Rakitic: "Wir werden die Bayern angreifen!"

Von Interview: Haruka Gruber
Mittwoch, 21.07.2010 | 11:00 Uhr
Ivan Rakitic (2.v.l.) kam 2007 vom FC Basel zu den Königsblauen
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
Saint-Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Als Schalkes Version von Bastian Schweinsteiger hat sich Ivan Rakitic unverzichtbar gemacht. Der 22-jährige kroatische Nationalspieler über Autogramme von Raul, das Werben um Zvjezdan Misimovic und sein John-Isner-Problem.
 
 

SPOX: Stimmt es, dass Sie in diesem Sommer auf Tennis verzichten, weil Sie das elfstündige Wimbledon-Match zwischen John Isner und Nicolas Mahut gesehen und davon abgeschreckt wurden?

Ivan Rakitic: Zumindest indirekt. (lacht) Ich habe vor einiger Zeit mit meinem Kumpel und ehemaligen Teamkollegen Toni Tapalovic ein wahnsinniges Tennis-Spiel abgeliefert. Es ging dreieinhalb Stunden hin und her - mit dem besseren Ende für mich, aber danach war ich fix und fertig. Als ich mir Isner gegen Mahut angeschaut habe, musste ich daran denken, wie fertig ich schon nach dreieinhalb Stunden war und dachte mir, dass ein Sommer ohne Tennis auch mal okay ist.

SPOX: Aber auch ohne Tennis befinden Sie sich bereits in Topform. Sie sollen der fitteste Spieler im Schalker Kader sein.

Rakitic: Es freut mich, dass mein Plan im Sommer aufgegangen ist. Einerseits musste ich im Urlaub nach der aufregenden letzten Saison entspannen und bewusst runterfahren, andererseits habe ich dennoch etwas für den Körper getan, um nicht von null anfangen zu müssen. Von diesen Grundlagen profitiere ich jetzt.

SPOX: Vor einem Jahr erzählten Sie im SPOX-Interview, dass Sie im Urlaub drei Kilogramm abgenommen haben. Gelang es Ihnen erneut, Gewicht zu verlieren?

Rakitic: Das wollte ich gar nicht, mittlerweile ist der Körper so durchtrainiert, dass ich mein Idealgewicht erreicht habe. Vielmehr lag mein Fokus darauf, Muskeln aufzubauen, um im Zweikampf noch stabiler zu sein.

SPOX: Weil Sie im Laufe der letzten Saison vom offensiven zum defensiven Mittelfeldspieler umfunktioniert wurden?

Rakitic: Es betrifft nicht nur den Muskelaufbau. Im Vergleich zu den vergangenen Sommern wurde in der Vorbereitung einiges angepasst, damit ich besser für die veränderten Anforderungen gewappnet bin. Der Bewegungsablauf und die Laufwege wurden optimiert, außerdem gab es neue Trainingsformen für mich, weil ich nun näher vor dem eigenen Tor postiert bin und dadurch mehr Verantwortung trage.

SPOX: Sie sind demnach endgültig als Sechser eingeplant?

Rakitic: Die Umstellung hat super geklappt und ich bin sehr glücklich in der defensiven Rolle, daher deutet nichts daraufhin, dass etwas geändert wird.

SPOX: Haben Sie während der WM vor allem auf Ihre Sechser-Kollegen geachtet, um sich weiterzubilden?

Rakitic: Natürlich. Auffällig war, dass bei allen Top-Mannschaften wie Spanien, Deutschland und die Niederlande die Sechser einen entscheidenden Anteil am Erfolg hatten. Dass es von enormer Bedeutung war, wie kompakt das Mittelfeld steht. Dass die Sechs im heutigen Fußball die vielleicht bedeutendste Position ist, weil sie defensiv und offensiv die Kommandos gibt. Ich habe viel gesehen und mir vorgenommen, für Schalke eine ähnlich wichtige Rolle zu spielen.

SPOX: Welcher Sechser hat Sie bei der WM am meisten beeindruckt?

Rakitic: Xavi und Xabi Alonso waren stark, aber am meisten hat mir Sergi Busquets imponiert. Er war bei Spanien nicht so auffällig, dafür hat er den anderen uneigennützig den Rücken freigehalten und die kleinen Dinge erledigt. Überzeugend war auch Bastian Schweinsteiger...

SPOX: ... mit dem Sie einiges verbindet.

