Mittwoch, 01.12.2010

WM 2022 in den Vereinigten Staaten?

Bill Clinton rührt für USA die Werbetrommel

Bei der letzten Bewerbungspräsentation der USA für die WM 2022 hat Bill Clinton kräftig die Werbetrommel gerührt. Dafür pries der Ex-Präsident Amerika als Multi-Kulti-Nation.

Bill Clinton war von 1993 bis 2001 US-Präsident
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Bill Clinton war von 1993 bis 2001 US-Präsident

Der ehemalige Präsident Bill Clinton hat als Frontmann der US-Bewerbung um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2022 bei der finalen Präsentation am Mittwochabend kräftig die Werbetrommel gerührt.

Per Videobotschaft wandte sich auch US-Präsident Barack Obama an die 22 stimmberechtigten Exko-Mitglieder im FIFA-Haus in Zürich, darunter auch Franz Beckenbauer. Obama bestätigte nochmals die staatliche Unterstützung und unterstrich das amerikanische Bewerbungsmotto: "The Game is in US."

Bei der Präsentation der Vereinigten Staaten wies Clinton in seinem Vortrag auf die multikulturelle Gesellschaft in den USA hin: "Es gibt Städte, in denen Bewohner aus 150 Nationen leben. Wir können eine wahre Welt-Meisterschaft austragen, weil bei uns so viele Menschen aus verschiedenen Nationen leben."

Allerdings überzog der einstige US-Präsident durch seine lange Rede die eigentlich auf eine halbe Stunde begrenzte Präsentation um sechs Minuten.

Auch Morgan Freeman setzt sich für die WM in den USA ein

Clinton, Ehrenpräsident der amerikanischen WM-Kandidatur, pries die Fußball-Begeisterung in den USA, die bereits 1994 WM-Ausrichter waren. Eine Rede vor den Exekutivmitgliedern hielt auch Filmstar Morgan Freeman, der sich allerdings einen kleinen Fauxpas erlaubte und eine Seite seiner vorbereiteten Ansprache übersprang.

Katar warb mit der historischen Dimension seiner Bewerbung. "Wir offerieren der FIFA die historische Möglichkeit, die Grenzen der Weltmeisterschaft zu sprengen", sagte Scheich Mohammad bin Hamad al-Thani in seinem Vortrag. Gleichzeitig will sich das Emirat mit der WM-Ausrichtung für eine Überwindung von religiösen und ethnischen Schranken einsetzen.

Bilder des Tages - 1. Dezember
Kaugummi kauen gegen die Aufregung? Detroit-Stürmer Todd Bertuzzi (r.) probiert's mal aus. Die Red Wings siegten in der NHL mit 5:3 gegen die San Jose Sharks
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In Las Vegas feiert Jimmie Johnson mit Ehefrau Chandra (r.) und Tochter Genevieve Marie seinen fünften Titel im NASCAR-Sprintcup
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2010 gewann Jorge Lorenzo seinen ersten WM-Titel in der MotoGP-Klasse. Auch bei den del Deporte Awards der "As" in Madrid räumte er ab
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So sieht also eine Trainingseinheit des englischen Cricket-Teams in Adelaide aus. Matt Prior (l.) und Mushtaq Ahmed scheinen mächtig Spaß daran zu haben
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Räuberisches Känguru wirbt für Australien

Mit einem animierten Känguru, das die WM-Trophäe aus dem FIFA-Hauptquartier stiehlt, hatte Australien den Präsentationsmarathon der WM-Bewerber für 2022 am Mittwoch eröffnet.

Das Nationaltier des Fünften Kontinents flüchtete in einem Video vor einem in schwarz gekleideten Motorradfahrer, dessen Identität zunächst nicht preisgegeben wurde und der im Auftrag der australischen Ministerpräsidentin Julie Gillard die Trophäe zurückbringen sollte.

Das Känguru begab sich auf seiner Flucht auf eine Sightseeing-Tour durch Australien und tauchte sogar ins Great Barrier Reef ab. Im Outback wurde es von 400-m-Olympiasiegerin Cathy Freeman im Laufduell geschlagen. Schließlich wurde es vom Motorradfahrer in einem Fußball-Stadion gestellt.

Der geheimnisvolle Verfolger entpuppt sich als Schauspieler Paul Hogan ("Crocodile Dundee").

Südkorea strebt mit WM die Wiedervereinigung an

Südkorea setzte bei seiner Kandidatur auf die politische Karte, erinnerte an die jahrzehntelange Teilung und die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen mit dem Bruderstaat Nordkorea. Südkorea sieht die WM 2022 als Möglichkeit an, die Wiedervereinigung Koreas zu forcieren.

"Eine Weltmeisterschaft könnte die Eingangstür zu einem vereinten Korea und einem friedvollen Asien sein", sagte der ehemalige südkoreanische Ministerpräsident Lee Hong-Koo. Als aktueller Star auf der Bühne im Hauptquartier der FIFA trat Park Ji-Sung von Manchester United auf.

Japan, zusammen mit Südkorea 2002 WM-Gastgeber, sieht sich als Ausrichter für die neue Fußball-Generation. Im Mittelpunkt der Präsentation standen deshalb Kinder, die zum Zeitpunkt der ersten Weltmeisterschaft in Asien gerade geboren waren. Nippon hat im Falle des Zuschlag für die WM die ambitionierte Idee, Fanfeste in 400 Stadien weltweit zu organisieren.

Dabei sollen 300 Millionen Menschen mobilisiert werden. Japan plant, bei den Fanfesten in den Stadien gigantische Bildschirme auf dem Rasen zu installieren, auf denen die Spiele verfolgt werden können.

Chung untermauert Südkoreas WM-Bewerbung


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