Momente. Ob ich nach Brasilien gehe oder hier in Europa bleibe, entscheide ich nach der Saison."

Bayern-PK mit Arjen Robben und Rafinha - vor Beginn

Vor Beginn: Gleichzeitig geht es für die Münchner im Fernduell mit dem BVB noch um die Meisterschale. Für Rafinha wäre es der siebte Meistertitel, für Robben sogar der achte.

Vor Beginn: Am Samstag könnten die beiden im Duell mit Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr im LIVETICKER) zum letzten Mal in der Allianz Arena spielen.

Vor Beginn: Die Pressekonferenz mit Arjen Robben und Rafinha beginnt um 13.30 Uhr an der Säbener Straße.

Arjen Robben und Rafinha beim FC Bayern: Die Bilanz

BilanzArjen RobbenRafinha
im Verein seitAugust 2009Juli 2011
Spiele307266
Tore1436
Assists10129
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