Fussball

"Leute, es ist der Kapitän unserer Selecao"

Von SPOX
Wird von seinem Landsmann Giovane Elber verteidigt: Bayerns Lucio, hier im Trikot von Brasilien
© Getty

Das Theater um Lucio nimmt derzeit kein Ende. Alles begann mit der Entscheidung des FC Bayern München, den Vertrag mit dem Brasilianer zum jetzigen Zeitpunkt (noch) nicht zu verlängern.

Plötzlich kam Manchester City mit einem Angebot über sieben Millionen Euro um die Ecke. Am Mittwoch dementierte dann der deutsche Rekordmeister die Offerte aus England. Nun meldet sich Landsmann Giovane Elber zu Wort.

In der "AZ" zeigt sich der ehemalige Bundesliga-Stürmer beinahe erschüttert über die aktuellen Gerüchte um Lucio und seinen Stellenwert bei Trainer Louis van Gaal.

Einer wie Olli Kahn

Kann der FCB auf Lucio verzichten? "Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich will das auch gar nicht glauben. Lucio ist seit Jahren nicht nur einer der besten, sondern der beständigsten Abwehrspieler der Bundesliga und - ach, was sage ich - ganz Europas", so die unmissverständliche Aussage Elbers.

Vielerorts wird auch über die relativ geringe Ablösesumme von sieben Millionen Euro spekuliert, die ManCity bereit ist zu zahlen.

"Okay, er hat nur noch ein Jahr lang Vertrag und ist 31. Aber, bitte, ein Lucio, der ist viel mehr wert", wundert sich der 36-jährige Elber, der seinen Landsmann "von der Mentalität her" mit Oliver Kahn vergleicht.

Die Gründe, weshalb Lucio verärgert auf seinen aktuellen Arbeitgeber reagiert, sieht Elber in einer Parallele zum Vorjahr.

"Ich glaube, dass es ihn insgeheim etwas verwundert hat, dass die letzte Saison mit Martin Demichelis verlängert wurde und mit ihm nicht. Wir Brasilianer sind sehr stolze Menschen", so Elber.

"Jeder Trainer der Welt wäre verrückt"

Unter dem Strich urteilt Elber aber wie große Teile der fußballinteressierten Menschen.

"Leute, es ist der Kapitän unserer Selecao - und der soll für Bayern nicht mehr erwünscht sein? Ich kenne die Pläne von Herrn van Gaal nicht, aber meiner Meinung nach wäre jeder Trainer der Welt verrückt, würde er freiwillig auf Lucio verzichten", so das eindeutige Urteil Elbers.

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