Mittwoch, 03.12.2014

Im Schatten der Stars - von der Jugend bis zur 2. Mannschaft

Sorgenkind der Knappenschmiede

Schalkes zweite Mannschaft torkelt dem Abstieg entgegen, die Lage wird immer bedrohlicher. Die Bayern entwickeln einen neuen Linksverteidiger und Paderborn will einen zweifelhaften Titel los werden.

Trainer Jürgen Luginger steht mit der königsblauen U23 in der Regionalliga schlecht da
© getty
Trainer Jürgen Luginger steht mit der königsblauen U23 in der Regionalliga schlecht da
Schalke, Logo, Wappen

Schalke 04: Die Lage ist bedrohlich

Bereits Ende Oktober hatte Nachwuchsdirektor Oliver Ruhnert gewarnt - und nach dem Abschluss der Vorrunde steht die U 23 der Knappen in der Regionalliga West tatsächlich auf einem bedrohlich schlechten 16. Platz. Lediglich die Sportfreunde Siegen und Neuling Hennef 05 konnte Schalkes zweite Mannschaft nach der Hälfte der Saison hinter sich lassen. 13 Punkte aus 17 Spielen sind ein erschreckender Wert, der die Abstiegsangst auf Schalke weiter schürt. Vor der Saison hatten sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, die U 23 von Trainer Jürgen Luginger schrittweise zu verjüngen, um mit einer U 21 in der Liga zu bestehen. Ein Vabanquespiel wie sich jetzt herausstellt. "In dieser Phase der Saison sind es keine Anlaufschwierigkeiten mehr, sondern ernsthafte Proble­me", gab Ruhnert schon vor wenigen Wochen zu. "Wir haben mit der U 23 ein Sor­genkind." Die Probleme in punkto Einstellung und Mentalität der zweifellos talentierten Mannschaft haben weder der Trainer noch die Verantwortlichen der Knappenschmiede bisher beheben können, das 2:0 gegen Neuling FC Kray vor zwei Wochen war der einzige Sieg aus den letzten zwölf Partien. Ein durchaus möglicher Abstieg würden unter Umständen die Diskussionen um den Sinn oder Unsinn einer Abmeldung der zweiten Mannschaft vom Spielbetrieb neu entfachen...

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Frankurt, Logo, Wappen

Eintracht Frankfurt: Trainerwechsel ohne Wirkung

Mit einer knappen Pressemitteilung machte die Eintracht vor wenigen Tagen von sich reden. "Das Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt reagiert auf die angespannte sportliche Situation und hat sich von seinem bisherigen Coach der U 19, Daniyel Cimen, getrennt. Auch sein Co-Trainer Christos Arnautis wird nicht mehr auf der Trainerbank der A-Junioren sitzen. Nachwuchs-Cheftrainer Alexander Schur und Videoanalyst Patrick Glöckner werden ab sofort die Geschicke der U 19 leiten", hieß es darin. Schur und Glöckner waren bis zum Sommer als Trainergespann der abgemeldeten U 23 aktiv. Der im Jugendfußball eher ungewöhnliche Vorgang, sich wegen fehlender sportlicher Erfolge von seinem Trainerteam zu verabschieden, zeigt nochmal deutlich die prekäre Lage bei der Eintracht auf. Ein Abstieg des ältesten Jahrgangs und damit unmittelbaren Zulieferers der Talente für die Profis wäre fatal - angesichts sechs Punkten aus zwölf Spielen, dem vorletzten Tabellenplatz und einem Rückstand von acht Punkten auf das rettende Ufer aber ein ziemlich wahrscheinliches Szenario. Der Trainerwechsel hatte jedenfalls nicht den gewünschten kurzfristigen Effekt: Im Kellerduell gegen Greuther Fürth setzte es für die Eintracht-Bubis eine satte 1:4-Heimklatsche.

FSV Mainz 05, Logo

FSV Mainz: Dank Fünferpack auf Tuchfühlung

Das Verfolgerduell gegen den Karlsruher SC sollte für die U 19 richtungsweisend werden. Und der Mainzer Nachwuchs unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen, in diesem Jahr in die Halbfinals einziehen zu wollen. Mit 7:3 gelang auswärts ein Kantersieg und zugleich der höchste der Saison. Bis auf zwei Punkte hat sich Mainz nun an Tabellenführer Hoffenheim herangeschoben, die ersten beiden Teams der Südstaffel ziehen in dieser Saison ins Semifinale um die deutsche Meisterschaft ein. Der Sieg beim KSC war für Angreifer Heinz Mörschel so etwas wie ein Erweckungserlebnis. In den elf Spielen davor traf Mörschel lediglich zweimal. Und dann in Karlsruhe fünfmal innerhalb von 45 Minuten. Zwischen der 20. und 65. Minute schnürte Mörschel seinen Fünferpack, katapultierte sich in der Torjägerliste auf Tuchfühlung zu den Top-Torjägern der Liga und hat in der internen Torjägerliste nun Tom Schmitt überholt. Mörschel ist als hängende Spitze oder im Mainzer 4-2-3-1 als alleiniger Angreifer einsetzbar und trotz seiner Jugend körperlich schon sehr weit. Der 1,90-Meter-Schlacks gehört in Sandro Schwarz' Truppe sogar noch dem jüngeren Jahrgang an, Mörschel feierte im August erst seinen 17. Geburtstag.

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