Die Stimmen zum 7. Spieltag

Favre: "Das ist ein Skandal"

SID
Sonntag, 05.10.2014 | 20:25 Uhr
Lucien Favre war mit dem Elfmeterpfiff nicht wirklich einverstanden
© getty
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Pierre-Michel Lasogga zeigt sich von der Kritik von Uli Stein unbeeindruckt, Jürgen Klopp schätzt die Situation des BVB realistisch ein und Pep Guardiola findet lobende Worte für seine Mannschaft. Lucien Favre hadert mit einer Entscheidung des Schiedsrichter. Die Stimmen zum 7. Spieltag.

Borussia Dortmund - Hamburger SV

Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV) zur Kritik von Uli Stein: "Ich kenne diese Person gar nicht. Dass Leute meinen Namen in den Mund nehmen, um sich in der Öffentlichkeit wichtig zu machen, interessiert mich nicht. Was er sagt, juckt mich gar nicht."

Josef Zinnbauer (Hamburger SV): "Die Mannschaft hat gefightet und das, was sie die letzten drei Spiele schon angedeutet hat, heute umgesetzt. Die Jungs ziehen seit Wochen mit, wir haben heute vielleicht das Glück gehabt, was wir letzte Woche gegen Frankfurt nicht hatten. Man sieht, dass die Mannschaft immer mehr einen Schritt nach vorne macht."

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Ich kann jetzt nicht so tun, als würde ich mich wie im Abstiegskampf fühlen. Fakt ist, wir stehen unten in der Tabelle und das ist bei all unseren Ambitionen und Zielen viel zu wenig. Den Schuh ziehe ich mir natürlich an."

Bayern München - Hannover 96

Pep Guardiola (Bayern München): "Wir sind sehr zufrieden heute. Das Wichtigste aber ist, dass wir in jedem Spiel ein bisschen besser spielen. Es ist ein gutes Ergebnis, wir haben vier Tore geschossen, wir haben noch mehr Chancen kreiert. Auch unsere Spielweise war gut. Wir haben die letzten, zwei oder drei Wochen besser gespielt. Wir sind zu viel gelaufen mit dem Ball. Du kannst nicht gut spielen, wenn du zu viel läufst. Wir müssen auf unsere Positionen bleiben und den Ball laufen lassen.

Tayfun Korkut (Hannover 96): "Nicht nur Hannover 96 tut sich hier schwer. Wir hatten schon auch eine Idee. Die ist sehr schnell durch die frühen Tore über den Haufen geworfen worden. Der FC Bayern ist sehr dominant, das ist einfach Fakt. Aber wir hatten schon vor, defensiv stabil zu stehen, deswegen haben wir auch mit einer Fünferkette gespielt. Wir hatten schon auch vor zu kontern. Aber die frühen Tore haben das alles verhindert."

Bayer Leverkusen - SC Paderborn

Roger Schmidt (Bayer Leverkusen): "Das war für uns ein sehr schwieriges Spiel. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass die Beine etwas müde waren und wir auch im Kopf müde waren. Wir waren bei den Kontern der Paderborner in der Abwehr nicht so konsequent wie gewohnt. Positiv war, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit besser reingekommen ist. Es war aber nicht immer schlau und intelligent wie wir gespielt haben. Aber am Ende muss man das Ergebnis positiv bewerten."

André Breitenreiter (SC Paderborn): "Meine Mannschaft hat eine beeindruckende Leistung geboten. Wir waren sehr diszipliniert, taktisch gut und sehr zweikampfstark. Wir haben auch in Unterzahl gekämpft wie die Löwen. Das sind für uns keine verlorenen zwei Punkte, sondern ein gewonnener Punkt. Wir haben aus unseren Bonusspielen vier Punkte mitgenommen, damit muss man sehr zufrieden sein."

Werder Bremen - SC Freiburg

Robin Dutt (Werder Bremen): "Ich bin natürlich nicht zufrieden mit dem Unentschieden. Wir hatten viele Torchancen, haben sie aber nicht genutzt. Das ist sehr, sehr ärgerlich. Wir haben nicht gut angefangen. Da hat man gemerkt, dass es um sehr viel geht. Meine Jungs wollten das Spiel dann unbedingt noch gewinnen und haben alles gegeben. Denn uns war klar: Ein Punkt reicht nicht."

