Bayern-Präsident unter Verdacht der Steuerhinterziehung

Uli Hoeneß droht Medien mit Klagen

SID
Montag, 22.04.2013 | 12:44 Uhr
Uli Hoeneß erstattete wegen eines Schweizer Kontos Selbstanzeige im Januar
© getty
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Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich nach Bekanntwerden seiner Steuer-Affäre wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Nicht zur eigentlichen Sache, aber zu diversen anderen Themen: Von seinen Ämtern will er nicht zurücktreten, am Dienstag gegen den FC Barcelona werde er im Stadion sein und einige Medien sollten sich auf Klagen gefasst machen.

Das Wenige, was Uli Hoeneß seit dem Bekanntwerden seiner Steueraffäre gesagt hat, klingt nach Entschlossenheit. Nein, er werde als Aufsichtsrat des FC Bayern nicht zurücktreten, hat er wissen lassen. Ja, kündigte er an, "gegen Barcelona bin ich auch wieder im Stadion". Und, übrigens: Einige Medien würden schon in Bälde Post von seinen Anwälten bekommen, wegen der "Exzesse" in ihrer Berichterstattung.

Auch dem "Münchner Merkur" teilte Hoeneß noch am Sonntag mit, er werde erst mal "einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere". Verstecken will er sich allerdings nicht. Am Samstag, beim Bundesliga-Spiel des FC Bayern in Hannover (6:1), fehlte er - doch das war angeblich so geplant. Am Dienstag, beim Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona (20.30 Uhr im LIVE-TICKER), komme er selbstverständlich, hat er gesagt. Business as usual.

Sollte Hoeneß am Montag Zeitung gelesen haben, hätte er einen ganzen Kanon an neuen Bezeichnungen für sich entdecken können.

Ein "Vorbild a.D." sei er jetzt, so titelte selbst die ihm nahestehende "Süddeutsche Zeitung". Er sei nun "als Präsident nicht mehr haltbar", kommentierte die "Südwestpresse" aus Ulm, seiner Heimatstadt. Und die "Nürnberger Nachrichten", größte Zeitung am Ort der Bratwurstfabrik von Hoeneß, schrieben vom "Absturz eines Moralapostels".

"Abteilung Attack" wieder geöffnet

Hoeneß allerdings scheint bereit zu kämpfen. Aus den wenigen Aussagen ist herauszuhören, dass die "Abteilung Attacke" keineswegs geschlossen wird wegen dieser ganzen Angelegenheit, die er ja durch seine Selbstanzeige womöglich selbst ins Rollen gebracht hat - oder vielleicht auch nur beschleunigt. "Sie können sich vorstellen", hat er der "SZ" gesagt, "dass mir vieles auf Zunge liegt." Im "Merkur" ließ er wissen, einige Medien werde er nun verklagen.

Unklar bleibt damit einstweilen, wie viel und was Hoeneß nun hinterzogen hat. Nach Informationen der "SZ" hat Hoeneß auf dem Konto in der Schweiz bereits versteuertes Geld gelagert, was er dem Fiskus in Deutschland vorenthielt, war die Kapitalertragssteuer darauf.

Nach der Selbstanzeige soll er drei Millionen Euro an Steuern plus Zinsen nachbezahlt haben. Dies ließe auf Gewinne von sechs Millionen Euro und ein Vermögen von 18 bis 20 Millionen Euro schließen.

Bundesliga übt sich in Zurückhaltung

Während derzeit vor allem Oppositions-Politiker landauf, landab über den CSU-nahen Hoeneß wettern, hält sich die Bundesliga vornehm zurück. Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sagte, er schätze Hoeneß als Person viel zu sehr, als dass diese Geschichte daran etwas ändern werde.

Allerdings: Weil Hoeneß ein Vordenker der Bundesliga war und der personifizierte FC Bayern ist, könnten auch beide Institutionen am Ende ein wenig beschädigt dastehen.

Am Montag hat sich auch Bundeskanzlerin Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert geäußert und Hoeneß kritisiert. Viele Menschen seien jetzt enttäuscht von Uli Hoeneß. "Die Bundeskanzlerin gehört auch zu diesen Menschen", sagte Seibert.

Hoeneß schließt Rücktritt aus

Angela Merkel habe großen Respekt vor dem sozialen Engagement des Bayern-Präsidenten. Nun sei aber eine "traurige Facette" hinzugekommen. Steuerhinterziehung sei ohne jeden Zweifel ein schweres Delikt.

An einen Rücktritt als Aufsichtsrat bei Bayern München denke er nicht, sagte Hoeneß zu "Sport Bild plus". Das heißt: Er sieht keinen Grund, als Präsident des FC Bayern zurückzutreten. Der Präsident des "e.V." ist de facto auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der FC Bayern AG.

In diesem Aufsichtsrat ist Hoeneß umgeben von Vorständen, die große DAX-Konzerne (u.a. adidas, Deutsche Telekom) leiten, es sitzt darin etwa auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Börse München.

Korrekte Selbstanzeige?

Fachleute gehen davon aus, dass sich die Affäre noch ein halbes Jahr hinziehen wird. Zu klären wäre zunächst, ob die Selbstanzeige von Hoeneß erstens vollständig war und zweitens zu einem Zeitpunkt erfolgte, zu dem seine Tat noch nicht entdeckt worden war.

Erweist sich die Selbstanzeige von Hoeneß am Ende tatsächlich als korrekt, wird das Verfahren, das die Staatsanwaltschaft München II im Januar eingeleitet hat, wieder eingestellt.

Fans stehen zu "unserem Uli"

Ein bisschen Spannung verspricht zunächst, wie die Anhänger des FC Bayern Hoeneß am Dienstag empfangen. Wenn die Radio-Morningshows in München, die am Montag selbstverständlich alle Hoeneß zum Thema hatten, ein Indikator sind, stehen viele Fans fest zu "unserem Uli".

Er habe "alles für diesen Verein getan hat", betonte ein Anrufer um halb acht Uhr bei "Radio Energy", man könne doch einen mutmaßlichen Steuersünder nicht "mit Mördern oder Kinderschändern" vergleichen.

Uli Hoeneß im Steckbrief

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