Bundesliga

Stuttgart und Schalke drohen unruhige Zeiten

SID
Freitag, 26.10.2007 | 14:03 Uhr
schaaf kuranyi bremen schalke
© Getty
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Düsseldorf - Hehre Ziele, trübe Aussichten - mit dem Titelverteidiger VfB Stuttgart und dem Meisterschafts-Zweiten aus Gelsenkirchen drohen den Spitzenklubs der vorigen Bundesliga-Saison unruhige Zeiten.

Bereits nach zehn Spieltagen ist bei beiden Vereinen keine Rede mehr davon, den übermächtigen Bayern Paroli bieten zu wollen. (Der 11. Spieltag: 15.30 Uhr im SPOX-LIVE-TICKER und bei Premiere)

Stattdessen macht sich Ernüchterung breit. Vor allem die Schwaben sind nach schwachem Saisonstart und dem Fall auf den 14. Tabellenplatz um Schadensbegrenzung bemüht.

"Das Nervenkostüm ist angespannt, keine Frage. Die Verunsicherung ist nicht wegzudiskutieren", bekannte VfB-Sportdirektor Horst Heldt im "Kicker" vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.

Druck vom Präsidenten

Auch beim FC Schalke 04 wächst der Druck. Nach nur vier Bundesliga-Siegen beträgt der Abstand auf Spitzenreiter FC Bayern München schon neun Punkte. Bleibt auch im Schlagerspiel des 11. Spieltags gegen den Tabellenzweiten Werder Bremen ein Erfolgserlebnis aus, könnte es ungemütlich werden. Präsident Josef Schnusenberg machte keinen Hehl aus seiner Erwartungshaltung: "Setzen wir die nächsten Spiele in den Sand, haben wir alle gemeinsam ein Problem."

Noch halten sich die Arbeitgeber der betroffenen Fußball-Lehrer Armin Veh und Mirko Slomka zurück. "Allein die Frage nervt mich schon", entgegnete Sportdirektor Heldt den Andeutungen über eine drohende Trainerdiskussion beim VfB, der nur noch einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt ist.

Auch "auf Schalke" stellte man die Arbeit von Slomka in den vergangenen Tagen nicht prinzipiell in Frage, übte aber nach der Heimschlappe gegen Karlsruhe erstmals leise Kritik. Schnusenberg erinnerte vor dem richtungweisenden Duell mit Werder an die Gesetzmäßigkeiten des Geschäfts: "Mirko Slomka steht genauso wie der Vorstand in der Verantwortung. Ob ich meine Kritik an ihm erweitern muss, wird sich in den nächsten Wochen zeigen." Slomka glaubt, die "volle Rückendeckung des Präsidenten" zu haben.

Toni und Demichelis kehren zurück

Von der Erfolgsstory ihres Kollegen Ottmar Hitzfeld können Veh und Slomka derzeit nur träumen. Obwohl der Rekordmeister beim 3:2 im UEFA-Cup-Spiel bei Roter Stern Belgrad lange Zeit wankte, verließ er am Ende mal wieder als Sieger den Platz. "Wir waren in dieser Saison noch nie so dicht an einer Niederlage", befand der Coach. Ob seine Profis in Dortmund weiter ungeschlagen bleiben, hängt nach dem Kraftakt auf dem "Kartoffelacker" in Belgrad von deren Regenerationsfähigkeit ab.

Zur Erleichterung des ehemaligen BVB- Trainers Hitzfeld sind die Comebacks von Luca Toni und Martin Demichelis so gut wie sicher. "Es ist immer schön, in das Dortmunder Stadion zurückzukehren. Noch schöner ist es, es mit drei Punkten zu verlassen", sagte Hitzfeld, der weiter um den Einsatz von Franck Ribery bangen muss.

Cottbus noch ohne Sieg

Ähnlich wie dem FC Bayern bleibt auch dem Hamburger SV bis Sonntag Zeit, sich von den Strapazen im UEFA-Cup zu erholen. Drei Tage nach dem 1:0 in Bergen soll in Duisburg der nächste Auswärtssieg folgen. Dagegen müssen die Profis aus Leverkusen mit einer kürzeren Regenerationsphase auskommen.

Zum Leidwesen von Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, der vor der Partie in Stuttgart heftige Kritik an der Spielplan-Gestaltung übte: "Das ist Wettbewerbsverzerrung. Die Spieler sind bis an ihre Grenzen gegangen und werden danach dafür bestraft, dass sie in den UEFA-Cup gekommen sind."

Neben den sechs Teams, die den deutschen Fußball während der Woche auf europäischer Bühne vertraten, steht Energie Cottbus am 11. Spieltag im Mittelpunkt des Interesses. Als einziges Bundesliga-Team ist die Mannschaft von Trainer Bojan Prasnikar noch immer ohne Sieg.

Eine Niederlage in Bielefeld könnte die ohnehin prekäre Lage weiter verschärfen. Ein Torwartwechsel von Tomislav Piplica auf Gerhard Tremmel soll helfen, den Abwärtstrend zu stoppen. "Der Druck auf Piplica ist zu groß geworden", begründete Prasnikar die Entscheidung.

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