Christian Streich (SC Freiburg): "Für uns ist das 1:1 am Ende in Ordnung. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann nach der Führung aber zu viele Zweikämpfe verloren. Am Ende hat Werder einen enormen Druck gemacht, und wir hatten nicht mehr die Ruhe und die Kraft, unsere Konter vernünftig zu setzen."

1899 Hoffenheim - Schalke 04

Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Schalke ist besser ins Spiel gekommen. Mit zunehmender Spieldauer sind wir besser reingekommen. Das Spiel war offen in der ersten Halbzeit, aber wir haben die Dinger reingemacht. In der zweiten Hälfte haben wir unheimlich stabil gespielt."

Jens Keller (Schalke 04): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Wir hatten nach einer Minute eine Hunderprozentige, die man auch mal machen kann. So gut wir nach vorne waren, so schlecht waren wir aber gleichzeitig nach hinten. In der zweiten Hälfte haben wir es nicht mehr geschafft, Druck auszuüben."

Horst Heldt (Schalke 04): "Es ist keine Konstanz bei uns drin. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Auf gute Ergebnisse folgen Enttäuschungen und unnötige Niederlagen. Das geht so nicht weiter, das müssen wir abstellen!"

Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln

Thomas Schaaf (Eintracht Frankfurt): "Es war ein unterhaltsames Spiel, es ging hin und her. Wir sind froh, dass wir schon soviele Punkte geholt. Wir wissen aber auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."

Peter Stöger (1. FC Köln): "Wir haben ein ordentliches Fußballspiel gemacht. Es ist bitter, wenn man sehr einfache Gegentore bekommt. Es war heute viel mehr drin."

Wolfsburg - Mainz

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Eine gewisse Müdigkeit ist nach den letzten englischen Wochen einfach da. Da fehlt die Frische. Deshalb war es gut, dass zur Pause die Null stand. Nach der Pause haben wir es aber sehr gut gemacht."

Markus Weinzierl (Trainer FC Ausgburg): "Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben drei, vier hundertprozentige Torchancen gehabt und hätten zumindest unentschieden spielen müssen."

Klaus Allofs (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg): "Die Mannschaft hat am Donnerstag einen riesigen Aufwand betrieben, das hat man heute gemerkt. Als Mannschaft war das heute aber absolut in Ordnung, so hatte ich mir das vorgestellt."

Naldo (VfL Wolfsburg): "Das ist nicht normal, dass ein Innenverteidiger dribbelt und mit nach vorne geht. Aber ich habe das schon bei Werder Bremen immer versucht. Wir haben einen guten Kader und müssen weiter Schritt für Schritt nach vorne gehen."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Wir sind natürlich alle enttäuscht. Wenn wir in Führung gehen, dann wäre viel mehr drin gewesen. Wir hätten mindestens unentschieden spielen müssen und dürfen auf keinen Fall verlieren. Der Gegner hat eine Torchance genutzt, deshalb haben wir verloren.."

Tobias Werner (FC Augsburg): "Es war kein hochklassiges Spiel, sondern viel Kampf und Krampf. Die Leidenschaft hat gestimmt, aber fußballerisch können wir das sicher besser lösen. Glückwunsch an Wolfsburg, die es routiniert zu Ende gespielt haben. Für uns ist das natürlich ärgerlich."

Gladbach - Mainz

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach) zum Handelfmeter: "Das ist für mich ein Skandal, diese Regel hilft dem Fußball nicht. Das ist kein Fußball. Die Leute, die diese Regel gemacht haben, die haben nie in ihrem Leben Fußball gespielt."

Julian Korb (Borussia Mönchengladbach) zum Handelfmeter: "Es war keine Absicht, und ich weiß nicht, wohin ich den Arm tun soll."

Kasper Hjulmand (Trainer Mainz 05): "Wir sind sehr zufrieden. Mönchengladbach ist eine der beste Mannschaften in Deutschland. Es ist schwierig, hier zu spielen. Die ersten Minuten waren nicht gut, dann wurde es besser und besser. Am Ende hatten wir natürlich auch etwas Glück. Aber man muss kämpfen, um Glück zu haben. Wir sind auf einem guten Weg, der Punkt ist sehr wichtig. Ich muss meine Spieler loben."

Der 7. Spieltag der Bundesliga im Überblick

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