Fussball

VfB Stuttgart und Tayfun Korkut vor Düsseldorf-Duell: Von Druck keine Spur

SID
Tayfun Korkut ist Trainer beim VfB Stuttgart.
© getty

Druck? "Den sehe ich nicht", sagt Tayfun Korkut. Doch obwohl sich der Trainer des VfB Stuttgart nach außen hin betont gelassen gibt, weiß er sehr wohl um die brenzlige Situation. Am Freitag (20.30 Uhr im Liveticker) soll, ja muss gegen den widerspenstigen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf endlich der erste Sieg her.

Aus im DFB-Pokal bei Drittligist Hansa Rostock, nur ein Punkt aus drei Bundesliga-Spielen und Platz 16 - da kann man schon von Druck reden. Noch halten die legendären "Bruddler" auf der Haupttribüne der Mercedes-Benz Arena zwar still. Sollte der lang ersehnte Dreier aber auch gegen die gut gestartete Fortuna (vier Punkte, Rang acht) nicht gelingen, könnte die Stimmung in Cannstatt kippen.

Korkut will nach dem phasenweise ordentlichen 3:3 im Baden-Württemberg-Derby beim SC Freiburg "den nächsten Schritt" von seiner Mannschaft sehen. Sie soll "den Punkt mit einem Sieg veredeln". Dazu bedarf es wohl einer weiteren starken Leistung von Ex-Nationalspieler Mario Gomez, der im Breisgau doppelt getroffen hatte.

"Wenn wir Mario in diese Situationen bringen, ist er da", lobte Korkut seinen Mittelstürmer. Dieser hat in seiner Karriere übrigens gegen alle aktuellen Bundesligisten getroffen - außer gegen Düsseldorf. Sollte er seine Sammlung am Freitag mit einem Treffer komplettieren, würde er in der "ewigen" Schützenliste mit Ex-Kölner Hannes Löhr auf Rang elf (166 Tore) gleichziehen.

Gomez sieht beginnend mit dem Düsseldorf-Spiel wegweisende Begegnungen auf den VfB zukommen. Bis zur Länderspielpause im Oktober spielen die Schwaben danach noch in Leipzig, gegen Bremen und in Hannover - alles Gegner, bei denen Gomez die Chance auf Punkte sieht, wie er sagte.

VfB Stuttgart: Michael Reschke wart vor Fortuna Düsseldorf

Doch schon gegen Düsseldorf werde es schwierig, warnte Sportvorstand Michael Reschke. Der Aufsteiger werde "Beton anrühren". Korkut erwartet daher "ein Geduldsspiel". Gut möglich, dass er deshalb seine vielfach kritisierte, eher defensive Anfangsformation überdenken wird. Chadrac Akolo etwa empfahl sich in Freiburg nach seiner Einwechslung für mehr.

Dass er zu defensiv spielen lasse, weist Korkut aber ohnehin zurück. "Wir denken immer offensiv, aber eben auch defensiv", sagt er. Und: "Auch sechs Stürmer sind keine Garantie für Tore."

Pikant: Mit Matthias Zimmermann, dem zuvor bereits an die Fortuna verliehenen Jean Zimmer und Marcin Kaminski stellen sich dem VfB drei Spieler entgegen, die im Sommer die Seiten gewechselt hatten. Zumindest Zimmermann ging nicht ganz freiwillig und hegt Revanchegelüste. Mit Korkut oder seinen Ex-Kollegen habe er zwar kein Problem, sagte er der Rheinischen Post, "ich will aber gerne Herrn Reschkes Gesicht sehen, wenn wir gewinnen".

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