Fussball

FC Bayern München - Karl-Heinz Rummenigge: "Es bestand Explosionsgefahr"

Von SPOX
Karl-Heinz Rummenigge ist Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern.

Karl-Heinz Rummenigge hat verdeutlicht, wie kritisch die Lage beim FC Bayern München nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf in der Hinrunde der vergangenen Saison war. Gleichzeitig plädierte er für mehr Ruhe beim deutschen Rekordmeister und sprach über die Bedeutung von nationaler Konkurrenz.

"An diesem Samstag bestand in der Kabine Explosionsgefahr", sagte der Vorstandsvorsitzende im Sport1-Interview: "Wir haben dann aber richtig entschieden, indem wir alle nach Hause gefahren sind und uns erst am Montag darüber beratschlagt haben, wie wir mit der Situation umgehen. Es wurde dann intern Klartext gesprochen."

Während in der Öffentlichkeit ein Rauswurf von Trainer Niko Kovac als denkbar galt, entschied man sich beim FC Bayern, "gemeinsam die Kurve" zu kriegen. "Uns war klar: Es muss jetzt sofort eine Reaktion der Mannschaft kommen - in Form von Ergebnis und Spielkultur. Glücklicherweise ist dieses Kalkül aufgegangen", so Rummenigge.

Die Münchner starteten eine Siegesserie und legten so den Grundstein dafür, dass man den Neun-Punkte-Rückstand auf den damaligen Spitzenreiter Borussia Dortmund in einen Vorsprung ummünzte und die siebte Meisterschaft in Folge einfuhr.

Die Situation zeige, dass dem Klub "ein Stück Gelassenheit und Rationalität manchmal auch gut zu Gesicht steht". Auch wenn er "natürlich mit Wallungen und Emotionen kocht", erklärte Rummenigge.

Karl-Heinz Rummenigge hofft auf starke Liga-Konkurrenz

Grundsätzlich hofft der 63-Jährige darüber hinaus, dass die nationale Konkurrenz um den BVB, RB Leipzig und Bayer Leverkusen noch stärker als zuletzt wird. Nur dann könne man einen erneuten "Nightmare" im europäischen Vergleich verhindern.

Er stellte klar: "So etwas sollten wir uns alle ersparen, denn das wäre für das Image und die Finanzen der Bundesliga kontraproduktiv. In dieser Saison muss das besser werden und da hilft Qualität auf dem Platz. Außerdem sage ich immer: Wir haben alle - auch Bayern München - ein Interesse an Konkurrenzkampf."

Um in der Champions League eine tragende Rolle spielen zu können, muss der FCB wohl noch auf dem Transfermarkt aktiv werden. Kovac forderte noch vier neue Spieler, vor allem in der Offensive sieht er Handlungsbedarf.

Dass die Münchner weder bei Callum Hudson-Odoi noch bei Leroy Sane oder Ousmane Dembele Vollzug melden konnten, brachte den Verantwortlichen zuletzt Kritik ein. Vor allem die Arbeit von Sportdirektor Hasan Salihamidzic wird dabei in den Medien hinterfragt.

Kritik, die Rummenigge nicht nachvollziehen kann: "Ich glaube jedenfalls, dass man ihn nicht unterschätzen sollte. Wenn er loslegt und Fährte aufgenommen hat, dann lässt er nicht so einfach locker. Dabei begleiten wir ihn, denn der Transfermarkt muss ja auch in einen finanziellen Kontext passen."

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