Markus Babbel steht bei 1899 Hoffenheim schon nach zwei Spieltagen unter Druck
Markus Babbel steht bei 1899 Hoffenheim schon nach zwei Spieltagen unter Druck
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SPOX-Meinung zu Hoffenheims Fehlstart

Montag, 03.09.2012

Warum Hopp an Babbel festhalten muss

Schon nach dem zweiten Spieltag und dem 0:4 gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt stellt sich bei 1899 Hoffenheim die Grundsatzfrage. Markus Babbel ist ratlos und hat die erste Rhetorik-Munition verschossen. Dennoch sollte Gönner Dietmar Hopp Geduld zeigen. Ein Kommentar von SPOX-Chefreporter Haruka Gruber.

Welch ungeahnte Kampfeslust: Hoffenheim dreht ein zwischenzeitliches 0:2, rettet immerhin ein 2:2-Unentschieden und behauptet die Tabellenführung. Eine bemerkenswerte Leistung - wohlgemerkt von der U 23 am sechsten Spieltag der Regionalliga West gegen Idar-Oberstein.

Haruka Gruber
Haruka Gruber

Die erste Mannschaft hingegen blamierte sich 24 Stunden zuvor gegen die stark spielenden, aber vor einigen Wochen noch zweitklassigen Frankfurter mit 0:4. Nach dem 0:4 beim Berliner AK, der höchsten Pokalniederlage aller Zeiten eines Bundesligisten gegen einen Viertligisten, und dem 1:2 zum Bundesliga-Auftakt in Mönchengladbach ging auch das dritte Spiel der Saison verloren.

Angesichts der Labilität der Mannschaft stellt sich bereits nach zwei Spieltagen in Hoffenheim die Grundsatzfrage: Ist Markus Babbel noch tragbar? Gönner Dietmar Hopp schweigt und verweigert sich eines Kommentars zu jenem Mann, dem er vor einem halben Jahr die Doppelrolle als Trainer/Manager und damit die gesamte operative Verantwortung im sportlichen Bereich zugetragen hatte.

Es würde zu Hopps Führungsstil passen, wenn er schon jetzt Babbels Ablösung erwägt. Ihm sollte jedoch bewusst sein, dass es zu Babbel keine sinnvollen Alternativen gibt.

Nicht, weil Babbel derart überzeugt hätte: Seine Bilanz ist missraten (17 Punkte aus 16 Spielen). Genauso sein Versuch, die Spieler nach dem Pokal-Aus zu schützen ("Den Schuh muss ich mir anziehen") oder sie mit einer härteren Rhetorik gegenüber früheren Leistungsträgern wie Andreas Beck ("Macht zu viele spielentscheidende Fehler") und Sejad Salihovic ("Im Moment ist mir das zu wenig") anzutreiben.

Immerhin aber erkannte Babbel das Grundübel in Hoffenheim: die Loser-Mentalität.

Tippspiel

Deswegen ordnete er den Kader im Sommer neu und versuchte, einen Kulturwandel einzuleiten. Dieser allerdings benötigt vor allem eins: Zeit. Von daher bleibt Hopp nichts anderes übrig, als die Contenance zu wahren - in der Hoffnung, dass sich Babbels Strategie als erfolgreich erweist.

Was bleibt ihm sonst? Welche Trainer und welche Manager bieten sich an, die sofort Besserung versprechen? Und sollte es die geben: Welche Trainer und welche Manager sind bereit, nach Hoffenheim zu gehen? Zu Babbel gibt es derzeit keine Alternative.

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Schon nach dem zweiten Spieltag stellt sich in Hoffenheim die Grundsatzfrage. Babbel ist ratlos und hat die erste Rhetorik-Munition verschossen. Dennoch sollte Hopp Geduld zeigen.

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