Freitag, 23.12.2011

Bundesliga-Ranking, Teil 2

Die Besten der Saison: Mittelfeld und Sturm

Die Bundesliga ist in der Winterpause. Wer waren die besten Spieler der Hinrunde 2011/2012? Die SPOX-Fußballredaktion hat sich zusammengesetzt, für jede Position eine Rangliste erstellt und fragt Euch nach Eurer Meinung. Berücksichtigt wurden Spieler, die in der Bundesliga in mehr als der Hälfte der Spiele zum Einsatz kamen (9 Einsätze). In die Bewertung flossen die Leistungen in der Bundesliga, im Europacup sowie bei Länderspielen ein. Spieler wurden der taktischen Position zugeordnet, die sie am häufigsten bekleidet haben. Das Ranking der Mittelfeldspieler und Angreifer. Hier geht's zu Tor und Abwehr.

Wer war der beste defensive Mittelfeldspieler der Hinrunde?
© Getty
Wer war der beste defensive Mittelfeldspieler der Hinrunde?

Die besten defensiven Mittelfeldspieler der Hinrunde

1. Bastian Schweinsteiger (Bayern München): Der Dreh- und Angelpunkt beim FC Bayern. Als er wegen seines Schlüsselbeinbruchs ausfiel, krankte das Spiel des Rekordmeisters. Verstand es wie kein anderer, den Rhythmus des Bayern-Spiels zu bestimmen. Heynckes stufte ihn nicht zu Unrecht in die Weltklasse ein und sieht ihn auf einer Höhe mit Iniesta und Xavi. In der Nationalmannschaft der Chef schlechthin.

2. William Kvist (VfB Stuttgart): Vielleicht der beste Transfer des Sommers. Hatte nach seinem Wechsel vom FC Kopenhagen keinerlei Umstellungsprobleme und war sofort der Ruhepol im Stuttgarter Mittelfeld. Steht nur selten im Mittelpunkt, ist aber immer da, wo es brennt. Sehr gute Antizipation und hohes Spielverständnis. Verpasste keine einzige Hinrunden-Minute. In der Verfassung der Vorrunde kann Labbadia auch künftig nicht auf ihn verzichten.

Trend

Wer waren die beiden besten Sechser?

Bastian Schweinsteiger
William Kvist
Sven Bender
Lars Bender
Roman Neustädter
Lewis Holtby
Havard Nordtveit
Anatolij Tymoschtschuk
Jermaine Jones
Manuel Schmiedebach

3. Sven Bender (Borussia Dortmund): Steht nach Sahins Abgang mehr im Fokus - kam damit aber gut zurecht. In der Offensive mehr beteiligt als früher und immerhin schon mit drei Torvorlagen. Im Spiel ohne Ball gewohnt giftig und mit einer hohen Quote an Balleroberungen. In der Champions League einer der wenigen Dortmunder, der sein Potenzial zumindest annähernd abrufen konnte. Wegen eines Kieferbruchs zuletzt außer Gefecht.

4. Lars Bender (Bayer Leverkusen): Einer der Aufsteiger der Saison. Unter Heynckes meist nur Ersatzspieler. Bei Dutt spielt er dagegen immer, während Ballack und vor allem Rolfes regelmäßig auf die Bank mussten. Verbindet defensive und offensive Qualitäten miteinander und erkennt viele Löcher. Kein Bundesliga-Spieler lief in der Vorrunde mehr als er. Bewies in der Champions League, dass er international mithalten kann. Schaffte in der Vorrunde auch den Sprung ins DFB-Team.

5. Roman Neustädter (Borussia Mönchengladbach): Hat sich in der Gladbacher Mittelfeldzentrale etabliert und machte in der Vorrunde nochmal einen Schritt nach vorne. Ist das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive und dank seiner Spielintelligenz jemand, der Situationen schnell erkennt. In Sachen Torgefahr ist allerdings noch Luft nach oben.

6. Lewis Holtby (Schalke 04): Hat es im zweiten Anlauf auf Schalke zum Stammspieler gepackt - allerdings nicht auf einer offensiven Position, sondern im defensiven Mittelfeld. Gibt den offensiveren Part der Doppelsechs und geht immer wieder in die Spitze. Erzielte bereits drei Treffer. Defensiv noch manchmal zu sorglos. In der deutschen U 21 der Kopf der Mannschaft.

7. Havard Nordtveit (Borussia Mönchengladbach): Neustädters Partner im defensiven Mittelfeld der Borussia. Überlässt Neustädter meist die Spielgestaltung und beschränkt sich eher auf seine defensiven Aufgaben. Räumt dabei viel ab und ist dafür verantwortlich, dass Gladbach defensiv nie ungeordnet ist. In der Luft richtig stark, offensiv aber zu harmlos.

8. Anatolij Tymoschtschuk (Bayern München): Wechselte sich im defensiven Mittelfeld mit Luiz Gustavo ab, war dabei aber konstanter als der Brasilianer. Spult immer ein enormes Laufpensum ab, geht aggressiv in die Zweikämpfe und erobert so viele Bälle. Im Spiel nach vorne allerdings häufig zu unkreativ. Und: Seine Rote Karte gegen Augsburg hat Heynckes überhaupt nicht gepasst.

9. Jermaine Jones (Schalke 04): War auf Schalke bereits abgeschrieben und unter Rangnick nur Mitläufer. Blühte nach der Übernahme von Stevens dann aber auf. Seit seinem ersten Spiel in der Startelf gegen Larnaka verlor S04 nur eines von zehn Pflichtspielen. Ist immer noch der aggressive Mittelfeldabräumer, aber mittlerweile cleverer in den Zweikämpfen. Offensiv kann allerdings noch mehr kommen.

10. Manuel Schmiedebach (Hannover 96): Zeigte in der Vorrunde, dass die vergangene Saison kein Ausreißer nach oben war. Kein Wunder also, dass andere Klubs an ihm interessiert sind. Verkörpert den Hannover-Stil: Aggressiv in der Balleroberung und schnell im Umschaltspiel. In Sachen Torgefahr kommt aber noch zu wenig.

Teil 2: rechtes Mittelfeld

Teil 3: zentral-offensives Mittelfeld

Teil 4: linkes Mittelfeld

Teil 5: die Stürmer

Hier geht's zu den Torhütern und Abwehrspielern

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