Bundesinnenminister denkt über "striktere Maßnahmen" nach

Sicherheitsgipfel: Stehplatzverbot möglich

SID
Dienstag, 17.07.2012 | 11:04 Uhr
In der Politik werden auch Stehplätze für die Sicherheitsprobleme in den Stadien verantwortlich gemacht
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Live
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Ein Verbot von Stehplätzen für mehr Sicherheit in Fußballstadien ist für Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich offenbar noch nicht vom Tisch. Sollte es weitere Fälle von Fangewalt geben, "dann wird man auch über diese strikteren Maßnahmen nachdenken müssen", sagte der CSU-Politiker am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier, unterstützt diese Überlegungen. Vereinsvertreter wie Union Berlins Präsident Dirk Zingler sind aber dagegen, während die Deutsche Polizeigewerkschaft das Engagement der Sportklubs vermisst.

Friedrich schränkte seine Überlegungen nach einem Stehplatzverbot jedoch ein. Denn er glaube, dass Maßnahmen wie eine striktere Kontrolle von Stadionbesuchern etwa auf Feuerwerkskörper greifen würden. Solche Maßnahmen sind Thema bei einem Sicherheitsgipfel in Berlin, zu dem Verantwortliche aus Politik, Sportvereinen und Verbänden zusammenkommen.

Vor Beginn des Treffens wurden erneut Stimmen nach einem härteren Durchgreifen gegen das Zünden von Bengalos und Rauchbomben laut. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte der "Rheinischen Post": "Die Zeiten für einen Kuschelkurs mit den Fußballchaoten sind vorbei."

"Keine Denkverbote in der Stehplatzverbots-Debatte"

Für den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern, zeigten die jüngst verhängten Strafen gegen Fußballvereine in die richtige Richtung. "Wir müssen aber auch aufpassen, dass der Fußball nicht nur aus Geisterspielen besteht", sagte der CDU-Politiker im "Tagesspiegel". Spiele vor leeren Rängen drohen kommende Saison Fortuna Düsseldorf und dem Karlsruher SC.

Um der Situation Herr zu werden, schließt auch Caffier das Verbot von Stehplätzen nicht aus: " In einer solchen Situation darf es nicht von Anfang an Denkverbote geben", sagte der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns dem Radiosender WDR5.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft findet die bisher üblichen Strafen für Ausschreitungen in Stadien zu lasch. Sie würden oft "aus der Portokasse" bezahlt, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt. Er forderte die Innenminister der Länder auf, künftig mehr Druck auf Vereine auszuüben, damit diese ihre Ordner professioneller schulen, Videokameras installieren oder Stadionverbote durchsetzen. Fußballvereine sollten zudem für die hohen Einsatzkosten der Polizei zur Kasse gebeten werden.

Union-Präsident will Täter nicht grundsätzlich verbannen

Gegen ein pauschales Stehplatzverbot gibt es Gegenwehr von Vereinen. "Gewalt und Ausschreitungen in Zusammenhang mit Stehplätzen zu betrachten macht keinen Sinn", sagte Union-Präsident Zingler dem "Tagesspiegel".

Er fügte an: "Eine bestimmte Gruppe von Menschen aus den Stadien zu verbannen, verlagert das Problem nur an andere Orte wie Raststätten oder Bahnhöfe." Darum müsse das Problem "gesamtgesellschaftlich" begriffen werden, sagte Zingler, der sich auch für eine bessere Resozialisierung von Gewalttätern aussprach.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung