Fussball

Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich über seine Schwalbe: "Spott und Häme sind berechtigt"

Von SPOX
Heiko Herrlich nach seiner Schwalbe gegen Gladbach

Heiko Herrlich hat in einem Interview mit der Bild noch einmal über seine Schwalbe im DFB-Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach gesprochen. Der Trainer von Bayer Leverkusen ist zudem froh darüber, nicht auf Platz zwei in der Bundesliga zu überwintern.

Herrlich wollte beim knappen Sieg in Gladbach kurz vor Schluss an der Seitenlinie einen Einwurf verzögern und fiel nach minimaler Berührung mit Dennis Zakaria theatralisch hin.

"Ich habe mich sofort entschuldigt und zum Ausdruck gebracht, dass es mir leid tut. Auch ich mache Fehler", so Herrlich nun. "Natürlich habe ich viele Nachrichten mit der Szene aufs Handy geschickt bekommen. Mein Sohn Finn hat zu mir gesagt: 'Papa, das war peinlich!' Klar, das hätte mir nie passieren dürfen. Spott und Häme sind berechtigt."

Die Befürchtung, dass sich diese Episode negativ auf ihn auswirken wird, hat Leverkusens Trainer aber nicht: "Das kann ich nicht beurteilen. Mir ist wichtig zu betonen, dass ich lediglich das schnelle Ausführen des Einwurfs verhindern wollte. Schon das war nicht richtig. Und es war dämlich, nicht stehen geblieben zu sein."

Trotz dieser Peinlichkeit ist bei Bayer jedoch alles im Lot. Unter Herrlich erlebte die Werkself einen Aufschwung und schloss die Hinrunde auf Platz vier ab. Seit 14 Pflichtspielen ist Leverkusen bereits ungeschlagen.

Herrlich ist froh, nicht Bayern-Jäger zu sein

"Jeder weiß, wo der Verein im Sommer nach der vergangenen Saison stand", erklärt Herrlich. "Der Anspruch von Bayer 04 und von uns als Mannschaft ist auch klar. Wir wollen zurück ins internationale Geschäft. Wir haben eine ordentliche bis gute Entwicklung genommen. Wir sind Vierter. Verrückt, dass wir jetzt auf Platz zwei wären, wenn wir statt 4:4 zu spielen in Hannover gewonnen hätten. Mit ist das aber nicht unrecht."

Der Grund: "Dann hätte man die ganze Winterpause nur davon gesprochen, dass wir die Bayern-Jäger wären, gegen die wir ja zum Rückrunden-Start spielen. Doch so weit sind wir noch nicht. Das hat man in vielen Situationen gesehen, in denen wir das Spiel nicht für uns entschieden haben. Aber ich glaube, dass das alles bei uns in eine gute und gesunde Richtung geht."

Zum Auftakt ins neue Jahr trifft Leverkusen am Freitag, den 12. Januar, auf Herbstmeister Bayern München.

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