Prozess um den Wettskandal

Beckenbauer soll vor Gericht aussagen

SID
Donnerstag, 25.11.2010 | 14:25 Uhr
Marcel Reif (l.) und Franz Beckenbauer sollen ihre Kompetenz demnächst vor Gericht anwenden
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Im Prozess um den Wettskandal sollen Franz Beckenbauer und Kommentator Marcel Reif als unabhängige Experten fungieren und den Tatvorwurf der Spielemanipulation beurteilen.

Die Verteidigung eines Angeklagten im Wettskandal erwägt, Franz Beckenbauer und den TV-Kommentator Marcel Reif als Experten im Prozess vor dem Bochumer Landgericht vorladen zu lassen.

"Über jeden Zweifel erhabene Experten"

Das bestätigte Rechtsanwalt Udo Klaus Duits, Vertreter des Angeklagten Kristian S., am Rande des sechsten Verhandlungstages vor dem Bochumer Landgericht.

Beckenbauer und Reif sollen demnach als "über jeden Zweifel erhabene Experten" angeblich manipulierte Oberligaspiele beurteilen, die vor Gericht auf Video eingespielt werden sollen.

Zu dem entsprechenden Antrag kam es am Donnerstag zunächst jedoch nicht, weil die Anwälte der bislang nicht aussagewilligen beiden Angeklagten Kristian S. und Stevan R. die Verhandlung wie schon in den vergangenen Wochen mit weiteren Anträgen verzögerten.

Ermittlung gegen mehr als 250 Personen

So lehnte der Vorsitzende Richter Carsten Schwadrat unter anderem den Antrag ab, die Verhandlung bis zur Entscheidung über einen ihn betreffenden und bereits eingereichten Befangenheitsantrag auszusetzen.

Über diesen Antrag soll erst vor dem kommenden Verhandlungstag (10. Dezember) entschieden werden. Auch das mit Spannung erwartete Geständnis des Angeklagten Nürretin G. ließ weiter auf sich warten.

Die vier Beschuldigten sollen für die Bestechung von Spielern und Schiedsrichtern 370.000 Euro aufgewendet haben.

Insgesamt sollen rund zwei Millionen Euro auf 32 Spiele gesetzt worden sein, die Gewinne sollen sich auf 1,6 Millionen Euro belaufen.Der Prozess ist erst der Auftakt der juristischen Aufarbeitung des Wettskandals. Insgesamt wird gegen mehr als 250 Personen ermittelt.

Die Wetteinsätze sollen sich auf rund zwölf Millionen Euro, die erzielten Gewinne auf 7,5 Millionen Euro belaufen haben. Die Höhe der gezahlten Bestechungsgelder beträgt nach Angaben der Ermittler etwa 1,5 Millionen Euro.

Doch noch kein Geständnis im Wettskandal

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung