Fabian Lustenberger im Interview

Lustenberger: "Ich gehe auch weiter zum Friseur"

Von Interview: Florian Bogner
Donnerstag, 18.02.2010 | 15:33 Uhr
Fabian Lustenberger kam im Sommer 2007 vom FC Luzern zu Hertha BSC
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Hertha BSC Berlin steckt im Abstiegskampf, hat fünf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Dennoch gibt es Lichtblicke in dieser verpatzten Saison. Einer davon ist Fabian Lustenberger. Im Interview mit SPOX erklärt der Schweizer, wie ihn die Abstiegsangst im Alltag verfolgt, was sich bei der Hertha in der Winterpause verändert hat und ob er sich noch WM-Chancen ausrechnet.

SPOX: Zuletzt gab es nur drei Punkte aus vier Spielen. Trainer Friedhelm Funkel sagte schon in Bremen, man habe zwei Punkte zu wenig. Haben Sie auch ständig die Tabelle im Kopf?

Fabian Lustenberger: Die Tabelle ist schon präsent. Wenn man ganz unten steht, schaut man auch mal auf den Punkteabstand zu den Konkurrenten, das ist normal. Aber wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Für uns ist auch in Freiburg was möglich.

SPOX: Schaut man wirklich nur von Spiel zu Spiel?

Lustenberger: Auf jeden Fall. Es bringt ja nichts, wenn man sich alles zurechtlegt und vorrechnet, und dann die Punkte nicht holt.

SPOX: In der Rückrunde hat die Hertha immerhin nur ein Spiel verloren. Können Sie beschreiben, was sich seit der Winterpause getan hat?

Lustenberger: Unser Spiel hat sich vor allem in der Defensive verbessert, dort haben wir an Stabilität gewonnen. Wir stehen kompakter. Das fängt schon bei den Stürmern an, die gut mit nach hinten arbeiten. Das macht es für die Mittelfeldspieler und Verteidiger einfacher. Ich finde, wir haben das bis jetzt auch sehr gut gemacht.

SPOX: Jetzt steht mitten im Abstiegskampf die Europa League an. Ist dieses Zwischengeplänkel nicht eher hinderlich?

Lustenberger: Nein. Jedes Europa-League-Spiel ist etwas Besonderes, egal ob in der Gruppenphase oder in der K.o.-Runde. Vor allem, wenn man auf einen Gegner wie Benfica Lissabon trifft - die sind schon seit Jahren in Europa mit dabei, haben schon Champions League gespielt. Für mich als junger Spieler ist das schon toll, vor allem, weil man noch mehr Erfahrung sammeln kann.

SPOX: Können Sie privat manchmal abschalten oder denken Sie immer nur an die prekäre Situation mit der Hertha?

Lustenberger: Schwierig. Man wird ja immer wieder mit dem Szenario Abstieg konfrontiert. Das Thema ist allgegenwärtig, jeden Tag steht es in den Zeitungen. Man wird auch häufig darauf angesprochen. Auch von Freunden aus der Schweiz. Ich versuche aber nicht an den Abstieg zu denken. Es ist wichtig, während der freien Tage auch mal den Kopf frei zu bekommen und abzuschalten.

SPOX: Sie gelten bei der Hertha als der Gewinner der Krise. Ist das zurzeit die beste Phase in Ihrer Karriere, wenngleich zu einem ungünstigen Zeitpunkt?

Lustenberger: Natürlich wäre ich lieber Stammspieler, wenn es besser laufen würde, aber das kann man sich nicht aussuchen. Ich bin einfach froh, dass ich nach zwei schweren Verletzungen und zehn Monaten ohne Spielpraxis wieder zu hundert Prozent fit bin. Dass ich jetzt Stammspieler bin, ist schön, aber darum geht es nicht. Ich darf mich nicht auf meinem Status ausruhen, sondern muss weiter hart für den Klassenerhalt arbeiten.

SPOX: Für einen Spieler im defensiven Mittelfeld sind Sie doch eher schmächtig gebaut. War ihr langsamer Start in die Bundesliga auch Ihrer mangelnden Physis geschuldet?

Lustenberger: Man muss bedenken, dass ich erst 19 Jahre alt war, als ich in die Bundesliga kam. Das war schon ein großer Schritt für mich, ich musste erst das ganze Umfeld kennenlernen und mich an die Bundesliga gewöhnen. Aber ich habe mich ziemlich schnell zurecht gefunden und auch schon im ersten Jahr viele Einsätze gehabt. Dann kamen die Verletzungen.

SPOX: Sie haben vor der Saison etwas an Körpermasse zugelegt. Wieso tun Sie sich dabei so schwer? Die Schweizer Küche ist doch eher deftig.

Lustenberger: (lacht) Stimmt! Das mit der Gewichtszunahme ist schwer zu erklären, ich würde das natürlich auch gerne ändern. Aber nun habe ich ja ein bisschen zugelegt. Man merkt, dass ich mich durchsetzen kann. Das Körperliche ist im Fußball heutzutage ohnehin nicht das Entscheidende.

SPOX: Sondern? Eine Berliner Zeitung titelte vor kurzem in einem Artikel über Sie: 'Schmal, aber schlau.' Wird das Ihrer Spielweise gerecht?

Lustenberger: Das kann man so beschreiben. Ich bin keiner, der spektakuläre Auftritte hat oder große Tricks zeigt. Das überlasse ich gern den anderen. Für die Mannschaft ist es wichtig, dass ich im Defensivverbund gut arbeite und den Offensivspielern den Rücken frei halte. Das ist mir bis jetzt nicht so schlecht gelungen.

SPOX: Was müssen Sie noch verbessern?

Lustenberger: Ich kann im Spiel nach vorne noch mehr machen. Das ist mir auch bewusst. In unserer Situation ist es momentan allerdings wichtiger, erst mal hinten gut zu stehen.

SPOX: Was machen Sie eigentlich im Sommer? Im Juni/Juli findet ja so ein großes Turnier statt...

Lustenberger: Momentan sieht es danach aus, dass ich meinen Urlaub in der Schweiz oder woanders genießen werde.

SPOX: Noch keinen Anruf vom Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld erhalten?

Lustenberger: Nein, da gab es noch keinen Kontakt. Ich werde häufig auf das Thema angesprochen und sage immer: Entscheidend ist die Leistung bei der Hertha. Die besten Chancen auf die WM hat man, wenn man regelmäßig spielt und dabei Vollgas gibt. Das andere ergibt sich dann von selbst.

SPOX: Sie fallen auf dem Platz auch durch Ihre Frisur auf. Bochums Paul Freier hat ähnliche Locken und sagte kürzlich, er gehe jetzt gar nicht mehr zum Friseur. Wie ist das bei Ihnen?

Lustenberger: (lacht) Das wäre höchstens eine Alternative, wenn wir eine Siegesserie starten sollten. Aber eigentlich sehe ich keinen Grund, nicht mehr zum Friseur zu gehen. Prinzipiell ist es mir eh egal, was die Leute über meine Frisur denken.

SPOX: Sie haben noch Vertrag bis 2012. Bleiben Sie auch in Berlin, wenn es mit dem Klassenerhalt nicht klappt?

Lustenberger: Da gab es noch keine Gespräche. Erstmal rechne ich damit, dass wir nicht absteigen. Alles andere ist Zukunftsmusik.

Europa League: Hertha vor schwierigem Spagat

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung