Schneckenrennen um Europa

Wie Fahren im Kreis

Von SPOX
Montag, 22.04.2013 | 15:02 Uhr
Gemächlich steuern Gladbach und der HSV auf eine mögliche Europapokalteilnahme zu
© getty
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Der Kampf um die internationalen Plätze spitzt sich auf den ersten Blick weiter zu. Tatsächlich hat sich auch nach 30 Spieltagen kein Klub nachhaltig für einen Platz in der Champions-League-Qualifikation oder in der Europa League empfehlen können. Die angebliche Dramatik wirkt wie aufgesetzt.

Der Spielplan hat den beiden Anwärtern den amtierenden und entthronten Meister serviert, die Bayern und Borussia Dortmund. Diese spielen diese Saison bekannterweise in ihrer eigenen Liga, also standen die Chancen zumindest auf einen Teilerfolg ziemlich schlecht.

Die Anwärter rücken zusammen

Wenigstens hier beweisen zwei Teams aus dem überfüllten Mittelmaß der Liga eine gewisse Stringenz. Mainz hat aus den letzten fünf Spielen zwei Punkte geholt, Hannover aus den letzten sieben deren fünf.

Immerhin reduziert sich die Zahl derer, die sich ein bemerkenswertes Schneckenrennen um die internationalen Plätze liefern, auf fünf Klubs.

Der 30. Spieltag hat die Konstellation in der Tabelle dahingehend verändert, dass nun sogar alle fünf noch dichter zusammengerückt sind und veritable Chancen auf die Champions League haben. Die Königsklasse, den wichtigsten Vereinswettbewerb der Welt.

Und das spricht entgegen einiger anderer Meinungen nicht für die Qualität der Liga. Die endlose Geschichte nimmt sich lediglich eine nächste Fahrt im Kreis, die Dramatik wirkt aufgesetzt.

Zu wenig Konstanz

Borussia Mönchengladbach hat in dieser Saison noch kein einziges Mal zwei Spiele in Folge gewonnen. Vielleicht klappt es nach dem 1:0 gegen Augsburg nun kommende Woche beim VfL Wolfsburg ja mal. Trainer Lucien Favre hat den Weggang seiner Achse (Dante-Neustädter-Reus) immer noch nicht in dem Maße kompensieren können, dass man der Borussia Ausgewogenheit attestieren könnte. Immerhin bieten die Heimauftritte jetzt eine gewisse Routine, zuletzt wurde viermal in Folge 1:0 gewonnen. Und kleine Fortschritte sind auch im Spiel der Mannschaft zu erkennen.

Der Hamburger SV ist die Unkonstante schlechthin, mit einem Spektrum vom 4:1 in Dortmund bis hin zum 2:9 bei den Bayern - flankiert von ihren kleinen Brüdern: Einem 3:1 gegen Schalke und einem 1:5 in Hannover. Trainer Thorsten Fink hat mit einer Randnotiz nach der anderem zu kämpfen, manche macht er sich auch selbst. Wie eklatant das Gefälle selbst in einer Partie sein kann, bewies der Auftritt gegen Düsseldorf eindrucksvoll.

Eine ganz starke Anfangsphase mit zwei Toren und einem zu vermutenden ruhigen Nachmittag wich nach der Pause ängstlicher Hektik. Und das nur, weil Aufsteiger Düsseldorf plötzlich die gegnerische Spielhälfte für sich entdeckte. Dass dem HSV lächerliche zwei Punkte auf Platz vier fehlen, mutet nicht nur eigenartig an. Es ist eigenartig.

Warten auf Fehler der anderen

Man kann nicht gleich von spanischen Verhältnissen sprechen, nur weil sich mit den Bayern und Dortmund zwei Klubs real-barcaesk vom großen Rest abgesetzt haben. Denn dafür müssten die Teams dahinter auch noch so etwas wie Konstanz und überdurchschnittliches Können mitbringen. Zunächst national, später dann international.

Da hat die Bundesliga in den letzten zehn Jahren aber ziemlich versagt, selbst mit deutlich besser austarierten Teams als den derzeitigen Anwärtern.

Dass der Vergleich mit der Primera Division in der Beziehung gewaltig hinkt, zeigt der Vergleich: So stellte Spanien mit drei verschiedenen Klubs - Valencia, Sevilla und Atletico Madrid - die Hälfte aller Europa-League-Sieger der letzten Dekade. Die Qualität jenseits von Barca und Real scheint in Spanien also durchaus noch zu stimmen.

Von der Bundesliga kann man das mit Blick auf die Historie und den Eindrücken aus der aktuellen Spielzeit kaum behaupten. Momentan bestimmt das Leistungsvermögen der Klubs den Wettbewerb, sondern vielmehr das Profitieren von Fehlern anderer.

Kein Vorwurf an Freiburg und Frankfurt

Dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt ist im Kampf um Europa dabei keinerlei Vorwurf zu machen. Freiburg spielt eine tolle Saison, zuletzt wurden mit Gladbach, Hamburg und Hannover gleich drei unmittelbare Konkurrenten besiegt. Die beiden Niederlagen von Stuttgart werden zeigen, wie sehr das Team gefestigt ist und auch mit Rückschlägen in der heißen Phase umgehen kann. Und: Es droht für die kommende Saison der Ausverkauf fast der kompletten Offensive.

Frankfurt hat sich durch einen verdienten Sieg gegen Schalke selbst wieder auf Kurs gebracht und dabei ein wenig an den teilweise berauschenden Stil der Vorrunde angeknüpft.

Schalke selbst konnte wegen der langfristigen Ausfälle von Korsettstangen wie Papadopoulos, Afellay, Huntelaar, teilweise auch Jones und Farfan, seinen Nimbus als dritte oder vierte Kraft nicht wie gewohnt unter Beweis stellen. Andernfalls wäre sehr wahrscheinlich wenigstens die Frage um den möglichen vierten Champions-League-Vertreter schon geklärt.

So aber reihen sich die Königsblauen ein in die Meute und müssen zittern. Wenigstens bleibt der Trost, es angesichts des Restprogramms mit Hamburg (H), Gladbach (A) und Freiburg (A) selbst in der Hand zu haben und das Zünglein an der Waage zu spielen. Dazu kommt noch ein Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

50 Punkte sollten die Mindestanforderung sein

Die Schwaben mussten sich unter der Woche beinahe dafür entschuldigen, ins DFB-Pokalfinale eingezogen zu sein. Damit ist der Startplatz in der letzten Qualifikationsrunde zur Europa League schon mal sicher. Eine gewisse Empörung darüber war latent zu vernehmen. Der VfB spielt gewiss eine farblose Saison und steht zu Recht auf Rang 13. Dazu kam im Pokal eine überdurchschnittlich wohlwollende Auslosung.

Stuttgart hat seine Hausaufgaben aber wenigstens gemacht und die sich bietende Chance gepackt, während andere gleich in der ersten Runde gegen dritt- oder viertklassige Gegner rausgeflogen sind.

Wiederum in den letzten zehn Jahren reichten in der Liga nur einmal weniger als 50 Punkte zum Einzug in den Europapokal. Hannover war in der vergangenen Saison als Siebter mit 48 Punkten noch reingerutscht - weil beide Pokalfinalisten bereits für die Champions League qualifiziert waren.

Hier hatte Stuttgart in der jüngeren Vergangenheit das schwerste Schicksal zu ertragen. In der letzten Saison unter Felix Magath reichten Champions-League-verdächtige 64 Punkte nur für einen Startplatz im damaligen UEFA-Cup. Vielleicht wurde diese kleine "Ungerechtigkeit" jetzt gesühnt.

Die Tabelle der Bundesliga

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