Kreuzbandriss: Infos zur Verletzung, Ausfallzeit, Ursachen, Behandlungsmethoden

Von SPOX
Sonntag, 16.09.2018 | 10:57 Uhr
Corentin Tolisso zog sich gegen Bayer Leverkusen einen Kreuzbandriss zu.
© getty

Corentin Tolisso hat sich bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison einen Kreuzbandriss zugezogen. SPOX zeigt euch was hinter der Verletzung steckt.

Corentin Tolisso zieht sich im Zweikampf Kreuzbandriss zu

Bittere Nachricht für den FC Bayern: Corentin Tolisso fällt aufgrund eines Kreuzband- und Außenmeniskusrisses im rechten Knie monatelang aus. Der französische Weltmeister war im Zweikampf mit Kevin Vollands Knie zusammengerauscht.

Was ist ein Kreuzband?

Die Kreuzbänder sind dafür zuständig, dass der Oberschenkelknochen mit dem Schienbein verbunden ist. Zudem tragen sie auch maßgeblich zur Beweglichkeit des Kniegelenks bei.

Häufig entsteht ein Kreuzbandriss am Knie, durch eine Verletzung bei Sportarten. Im Kniegelenk befinden sich zwei Kreuzbänder, ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Dabei ist das vordere Kreuzband ist bei Verletzungen häufiger betroffen als das hintere.

Was ist ein Kreuzbandriss?

Der Kreuzbandriss ist eine der häufigsten Knieverletzungen. Dabei handelt es sich um einen teilweisen oder kompletten Riss des vorderen und/oder des hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk. Wird ein Kreuzbandriss nicht behandelt, können langfristige Schäden im Knie entstehen die nur durch beispielsweise Knieprothesen reparabel sind.

Wie kommt ein Kreuzbandriss zustande?

Ein Kreuzbandriss wird in der Regel durch Kraft- und Gewalteinwirkungen auf das Kniegelenk verursacht. Gründe dafür können sein:

  • übermäßige Beugung des Kniegelenks
  • Streckung des Kniegelenks
  • Verdrehung des Kniegelenks

Das vordere Kreuzband reißt häufig in Folge einer Sportverletzung. Durch eine abrupte Drehung des Beins, ein plötzlicher Richtungswechsel beim Laufen oder Springen, oder einem Sturz auf das Knie, kann die die Verletzung verursacht werden. Das hintere Kreuzband hingegen reißt oft in Folge einer äußeren Gewalteinwirkung. Beispielsweise ein Aufprall bei einem Verkehrsunfall kann dazu führen, dass das Kniegelenk überstreckt wird.

Welche Symptome treten bei einem Kreuzbandriss auf?

Folgende Symptome bringt ein Kreuzbandriss mit sich:

  • starke Knieschmerzen
  • Zerreiß oder Verschiebegefühle im Knie (knackendes Geräusch)
  • Schwellung des Knies
  • Kniegelenkserguss

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei der Erstversorgung ist es wichtig das Knie hoch zu legen und die Verletzung sofort zu kühlen. Bei der weiteren Therapie gibt es zwei Möglichkeiten: die konservative und die operative Behandlung. Die konservative Behandlung schließt Methoden wie die Physiotherapie, die Kältetherapie und die Schmerztherapie mit ein.

Operativ kann die Behandlung mit einer sogenannten Kreuzbandplastik durchgeführt werden. Dabei wird eine körpereigene, intakte Sehne als Transplantat verwendet, um das gerissene Kreuzband zu ersetzen. Ob ein operativer Eingriff nötig ist, hängt von der jeweiligen Intensität der Verletzung ab und wird mit dem Patienten besprochen.

Wie kann man einem Kreuzbandriss vorbeugen?

Laut Dr. Werner Krutsch können sowohl Spieler als auch Trainer einen Einfluss auf die Verhinderung eines Kreuzbandrisses nehmen. Vor allem in den Vorbereitungsphasen sollte auf eine gute Wettkampfvorbereitung geachtet werden. Bewegungen und Belastungen die sich im Wettkampf ergeben können, müssen in der Trainingsphase intensiv geübt und trainiert werden. Somit weiß der Körper, was ihn erwartet und ist auf möglichst jede Einwirkung gut vorbereitet. Das berichtete der Arzt bei fupa.net.

Wie lange muss man sich schonen?

Als Sportler muss man nach einer Kreuzbandersatz-OP mindestens sechs Monate pausieren. Das "neue" Kreuzband benötigt allein rund drei Monate um richtig einzuheilen. Für das anschließende Muskelaufbau- und Koordinationstraining muss man noch mal mindestens drei Monate einplanen. Profisportler können wegen ihres mehrfachen täglichen Trainings früher in vollem Umfang in den jeweiligen Sport einsteigen. Als Amateursportler, die teilweise weniger als drei Mal pro Woche ein Aufbautraining absolvieren, dauert der Wiedereinstiegsprozess länger.

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