Fussball

Trauer in Hannover und Nürnberg - VfB atmet durch

Von SPOX
Thomas Doll ist mit Hannover 96 aus der Bundesliga abgestiegen.

Hannover und Nürnberg steigen wie erwartet in die Zweite Liga ab, trotzdem fließen Tränen. Nun sollen bei beiden Klubs neue Trainer und Sportdirektoren kommen. Stuttgart muss in der Relegation nachsitzen.

 

Am 23. Und 27. Mai trifft der VfB auf den Dritten der Zweiten Liga, danach ist die Mission von Interimscoach Nico Willig beendet. Nachfolger soll Tim Walter von Holstein Kiel werden.

Auch in Nürnberg und Hannover sieht alles nach einem Trainerwechsel aus. Zudem werden auch neue Sportdirektoren für den Neuanfang gesucht.

Hannover 96: Thomas Doll vor dem Abschied

"Es werden viele, viele Veränderungen stattfinden", sagte Hannovers Trainer Thomas Doll nach dem wertlosen 3:0 gegen den SC Freiburg. Er selbst sei "in diesem Moment wirklich der Unwichtigste von allen". Nicht nur er wisse allerdings, "dass man nicht so viele Argumente hat, wenn man wenig Punkte holt und am Ende absteigt".

Für den Ex-Nationalspieler, der das Team im Januar von Andre Breitenreiter übernommen hatte, war es der erste Abstieg in seiner Trainerlaufbahn. "Es ist ein ganz trauriger Moment. Wir sind runter und das tut echt weh", sagte Doll. Doch unterm Strich, gestand der 53-Jährige, "haben wir ein paar Punkte zu wenig geholt".

Seit dem 15. Spieltag standen die Niedersachsen auf einem Abstiegsplatz, danach holte 96 lediglich elf Punkte. "Letztlich war es auch eine Qualitätsfrage", gab Torwart Michael Esser zu, der vermutlich den Klub verlassen wird. "Es ist ein extrem beschissenes Gefühl."

1. FC Nürnberg Rekord-Absteiger

Insgesamt war es bereits der sechste Bundesliga-Abstieg, nur Arminia Bielefeld (7) und Mitabsteiger 1. FC Nürnberg ist das öfter passiert.

Für den Club bedeutete das 0:4 zu Hause gegen Mönchengladbach bereits den neunten Abstieg aus dem Oberhaus. "Das ist ganz, ganz bitter und trifft uns alle sehr", sagte Verteidiger Georg Margreitter mit hängendem Kopf.

Danach flossen bei zahlreichen Spielern die Tränen, als die treuen Anhänger "You'll never walk alone" anstimmten. "Das die Fans nach so einer durchwachsenen Saison noch so hinter uns stehen, ist überraschend und beeindruckend. Das war Gänsehaut pur", erklärte Margreitter. "Jeder hat Blut geleckt. Ein Verein wie der Club wird sich nie damit zufrieden geben, 2. Liga zu spielen."

Nürnberg: Canadi Kandidat als Trainer - Hermann Sportdirektor?

Der neue Sportvorstand Robert Palikuca plant daher bereits die sofortige Rückkehr und setzt dabei offenbar nicht mehr auf Trainer Boris Schommers, der im Februar Christian Köllner abgelöst hatte.

Der Österreicher Damir Canadi vom griechischen Erstligisten Atrimotos Athen gilt als Topkandidat, auch der ebenfalls beim 1. FC Köln gehandelte Achim Beierlorzer von Zweitligist Jahn Regensburg wird genannt.

Als künftiger Sportdirektor ist Peter Hermann im Gespräch. Der 67-Jährige ist aktuell noch Assistent beim FC Bayern. Palikuca bezeichnete Hermann als "interessanten Mann".

VfB Stuttgart erreicht das Minimalziel

In Stuttgart gibt es im Ex-Dortmunder Sven Mislintat seit kurzem wieder einen Sportdirektor. Konkret wird er den nötigen Umbruch des VfB aber erst nach der Relegation angehen können, wenn die Ligazugehörigkeit feststeht.

Immerhin wurde das Minimalziel Platz 16 aber dank des 3:0 gegen den VfL Wolfsburg, der immerhin noch Chancen auf die Champions-League-Teilnahme besitzt, erreicht. "Die Erleichterung ist groß", sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. "Die Mannschaft hat erkannt, dass Kampf und Leidenschaft über allem stehen."

Daher erklärte Trainer Willig, der wieder in den VfB-Nachwuchsbereich rückt: "Wir brauchen Top-Leistungen, um unser großes Ziel zu erreichen."

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