Beckenbauer sieht schwarz

HSV-Abstieg hätte gravierende Folgen

SID
Dienstag, 14.04.2015 | 16:07 Uhr
Franz Beckenbauer fürchtet die Folgen eines HSV-Abstiegs
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Für einen kurzen Augenblick verlor Olaf Scholz seine hanseatische Zurückhaltung. Als DOSB-Präsident Alfons Hörmann zu einem Abgesang auf den taumelnden Hamburger SV anzusetzen drohte, fiel ihm Hamburgs Erster Bürgermeister entschlossen ins Wort. "Noch ist es nicht gelaufen, es wird noch gut gehen", rief Scholz bei der Hamburger Soiree.

Während die Politik um ihr sportliches Aushängeschild zittert, rechnet die Wirtschaft bereits die möglichen Folgen des Horror-Szenarios durch: Der erste Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitglieds würde die Elbmetropole empfindlich treffen. Und auch eine Ikone des deutschen Fußballs mit Hamburger Vergangenheit würde erheblich leiden.

Von 1980 bis 1982 trug Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer das Trikot des HSV. Nun stellte der 69-Jährige seinem Ex-Klub ein vernichtendes Zeugnis aus. "Ich sehe keinen Punkt, der Hoffnung macht", sagte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft beim Camp Beckenbauer am Dienstag.

Er sei "todunglücklich", aber "wenn ich mir den HSV jetzt anschaue, dann sehe ich überhaupt keine Anhaltspunkte, wie diese Mannschaft in der Liga bleiben kann".

Verlust von bis zu 50 Millionen Euro?

Mit dem bitteren Gang ins Unterhaus des deutschen Fußballs ginge ein erheblicher Image-Verlust einher. "Eigentlich muss der Verein erstklassig sein und regelmäßig europäisch spielen, um ein internationaler Botschafter der Stadt Hamburg zu sein", sagte Jörn Arfs von der Handelskammer Hamburg dem SID.

Unmittelbare Einbußen befürchten die Experten vor allem in Merchandising, Gastronomie, Einzelhandel und Hotelgewerbe. Laut einer im Hamburger Abendblatt veröffentlichten Rechnung des Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) könnten der Stadt bis zu 50 Millionen Euro netto im Jahr verloren gehen, wenn der HSV und auch noch der ebenfalls gefährdete Zweitligist FC St. Pauli absteigen würden.

Auch der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 ist die schwere Krise des einstigen Vorzeigeklubs HSV wenig zuträglich. Die Präsenz von Profisportvereinen habe für die nachhaltige Vermarktung als Sportstandort eine wichtige Bedeutung, erklärte HWWI-Direktor Henning Vöpel dem Blatt: "Hamburgs mutmaßlicher Konkurrent Boston etwa wird im Zusammenhang mit Sport stark über die Celtics, die Bruins und die Red Sox wahrgenommen."

Derby ist richtungsweisend

Der HSV droht dagegen vom internationalen Fernsehbild zu verschwinden. Für die 2. Liga interessieren sich in China, den USA oder am Persischen Golf nur absolute Freaks.

Kein Wunder, dass auch DOSB-Präsident Hörmann dem Traditionsklub aus der deutschen Kandidatenstadt für 2024 die Daumen drückt und die Entwicklung "durchaus mit Schmerzen" verfolgt.

Der 54-Jährige verwies bei der Soiree aber auch auf die "Chance, einfach mal eine Zäsur zu vollziehen und mal ganz vieles grundsätzlich infrage zu stellen. Aus der Krise kann ja oftmals auch die große Chance entwickelt werden", so Hörmann bei der Abendveranstaltung.

An ein mögliches Untergangsszenario mag in der Hansestadt jedoch noch kaum jemand denken. Die 1. Liga gehört zu Hamburg wie der Fischmarkt, der Michel oder die Alster.

Spieler sollen Charakter zeigen

Doch angesichts des Sturzes auf den letzten Tabellenplatz und der großen Unruhe rund um das Team von Acht-Spiele-Trainer Peter Knäbel nimmt die Hoffnung von Tag zu Tag ab. Das Nordderby am kommenden Sonntag (15.30 Uhr im LIVE-TICKER) bei Werder Bremen ist richtungweisend.

"Es ist eine Frage an den Verein und vor allen Dingen an die Spieler, jetzt Charakter zu zeigen", sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann. Und sprach vielen Hanseaten aus der Seele: "Ich kann und will mir Hamburg ohne den HSV in der Bundesliga nicht vorstellen."

Dass will sich auch Helmut Bohnhorst nicht ausmalen. Der niedersächsische Agrarunternehmer hat bereits im März, wie am Dienstag bekannt wurde, für vier Millionen Euro HSV-Anteile von 1,5 Prozent erworben, "um ein Zeichen zu setzen." Bleibt fraglich, ob die HSV-Profis dieses Investment auch als Zeichen erkennen...

Der Hamburger SV im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung