"Demichelis ist weltklasse"

Von René Scheufen
Samstag, 08.11.2008 | 15:53 Uhr
Diego Maradona besuchte die Bayern-Spieler Martin Demichelis und Jose Sosa
© Getty
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Diego Armando Maradona besuchte am Donnerstagabend die Argentinier Martin Demichelis und Jose Ernesto Sosa, um sich einen ersten Eindruck von den Bayern-Spielern zu machen.

Diego Maradona, seines Zeichens neuer Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, reiste zu einem Kurzbesuch nach München. Der Weltmeister von 1986 traf seine Nationalspieler Martin Demichelis und Jose Ernesto Sosa vom FC Bayern.

Es war kein langes Gespräch der drei Gauchos, doch die Geste des argentinischen Volkshelden war klar: Sondierungsgespräche mit seinen Auswahlspielern führen und ihnen sein Vertrauen verdeutlichen.

Demichelis: "Wir haben ihn vergöttert"

Demichelis ist begeistert von seinem neuen Chef in der Albiceleste: "Allein seine Präsenz und seine Aura übt eine unheimliche Motivation auf alle Spieler aus", so der Innenverteidiger.

Sein Kinderzimmer war voll von Diego-Postern: "Für jedes Kind, das in den 80er oder 90er Jahren in Argentinien aufgewachsen ist, war Maradona der Größte. Wir haben ihn vergöttert, als er 1986 in Mexiko Weltmeister wurde, und mit ihm gelitten, als er sein Leben nicht im Griff hatte."

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Auch Maradona ist voll des Lobes für seinen Abwehrspieler: "Micho ist weltklasse. Viel bessere Innenverteidiger gibt es nicht. Ich rechne mit ihm und bin froh, so einen starken Spieler zu haben", wird er in der Münchner "tz" zitiert.

Damit könnte für Micho ein Traum in Erfüllung gehen, wurde er doch vor der WM 2006 kurzfristig aus dem argentinischen Kader verbannt. Im Hinblick auf 2010 gerät er ins Schwärmen: "Für mich ginge mit der WM ein Traum in Erfüllung."

Maradona: "Bayern ist eine Super-Adresse"

Dass der deutsche Rekordmeister der ideale Verein für seine Schützlinge ist, daran lässt Maradona keinen Zweifel: "Bayern ist eine Super-Adresse. Das ist doch einer der besten Klubs der Welt."

Für Jose Ernesto Sosa hat der Argentinien-Coach aufmunternde Worte, auch wenn es im Bayern-Mittelfeld derzeit keinen Platz für den 23-Jährigen gibt. "Sosa ist ein junger und richtig talentierter Spieler", so Diego und fügt hinzu: "Er wird sich hier durchsetzen und auch für Argentinien wichtig sein."

Dabei setzt Maradona auf seinen Teamchef Carlos Bilardo, der Sosa bereits bei Estudiantes de La Plata trainierte.

Der Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann erhofft sich viel vom Besuch Maradonas. Er verspricht sich eine Leistungssteigerung der beiden Gauchos im Dress des Rekordmeisters und ist besonders erfreut darüber, dass sich Diego für den jungen Sosa interessiert: "Micho ist einer der Schlüsselspieler, bei uns und in Argentinien, aber dass Maradona auch ein Auge auf Sosa hat, das freut uns."

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Kandidaten für den WM-Titel 2010 gesucht

Schon am Mittwoch begann Maradona seine Europareise, um die Kandidaten für seinen Auftrag "WM-Titel 2010" kennenzulernen.

Während des Champions-League-Spiels Real Madrid gegen Juventus Turin saß er auf der Tribüne und führte im Anschluss an die Begegnung kurze Gespräche mit den Real-Stars Gabriel Heinze, Javier Saviola, Fernando Gago und Gonzalo Higuain.

Schon am Donnerstagmorgen reiste er weiter nach Barcelona, um dort Jungstar Lionel Messi zu treffen.

Am Abend landete die "Hand Gottes" dann in München. Keine zwölf Stunden später war er auch schon wieder weg - im Flugzeug Richtung England um seine Rundreise durch Europa fortzusetzen.

Denn den Premier-League-Kracher FC Arsenal gegen Manchester United mit dem Auswahlstürmer Carlos Tevez durfte er sich nicht entgehen lassen. Ein Abstecher nach Liverpool war ebenfalls geplant, um dort Javier Mascherano kennenzulernen.

"Wir wollen das Ding"

Damit endet seine Kennenlern-Tour jedoch noch nicht: Zum Abschluss steht die französische Hauptstadt auf dem Programm, wo Paris St. Germain auf OSC Lille trifft.

An seinem Erfolg als Trainer der Albiceleste und dem Gewinn des WM-Titels 2010 in Südafrika lässt Maradona keinen Zweifel: "Wir wollen das Ding", sagte der Coach der "tz", "wenn das nicht das Ziel wäre, hätte ich auch zu Hause bleiben können und mir weiter gemütliche Fernsehabende machen können."

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