St. Pauli droht Geisterspiel am Millerntor

SID
Donnerstag, 07.04.2011 | 17:23 Uhr
Nach den jüngsten Ausschreitungen am Millerntor droht dem FC St. Pauli jetzt ein Geisterspiel
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
Saint-Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Dem FC St. Pauli droht nach dem Bierbecherwurf am vergangenen Freitag zu Hause gegen Schalke 04 ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dem FC St. Pauli droht nach der Bierbecherattacke auf Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner im Nordderby am Ostersamstag gegen Werder Bremen das befürchtete Geisterspiel.

Einen entsprechenden Antrag hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag gestellt. Diesem hat der Bundesliga-17. ausdrücklich nicht zugestimmt, die endgültige Entscheidung fällt das DFB-Sportgericht in einem Einzelrichter-Verfahren am Freitag.

In seinem Antrag begründete der Kontrollausschuss das von ihm vorgeschlagene Strafmaß mit mangelnden Schutz des Assistenten. Zudem, so heißt es weiter, gehe man von einem fortgesetzten unsportlichen Verhalten aus. Bereits vor der Szene, die bei der Partie der Hanseaten gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Freitag zum Abbruch führte, seien ein Feuerzeug sowie mehrfach Münzen auf die beiden Unparteiischen an der Linie geworfen worden. St. Pauli akzeptierte das Strafmaß dennoch nicht und glaubt offensichtlich, mit einer Geldstrafe davonzukommen.

St. Pauli will Lösung ohne Geisterspiel finden

Der Klub wünscht sich die Gelegenheit zur ausführlichen Stellungnahme zum Strafantrag und zu einem etwaigen alternativen Strafmaß. "Die Strafe können und wollen wir in dem Umfang nicht tatenlos akzeptieren. Wir werden versuchen mit dem DFB eine Lösung zu finden, die ein Geisterspiel am Millerntor vermeidet", erklärte Pauli-Präsident Stefan Orth.

Sportchef Helmut Schulte ergänzte: "Wir stimmen dem Strafmaß nicht zu, weil es das legitime Recht eines Vereins ist, eine eigene Meinung vorzutragen und um eine geringere Strafe zu bitten. Wir hoffen auf Verständnis für unseren Standpunkt, denn kein Verein kann das Geschehene zu 100 Prozent verhindern."

Schulte räumte aber ein, dass das vom Kontrollausschuss vorgeschlagene Strafmaß sich nur selten ändere. Für die Außenwirkung des Kiez-Klubs sei der Vorfall verheerend gewesen: "Jetzt gibt es eine dicke Delle im Image des Vereins." Trainer Holger Stanislawski sagte: "Es wäre bedauerlich, wenn wir in einem so wichtigen Spiel ohne unsere Zuschauer auskommen müssten."

Dem Werfer droht mehrjähriges Stadionverbot

Die Hamburger haben in ihrer Begründung an den DFB angeregt, eine Strafe auszusprechen, die eine gewissen Präventivwirkung entfalten soll. Diese könnte aus Sicht des Vereins wie folgt aussehen: Verhängung einer angemessenen Geldstrafe, welche einem oder mehreren gemeinnützigen Projekten zukommen sollte, die sich mit naheliegenden Handlungsschwerpunkten beschäftigen, wie Gewaltprävention im Fußballumfeld, allgemeine Entwicklung des Schiedsrichterwesens im DFB oder die Unterstützung von Schiedsrichtern und deren Assistenten, die Opfer gewalttätiger Angriffe geworden sind.

Das Spiel war in der 89. Minute beim Stande von 0:2 abgebrochen worden, weil ein Zuschauer Schiffner mit einem randvollen Hartplastik-Bierbecher im Nacken getroffen hatte. Schon am Dienstag war die Partie mit 2:0 für die Gäste gewertet worden. Bereits am gleichen Tag war der 35-jährige Schiffner aus Konstanz bereits wieder als Assistent des DFB-Schiedsrichters Felix Brych beim Champions-League-Viertelfinale zwischen Real Madrid und Tottenham Hotspur (4:0) im Einsatz.

Der inzwischen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit identifizierte Werfer wird sich mit Schadenersatzforderungen seitens der Hamburger auseinandersetzen müssen, zudem droht ihm ein mehrjähriges Stadionverbot.

Rauball will lebenslanges Stadionverbot

Liga-Boss Reinhard Rauball plädierte bereits zu Wochenbeginn für eine noch drastischere Bestrafung des Täters. "In diesem Fall sollte man ein Exempel statuieren und ein lebenslanges Stadionverbot gegen den Täter aussprechen", erklärte der Präsident des Bundesliga-Tabellenführers Borussia Dortmund.

Die rechtliche Grundlage für Regressansprüche an den mutmaßlichen Täter sind jedenfalls gegeben. "Der Verein ist in der Lage, jeden Schaden an den Verursacher weiterzugeben", sagte der renommierte Sportrechtler Christoph Schickhardt zu Fussball.de.

"Mit dem Kauf eines Tickets schließt der Käufer auch einen Vertrag ab, der Pflichten beinhaltet. Dazu gehört zum Beispiel auch, sich anständig zu verhalten. Wenn der Käufer diese Pflichten verletzt, kann er auf Schadenersatz verurteilt werden. Die Ersatzansprüche sind dabei unbegrenzt."

Den Einwand, der Verein müsse für die Sicherheit der Akteure sorgen, lässt Schickhardt nicht gelten: "Sonst könnte man ja auch sagen, dass eine Bank für die Sicherheit ihrer Bank zu sorgen hat und sich deshalb ein Bankräuber nicht strafbar machen kann."

Die Bundesliga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung