Freitag, 12.12.2014

Tauziehen mit Leverkusen um Kramer

Eberl gibt auf: "Realität ist eine andere"

Borussia Mönchengladbach zieht im Kampf um Leihspieler Christoph Kramer offenbar den Kürzeren. Der Weltmeister steht vor seiner Rückkehr zu Stammverein Bayer Leverkusen, Fohlen-Manager Max Eberl hat kaum noch Hoffnung auf eine feste Verpflichtung Kramers.

Max Eberl glaubt nicht an eine Weiterverpflichtung von Christoph Kramer über diese Saison hinaus
© getty
Max Eberl glaubt nicht an eine Weiterverpflichtung von Christoph Kramer über diese Saison hinaus

Seit Mittwoch scheint der Zug für die Borussia im Tauziehen um Kramer wohl endgültig abgefahren. In der "Sport Bild" sprach der 23-Jährige von einer Rückkehr zu Bayer und einem "überzeugenden Konzept". Mönchengladbachs monatelanger Kampf um den am Niederrhein zum Nationalspieler gereiften Mittelfeldmann ist wohl verloren.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist ein ganz platter Spruch, aber das ist eben so. Wir kennen die Situation", so Eberl nun im "WAZ"-Interview. "Leverkusen wird einen Spieler wahrscheinlich nicht zu einem direkten Konkurrenten abgeben, schon gar nicht zum Schnäppchenpreis. Und ich sehe uns nicht so weit entfernt von Leverkusen."

Kramer, in Leverkusen ausgebildet und noch bis 2017 unterm Bayer-Kreuz vertraglich gebunden, wird demnach im Sommer nach zwei Jahren Leihe die Fohlen wieder verlassen. Der Spieler selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt seine Rückkehr zu Bayer in Frage gestellt und betont, selbst entscheiden zu wollen.

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"Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es in die andere Richtung geht"

Doch selbst wenn Kramer diesen Wunsch weiter befeuern würde, sieht Eberl kaum eine Chance. "Wenn es denn so wäre, dass Chris bleiben möchte und dann utopische Summen aufgerufen werden würden, dann könnten wir es auch nicht stemmen. Die Wahrscheinlichkeit ist schon groß, dass es in die andere Richtung geht", so der Manager.

"Ich kann die Hoffnung haben, die Realität ist eine andere", gab sich Eberl frei von Illusionen. Trotzdem betonte der 41-Jährige, im Ernstfall weiter kämpfen zu wollen: "Wenn Chris sagt, er möchte bleiben, werden wir natürlich reagieren und einen Versuch starten."

Christoph Kramer im Steckbrief

Marco Nehmer

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