Uli Hoeneß droht Medien mit Klagen

SID
Montag, 22.04.2013 | 12:44 Uhr
Uli Hoeneß erstattete wegen eines Schweizer Kontos Selbstanzeige im Januar
© getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
DAZN lässt die Freestyler um die WM kämpfen
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich nach Bekanntwerden seiner Steuer-Affäre wieder öffentlich zu Wort gemeldet. Nicht zur eigentlichen Sache, aber zu diversen anderen Themen: Von seinen Ämtern will er nicht zurücktreten, am Dienstag gegen den FC Barcelona werde er im Stadion sein und einige Medien sollten sich auf Klagen gefasst machen.

Das Wenige, was Uli Hoeneß seit dem Bekanntwerden seiner Steueraffäre gesagt hat, klingt nach Entschlossenheit. Nein, er werde als Aufsichtsrat des FC Bayern nicht zurücktreten, hat er wissen lassen. Ja, kündigte er an, "gegen Barcelona bin ich auch wieder im Stadion". Und, übrigens: Einige Medien würden schon in Bälde Post von seinen Anwälten bekommen, wegen der "Exzesse" in ihrer Berichterstattung.

Auch dem "Münchner Merkur" teilte Hoeneß noch am Sonntag mit, er werde erst mal "einige Wochen ins Land ziehen lassen, ehe ich mich äußere". Verstecken will er sich allerdings nicht. Am Samstag, beim Bundesliga-Spiel des FC Bayern in Hannover (6:1), fehlte er - doch das war angeblich so geplant. Am Dienstag, beim Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona (20.30 Uhr im LIVE-TICKER), komme er selbstverständlich, hat er gesagt. Business as usual.

Sollte Hoeneß am Montag Zeitung gelesen haben, hätte er einen ganzen Kanon an neuen Bezeichnungen für sich entdecken können.

Ein "Vorbild a.D." sei er jetzt, so titelte selbst die ihm nahestehende "Süddeutsche Zeitung". Er sei nun "als Präsident nicht mehr haltbar", kommentierte die "Südwestpresse" aus Ulm, seiner Heimatstadt. Und die "Nürnberger Nachrichten", größte Zeitung am Ort der Bratwurstfabrik von Hoeneß, schrieben vom "Absturz eines Moralapostels".

"Abteilung Attack" wieder geöffnet

Hoeneß allerdings scheint bereit zu kämpfen. Aus den wenigen Aussagen ist herauszuhören, dass die "Abteilung Attacke" keineswegs geschlossen wird wegen dieser ganzen Angelegenheit, die er ja durch seine Selbstanzeige womöglich selbst ins Rollen gebracht hat - oder vielleicht auch nur beschleunigt. "Sie können sich vorstellen", hat er der "SZ" gesagt, "dass mir vieles auf Zunge liegt." Im "Merkur" ließ er wissen, einige Medien werde er nun verklagen.

Unklar bleibt damit einstweilen, wie viel und was Hoeneß nun hinterzogen hat. Nach Informationen der "SZ" hat Hoeneß auf dem Konto in der Schweiz bereits versteuertes Geld gelagert, was er dem Fiskus in Deutschland vorenthielt, war die Kapitalertragssteuer darauf.

Nach der Selbstanzeige soll er drei Millionen Euro an Steuern plus Zinsen nachbezahlt haben. Dies ließe auf Gewinne von sechs Millionen Euro und ein Vermögen von 18 bis 20 Millionen Euro schließen.

Bundesliga übt sich in Zurückhaltung

Während derzeit vor allem Oppositions-Politiker landauf, landab über den CSU-nahen Hoeneß wettern, hält sich die Bundesliga vornehm zurück. Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sagte, er schätze Hoeneß als Person viel zu sehr, als dass diese Geschichte daran etwas ändern werde.

Allerdings: Weil Hoeneß ein Vordenker der Bundesliga war und der personifizierte FC Bayern ist, könnten auch beide Institutionen am Ende ein wenig beschädigt dastehen.

Am Montag hat sich auch Bundeskanzlerin Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert geäußert und Hoeneß kritisiert. Viele Menschen seien jetzt enttäuscht von Uli Hoeneß. "Die Bundeskanzlerin gehört auch zu diesen Menschen", sagte Seibert.

Hoeneß schließt Rücktritt aus

Angela Merkel habe großen Respekt vor dem sozialen Engagement des Bayern-Präsidenten. Nun sei aber eine "traurige Facette" hinzugekommen. Steuerhinterziehung sei ohne jeden Zweifel ein schweres Delikt.

An einen Rücktritt als Aufsichtsrat bei Bayern München denke er nicht, sagte Hoeneß zu "Sport Bild plus". Das heißt: Er sieht keinen Grund, als Präsident des FC Bayern zurückzutreten. Der Präsident des "e.V." ist de facto auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der FC Bayern AG.

In diesem Aufsichtsrat ist Hoeneß umgeben von Vorständen, die große DAX-Konzerne (u.a. adidas, Deutsche Telekom) leiten, es sitzt darin etwa auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Börse München.

Korrekte Selbstanzeige?

Fachleute gehen davon aus, dass sich die Affäre noch ein halbes Jahr hinziehen wird. Zu klären wäre zunächst, ob die Selbstanzeige von Hoeneß erstens vollständig war und zweitens zu einem Zeitpunkt erfolgte, zu dem seine Tat noch nicht entdeckt worden war.

Erweist sich die Selbstanzeige von Hoeneß am Ende tatsächlich als korrekt, wird das Verfahren, das die Staatsanwaltschaft München II im Januar eingeleitet hat, wieder eingestellt.

Fans stehen zu "unserem Uli"

Ein bisschen Spannung verspricht zunächst, wie die Anhänger des FC Bayern Hoeneß am Dienstag empfangen. Wenn die Radio-Morningshows in München, die am Montag selbstverständlich alle Hoeneß zum Thema hatten, ein Indikator sind, stehen viele Fans fest zu "unserem Uli".

Er habe "alles für diesen Verein getan hat", betonte ein Anrufer um halb acht Uhr bei "Radio Energy", man könne doch einen mutmaßlichen Steuersünder nicht "mit Mördern oder Kinderschändern" vergleichen.

Uli Hoeneß im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung