Jan Schlaudraff exklusiv

"Die Mannschaft ist nicht schwierig"

Von Interview: Kevin Bublitz / Mark Heinemann
Donnerstag, 21.01.2010 | 14:45 Uhr
Jan Schlaudraff (r.) von Hannover 96 kam in dieser Saison erst vier Mal zum Einsatz (2 Tore)
© Imago
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheff Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
Torino -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Hannover 96 hat Andreas Bergmann durch Mirko Slomka ersetzt. Im SPOX-Interview vermittelt Jan Schlaudraff erste Eindrücke des neuen Trainers und spricht über das Versagen der Mannschaft, die schwierige Zeit während seiner langen Verletzungspause sowie seine gescheiterte Nationalmannschaftskarriere.

SPOX: Jan Schlaudraff, wie waren die ersten Tage mit Mirko Slomka als neuen Coach?

Jan Schlaudraff: Der erste Eindruck ist sehr positiv. Der Trainer hat klare Vorstellungen und kommuniziert die auch deutlich. Man merkt schon, dass er im Training großen Wert auf Technik und Taktik legt. Ich denke, der Verein hat eine gute Wahl getroffen.

SPOX: Sportdirektor Jörg Schmadtke erweckte zuletzt eher den Eindruck, er sei sauer auf die Spieler. In dem Fall wäre Andreas Bergmann eher ein Bauernopfer. Wie beurteilen Sie die Serie der jüngsten Niederlagen? Kann man dem Ex-Trainer einen Vorwurf machen?

Schlaudraff: Nein. Der Trainer hat von Beginn an gute Arbeit geleistet, zuletzt blieben aber die positiven Ergebnisse aus, die wir uns alle erhofft haben. Das muss man nüchtern analysieren, in erster Linie aber müssen wir Spieler uns hinterfragen. Die letzten drei Bundesligaspiele waren einfach schlecht. Da hat Jörg Schmadtke Recht. Wir haben es nicht geschafft, die notwendigen Ergebnisse zu erzielen.

SPOX: Wie geht die Mannschaft damit um?

Schlaudraff: Jeder sollte selbstkritisch seine eigene Leistung hinterfragen und die notwendigen Lehren daraus ziehen. Nur so können wir dann auch als Mannschaft wieder ins Lot kommen.

SPOX: Mirko Slomka ist nun bereits der dritte Trainer in der laufenden Saison, die Mannschaft scheint also auf eine gewisse Art schwierig zu sein. Arnold Bruggink sagte sogar, er schäme sich für diese Entwicklung. Können Sie diese Scham nachempfinden?

Schlaudraff: Scham würde ich das nicht nennen. Aber wie schon gesagt: Wir Spieler müssen uns deutlich steigern. Nur reden hilft nicht.

SPOX: Ist die Mannschaft wirklich so schwierig?

Schlaudraff: Nein, die Mannschaft ist nicht schwierig. Wir wollen alle mehr erreichen, haben aber auch eine Menge Dinge und Ereignisse zu verarbeiten. Jetzt müssen wir den Abstieg verhindern, dann können wir uns für die kommende Saison neu positionieren.

SPOX: Viele fragen sich, welche Rolle Robert Enkes Selbstmord immer noch in den Köpfen spielt, in wie weit das die Spieler blockiert. Können Sie die Frage realistisch beantworten?

Schlaudraff: Der Tod von Robert hat uns alle tief schockiert und irgendwie aus der Bahn geworfen. Das müssen wir jetzt aber endgültig überwinden. Es geht nur noch um volle Konzentration auf den Klassenerhalt.

SPOX: Nicht gerade leicht hatte es auch Florian Fromlowitz, der als Torwart aber bisher ausgezeichnet gespielt hat.

Schlaudraff: Auf jeden Fall. Flo hat bislang einen sensationellen Job gemacht hat. Bereits vor der Tragödie um Robert hat er sich hervorragend und vorbildlich verhalten. Was er danach abgeliefert hat, kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen.

SPOX: Sie selbst haben nach langer Verletzung gerade erst wieder Fuß gefasst. Wie groß ist die Erleichterung?

Schlaudraff: Groß, weil ich einfach froh bin, wieder gesund zu sein. Ich hoffe, dass ich das auch bleibe.

SPOX: Die Ärzte haben Ihnen kurz vor Ende der Hinrunde Grünes Licht gegeben. Wie schätzen Sie selbst Ihren körperlichen Zustand ein?

Schlaudraff: Es ist klar, dass noch nicht alles wieder bei hundert Prozent ist. Aber mein Körper hat die Vorbereitung gut weggesteckt. Ich bin zuversichtlich, dass ich in diesem Jahr gesund bleibe.

SPOX: Wie steckt man eine so lange Verletzungsphase psychisch weg?

Schlaudraff: Schwer. Ich bin einfach froh, dass die Zeit, die sicherlich nicht einfach war, endlich vorbei ist. Ich war viel bei meiner Familie, dann in der Reha, dann wieder zuhause, und so weiter. Das war alles nicht so leicht für mich, aber jetzt ist es ja endlich vorbei.

SPOX: Haben die zahlreichen Verletzungen Ihre Persönlichkeit gestärkt?

Schlaudraff: Ob es meine Persönlichkeit gestärkt hat? Weiß ich nicht. Es ist ja jetzt schon das dritte Mal, dass ich durch eine solche Verletzungszeit durch musste. Mit Sicherheit sieht man die Dinge etwas anders. Ich habe einen professionellen Beruf ergriffen und da muss man eben hundert Prozent geben und die richtige Einstellung haben. Aber der Fußball ist nicht alles im Leben, es gibt auch viele andere schöne Dinge.

SPOX: Vor Ihrer Verletzung waren Sie mal im erweiterten Kreis der Nationalmannschaft.

Schlaudraff: Das ist ja schon verjährt! (lacht) War das noch in diesem Jahrtausend?

SPOX: Also gibt es keinerlei Gedanken mehr in diese Richtung?

Schlaudraff: Nein, überhaupt nicht. Das ist drei oder vier Jahre her. Ich will jetzt gesund bleiben und mit der Mannschaft die Klasse frühzeitig sichern. Dann ist alles gut.

Ist Mirko Slomka der Richtige?

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung