Alles auf Anfang

Von Thomas Gaber
Dienstag, 30.06.2009 | 17:08 Uhr
Der neue Arbeitsplatz von Louis van Gaal: Das Gelände des FC Bayern in München-Harlaching
© Getty
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Vor genau einem Jahr hatte Jürgen Klinsmann seinen ersten Arbeitstag als Trainer des FC Bayern München. Das Experiment mit dem Vereinstrainernovizen schlug fehl. Diesmal setzen die Bosse auf Erfahrung. Louis van Gaal soll der Mannschaft wieder eine Philosophie vermitteln.

Heute startet Louis van Gaal sein Projekt FC Bayern (10 Uhr im LIVE-TICKER). Um 10.30 Uhr wird sich der Niederländer erstmals in Trainingsklamotten auf dem Gelände an der Säbener Straße präsentieren und sich ab 14.30 Uhr der Presse stellen. Die Macher in München erwarten nach der Pleiten-Saison unter Klinsmann von van Gaal Siege am Fließband.

"Unser Kampfeswille ist ungebrochen", sagte Manager Uli Hoeneß. Nach dem (fehlgeschlagenen) Experiment mit dem Vereinstrainernovizen Klinsmann setzen die Bayern diesmal auf Erfahrung.

Nerlinger sagt Real und Co. den Kampf an

Der 57-jährige van Gaal soll der Mannschaft wieder eine Philosophie vermitteln. Disziplin und Ordnung stehen auf der Agenda.

"In allen großen Mannschaften weiß jeder, was er zu tun hat. Und der FC Bayern ist eine große Mannschaft. Aber wir können gegen die großen Gelddruckmaschinen nur bestehen, wenn wir ein homogenes Team haben", sagt Christian Nerlinger, der am Mittwoch offiziell seinen Dienst als Sportdirektor antreten wird.

Klinsmann wurde von Teilen der Mannschaft Unehrlichkeit vorgeworfen. "Van Gaal wird den Spielern eher einmal zu oft die Meinung ins Gesicht sagen, auch wenn sie unangenehm ist. Er steht für klare Ansagen", sagt Nerlinger.

Der Coach hasst Starallüren. Wer aufmuckt, bekommt Probleme. Dagegen dürfen sich junge Spieler auf die Zusammenarbeit freuen. "Er ist für junge Spieler überragend, er bringt sie nach vorne", sagt van Gaals Landsmann Arnold Bruggink von Hannover 96.

Van Gaal baut Bayern um

Das Leistungszentrum hat van Gaal bereits auf Stand gebracht. Klinsmanns selbsternanntes Prunkstück wurde feinjustiert. Die schlecht besuchte Bibliothek ist verschwunden, Michael Rensing muss seine DJ-Leidenschaft in den hauseigenen Keller verlegen. Die düsteren grauen Wände wurden weiß gestrichen, teilweise wurden neue gezogen und Türen eingebaut. In der Tiefgarage wurden Schilder für jeden Spieler und Trainer angeschraubt.

Van Gaal hat für sich und seine Assistenten Einzelbüros verlangt und bekommen. Computer-Ass Max Reckers nimmt mit einer neu montierten Video-Technik jedes Training, jeden Spielzug, jeden Laufweg und jeden Fehlpass auseinander. Zudem wird jeder Spieler künftig immer mit Brustgurt trainieren. Die gesammelten Daten fließen in die Trainingssteuerung mit ein. Schritt eins auf dem Weg zur Perfektion.

Taktikschulung geht vor Kondition. Intervall-Läufe mit Ball statt Waldläufe durch den Perlacher Forst. "Van Gaal hat überall attraktiven Fußball spielen lassen", sagt Manager Uli Hoeneß. Und Nerlinger stellt klar, "dass es auf der ganzen Welt niemanden gibt, der ihm taktisch etwas vormachen kann."

Van Gaal setzt wie Klinsmann auf Kommunikation, aber nicht wie sein Vorgänger mittels Kasernierung in großen Gruppen. Die Spieler müssen sich vermehrt auf Einzelgespräche einstellen. "Als Trainer geht es mir stets um den totalen Menschen. Deshalb beschäftige ich mich viel mit dem Kopf und dem Geist meiner Spieler", sagt van Gaal.

Rückennummern vergeben

Philipp Lahm ist sich sicher, dass "der Trainer das bestimmt in den Griff bekommen wird. Van Gaal ist der Richtige. Er hat so viel internationale Erfahrung."

Mit dem aktuellen Bayern-Kader ist van Gaal einverstanden. Die Suche nach einem Rechtsverteidiger dauert an, wenngleich Nerlinger "keinen Zeitdruck" verspürt. Die Personalien Manuel Neuer, Franck Ribery und Luca Toni wurden ausreichend diskutiert. Die Lage ist nach jetzigem Stand eindeutig: Neuer kommt nicht, Ribery (Hoeneß: "Er wird beim Trainingsauftakt dabei sein") und Toni ("Ich habe noch viel vor in München") bleiben.

Die Neuzugänge werden am Mittwoch geschlossen antreten. Ihre Identität wurde den Neuen schon zugewiesen.

Mario Gomez bekommt seine zu Stuttgarter Zeiten etablierte Rückennummer 33, Breno erbt dafür die 15 von Ze Roberto. Ivica Olic bekommt die 11, Anatoli Timoschtschuk, der das Abenteuer München mit eigenem Koch und einer Masseurin aus Thailand beginnt, die 44, Andreas Görlitz die 77, Danijel Pranjic die 23, Edson Braafheid die 4 und Alexander Baumjohann die 19.

Michael Rensing trägt weiter die 1 auf dem Rücken, Jörg Butt die 22. Aussagekraft über das Ranking im Tor hat diese Festlegung nicht. Beide Keeper beginnen bei Null. Der gesamte Kader steht auf dem Prüfstand. Außer Lahm und Ribery hat kein Spieler einen Stammplatz sicher.

Nerlinger will Kader verkleinern

Toni und Lucio, der laut Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf jeden Fall gehalten werden soll, dürfen nach dem Confed-Cup noch eine Weile Urlaub machen.

Beim Trainingsauftakt ebenso fehlen wird Bastian Schweinsteiger. Der Nationalspieler muss nach einer Meniskus-OP im linken Knie und überstandenem Rehaprogramm noch kürzer treten. "Ich muss am operierten Bein noch ein paar Zentimeter Muskulatur aufbauen", sagte Schweinsteiger.

26 Spieler tummeln sich im Kader - zu viel, sagt Nerlinger. "Für einen guten Trainingsbetrieb ist der Kader, so wie er sich jetzt darstellt, zu groß. Man wird schnell sehr deutlich sehen, wer eine Rolle spielt und wer ein schweres Leben haben wird." Als Streichkandidaten gelten Tim Borowski, der über eine Rückkehr nach Bremen verhandelt, Andreas Ottl und Christian Lell.

Deutsche Meisterschaft das erklärte Ziel

Erklärtes Ziel ist die deutsche Meisterschaft. "Mittelfristig werden wir auch in Europa eine gute Rolle spielen", prophezeit Nerlinger. Van Gaals Handschrift soll laut Nerlinger "bei jedem Spieler nach drei, vier Monaten erkennbar sein."

Rummenigge spricht van Gaal "totales Vertrauen" aus. "Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm einen Trainer haben, der Dinge entwickeln kann."

Diese Worte sind aus der letzten Saison bekannt. Die Bayern würden auf weitere Parallelen zwischen Klinsmann und van Gaal gerne verzichten.

Der aktuelle Kader des FC Bayern München

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