Rakitic: Stimmt, es gibt die Parallele, dass auch er erst seit letzter Saison im defensiven Mittelfeld spielt. Wir sind einen ähnlichen Weg gegangen und es ist offensichtlich, dass der Positionswechsel uns beiden sehr gut getan hat. Schweinsteiger hat aber bereits in der Champions League und jetzt bei der WM bewiesen, dass er seine Leistungen auch auf einem höheren Level konstant abrufen kann. Ich möchte ihm das in der kommenden Spielzeit nachmachen.

SPOX: Sie sind erst 22 Jahre alt, gehören jedoch zu den dienstältesten Spielern auf Schalke. Werden Sie im Verein jetzt anders wahrgenommen?

Rakitic: Ich merke schon, dass ich anders gesehen werde. Als ich zu Schalke kam, war ich 19 Jahre alt und wusste vieles nicht richtig einzuschätzen. Mit all den Erfahrungen in den letzten drei Jahren hat sich jedoch meine Grundeinstellung geändert. Ich weiß nun, wie wichtig es war, bereits in der ersten Saison Champions League zu spielen, in der zweiten Saison Schwierigkeiten zu haben und in der dritten Saison zu lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dies alles machte mich zu dem, was ich bin.

SPOX: Mittlerweile gelten Sie sogar als Kandidat auf das Kapitäns-Amt.

Rakitic: Die Binde würde mich stolz machen. Ich habe bereits die kroatische U 21 und zuletzt auch die A-Nationalmannschaft als Kapitän angeführt, daher weiß ich, was auf einen zukommt. Die Entscheidung trifft jedoch der Trainer. Auch ohne die Binde würde ich mich einbringen und versuchen, für jeden Mitspieler da zu sein. Das ist der Anspruch an mich selbst.

SPOX: Christoph Metzelder wurde verpflichtet, der Transfer von Raul steht womöglich kurz bevor: Können Sie sich neben diesen Stars als Führungsspieler behaupten?

Rakitic: Ich sehe nichts Negatives darin. Im Gegenteil: Ich kann im täglichen Miteinander mit solchen Spielern nur dazulernen.

SPOX: Sie freuen sich auf Raul?

Rakitic: Klar, die Mannschaft verfolgt seine mögliche Verpflichtung mit dem gleichen großen Interesse wie die Öffentlichkeit. Das wäre eine Riesensache. Wahrscheinlich holt sich jeder einzelne Spieler erst einmal ein Autogramm von ihm. (lacht) Ich hoffe, dass der Klub den Transfer hinkriegt und Raul bald bei uns ist.

SPOX: Mit welcher Zielsetzung gehen Sie mit Schalke in die kommende Saison?

Rakitic: Wir haben mit der Champions League eine zusätzliche Belastung zu verkraften, dennoch wollen wir in der Bundesliga die vergangene Saison bestätigen. Wir müssen den gleichen Erfolg anstreben und können uns nicht damit zufriedengeben, im Mittelfeld zu landen.

SPOX: Der gleiche Erfolg bedeutet die Vizemeisterschaft. Reicht das?

Rakitic: Die einzige Mannschaft, die die Meisterschaft vor der Saison beanspruchen kann, sind die Bayern. Aber: Wir werden angreifen und alles versuchen, um an ihnen vorbeizuziehen. Umso wichtiger ist es, in der Vorbereitung richtig zu arbeiten und die Neuzugänge zu integrieren, um gleich vom ersten Spieltag an Druck aufzubauen.

SPOX: Als möglicher Neuzugang wird Wolfsburgs Spielmacher Zvjezdan Misimovic gehandelt.

Rakitic: Das wäre eine super Sache, vor allem für mich. Ich empfange ihn mit offenen Armen. Es würde mehr als ein Vergnügen sein, mit ihm im zentralen Mittelfeld aufzulaufen. Zwetschge hat in den letzten Jahren dauerhaft auf einem hohen Niveau bewiesen, dass er zu den internationalen Top-Spielmachern gehört.

SPOX: Egal ob Raul oder Misimovic: Magath betont wiederholt, dass die Mannschaft verstärkt werden muss, weil sie sonst ins Mittelmaß abrutscht. Seine Forderung könnte jedoch auch als Misstrauensvotum gegen die Mannschaft der vergangenen Saison interpretiert werden. Droht ein Konflikt?

Rakitic: Überhaupt nicht. Wenn Felix Magath glaubt, dass wegen der Doppelbelastung das Mittelmaß droht, wird es so sein. Wir haben nun mal eine junge Mannschaft, die kaum Erfahrung mit der Champions League hat, dementsprechend willkommen sind Verstärkungen. Aber klar ist auch, dass keiner von uns seinen Platz einfach hergeben wird. Ich freue mich auf den Konkurrenzkampf!

Ein Schweiz-Kroate in Deutschland: Ivan Rakitic im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung