Österreich-GP: Driver Ranking

Hamilton geht trotz Platz 2 leer aus

Montag, 23.06.2014 | 18:58 Uhr
Lewis Hamilton wurde dank seines Mercedes-Antriebs in Spielberg im Rennen Zweiter
© getty
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In der Formel-1-Saison 2014 kommt es dank verändertem Reglement wieder mehr auf den Fahrer an. Wie gewohnt bewertet SPOX-Redakteur Alexander Maack nach jedem Grand Prix die fahrerischen Leistungen der Piloten und stellt sein persönliches Driver-Ranking auf. Teil 8: Der Österreich-GP in Spielberg.

Eigentlich hätte ich am liebsten Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ganz nach oben gesetzt. Ein Formel-1-Comeback in Europa mit perfekter Organisation statt einer neuen Strecke in Asien oder Nordamerika - was für ein Geschenk! Endlich kehrt die F1 an einen Ort zurück, an den sie wirklich hingehört. Doch der gute Didi fährt leider nicht besonders erfolgreich Auto. Also muss ein anderer Sieger her und da gibt es an diesem Wochenende einen, der wieder eine Auszeichnung verdient.

Platz 1, Fernando Alonso: Fünfter Platz. Für den zweifachen Weltmeister aus Spanien eigentlich eine Demütigung. "Im Rennen ist der Vorsprung der Mercedes-Teams so groß, dass sie damit spielen können. Als ich näher an Massa ran kam, konnte er wieder wegfahren", bekannte er und zeigte trotzdem Genugtuung: "Es war mein bisher bestes Rennen in dieser Saison. Ohne Safety Car und andere Vorkommnisse nur 18 Sekunden hinter den Mercedes ins Ziel zu kommen, das ist ein gutes Ergebnis."

Und damit hat Alonso Recht. Die Ansprüche an ihn sind gesunken, weil das Auto noch weiter von der Spitze weg ist als in der Schlussphase der Saison 2013. Dennoch kämpft er weiter, immer weiter - unermüdlich. Als kleines Trostpflaster gab es erstmals in der Saison 2014 fünf Runden lang Führungsluft. Wie deutlich der 32-Jährige seinen Weltmeister-Teamkollegen Kimi Räikkönen dominiert, ist schier unglaublich. So gedemütigt wurde selbst Felipe Massa nie!

Dass dafür allein der Finne verantwortlich ist - ausgeschlossen. Das Wochenende in Österreich war exemplarisch für Alonsos Können. Platz 4 im Qualifying und Platz 5 im Rennen waren das Optimum, das Ferrari erreichen kann, wahrscheinlich sogar mehr. Besonders die Runden auf den soften Slicks und die Outlaps nach den Boxenstopps waren am Sonntag hervorragend. Alonso kam nur 1,16 Sekunden hinter Massa ins Ziel und hatte zehn Sekunden Vorsprung auf seinen Verfolger. Eine bessere Leistung ist aus meiner Sicht unmöglich.

Platz 2, Sergio Perez: Der Sechstplatzierte wird im Driver-Ranking Zweiter. Warum? Weil der Mexikaner ein richtig gutes Rennen zeigte. Zur Erinnerung: Startplatz 15 resultierte aus der Strafversetzung für den Unfall mit Massa in Montreal und der daraus resultierenden Strafversetzung. Es war also bei weitem keine schlechte Leistung.

Was Perez dann am Sonntag zeigte, war schon wieder eine Glanzleistung. Der 24-Jährige schonte Reifen wie kein Zweiter und distanzierte Teamkollege Nico Hülkenberg. Über 15 Sekunden lagen die beiden Force-India-Fahrer am Ende auseinander! Dabei war Hülkenberg im Qualifying noch der schnellere Pilot, was der einzige kleine Makel an Perez' Vorstellung ist.

Sonst gibt es nichts zu kritisieren. Die umgekehrte Strategie mit dem Start auf weichen Reifen brachte Perez zum Funktionieren, er hielt sich sogar fast 50 Kilometer lang ganz vorne an der Spitze. Dass er in dieser Zeit mit ultrakonstanten Runden die Grundlage für seinen sechsten Platz legte, ist ihm ebenso anzurechnen wie sein Schlusssprint, mit dem er Kevin Magnussen in einen Fehler trieb.

Platz 3, Valtteri Bottas: Erster Start in Reihe 1, erster Besuch auf dem Podium - der Finne wird den ersten Österreich-GP seit 2003 wohl nie vergessen, auch wenn er die Pole Position selbst durch einen Fehler und einen mäßigen ersten Sektor an Teamkollege Massa abtrat. Überhaupt profitierten die Williams-Piloten im Qualifying eindeutig davon, dass das Traditionsteam die supersoften Slicks härter forderte als die Silberpfeile und dafür einen etwas langsameren ersten Stint einkalkulierte.

Trotzdem gelang dem Finnen eine Premiere: Ein Überholmanöver gegen einen Werks-Mercedes! Rosberg ging beim Start vorbei, doch Bottas konterte schon in der ersten Runde. Es war kein Fehler des Deutschen, sondern ein echtes Überholmanöver. Auch sonst zeigte Bottas am Sonntag eine optimale Leistung, brannte zwei perfekte Inlaps auf den Red Bull Ring und lieferte sich lange packende Fights. Erst mit dem WM-Führenden, dann mit dessen Verfolger Hamilton. In der Driver-Ranking-Gesamtwertung überholt er dadurch Jules Bianchi, Jenson Button und Kevin Magnussen.

Platz 4, Nico Rosberg: 1,6 Sekunden gewann Rosberg bei seinen zwei Besuchen an der Box im Vergleich zu Teamkollege Hamilton. Die Verschwörungstheoretiker witterten sofort Manipulation. Doch beim genauen Betrachten der TV-Bilder habe ich den Eindruck gewonnen, als würde Hamilton etwas weiter hinten stehen. Mit anderen Worten: Rosberg hat perfekt gebremst, sodass sich die Mechaniker mit den Schlagschraubern nicht seitwärts bewegen mussten.

Von einer Bevorzugung des Deutschen kann also keine Rede sein. Stattdessen gilt es, die Leistung zu akzeptieren: Rosberg war auch in Spielberg besser als Hamilton. Überholmanöver unter Teamkollegen mit identischem Material sind die größte Herausforderung für einen Formel-1-Fahrer, also kommt es aufs Qualifying an. Da lieferte der Deutsche und holte hinter den Williams Platz drei, auch wenn er wohl noch einige Reserven hatte.

Auch der Sonntag war nicht perfekt. Rosberg leistete sich einen Fehler, durch den Bottas auch nach dem Stopp fast wieder vorbeigerutscht wäre. Die Führung rettete der gebürtige Wiesbadener gerade noch. Doch auch Lob hat sich der 28-Jährige verdient: Er bewegte das Auto im Rennen, ohne die Kühlprobleme des W05 wirklich sichtbar zu machen. Die kontrollierte Fahrweise brachte ihn bei den Reifenwechseln an den Williams vorbei.

Platz 5, Felipe Massa: Der Brasilianer holte seine erste Pole Position seit dem Brasilien-GP 2008, für das Williams-Team war es die erste seit dem One-Hit-Wonder Pastor Maldonado in Spanien 2012. Allein dafür hat Massa allerdings keine Bestnote verdient. Der 32-jährige Routinier verpasste es, seine hervorragende Ausgangsposition in einen Platz auf dem Podium zu verwandeln und hatte daran großen Anteil.

Während der Inlap zum ersten Stopp verlor Massa etwa eine Sekunde im Vergleich zu Teamkollege Bottas, beim Reifenwechsel selbst kam ungefähr der gleiche Zeitverlust obendrauf. Die Folge war, dass Massa von der Spitze ans Ende der vier Führenden fiel. Anschließend konnte er das Tempo auf den härteren Slicks nicht mehr voll mitgehen.

Platz 6, Adrian Sutil: Der Sauber ist immer noch weit davon entfernt, ein konkurrenzfähiges Auto zu sein. Zudem hat Sutil noch immer Probleme, weil der Wagen samt seinem Körpergewicht ungefähr so schwer ist, wie es die Regeln zulassen. Beim kleineren und leichteren Teamkollegen Esteban Gutierrez können dagegen Gewichte optimal platziert werden, was einige Zehntel pro Runde bringt.

Dass Sutil vor dem Mexikaner ins Rennen ging, ist also schon eine Leistung. Dass er dann auch noch ein ordentliches Tempo an den Tag legte, bestätigt, dass er einen guten Job machte. Am Ende stand Rang 13 zu Buche, was allerdings auch am Team lag. Als Gutierrez' Hinterrad beim Boxenstopp nicht fest war, funkte der Kommandostand Sutil an und befahl ihm, sofort zu stoppen. Der Gräfelfinger gehorchte und verlor wertvolle Zeit.

Platz 7, Kevin Magnussen: Nach seinem Fabelrennen zum Debüt in Australien machte der Däne an diesem Wochenende endlich wieder auf sich aufmerksam. Jenson Button stand sieben Plätze hinter ihm, obwohl Magnussen in der Zielkurve Zeit liegen ließ. Im Rennen sicherte er dank ordentlichem Reifenmanagement sechs Punkte, während der Engländer leer ausging.

Platz 8, Daniil Kvyat: Der siebte Startplatz für den jungen Russen zählt noch mehr, wenn man bedenkt, dass Kvyat in Q3 ohne DRS auskommen musste. Jean-Eric Vergne konnte mal wieder nicht mithalten, weil sein Rookie-Teamkollege das Potenzial des Auto bestens nutzte. Bis das Auto streikte, war er auf Punktekurs, während der Franzose hinterherfuhr. Kvyats gute Leistung wurde am Ende leider nicht belohnt, er zeigte aber, dass Spielberg ihm wie zu seinen Formel-3-Zeiten perfekt liegt.

Platz 9, Pastor Maldonado: Beim achten Saisonrennen zeigt der Venezolaner endlich mal, warum er in der Formel 1 fahren darf. Der Lotus ist noch immer kein schnelles Auto, der Renault-Antrieb tut sein Übriges. Trotzdem ging Maldonado von Rang 13 ins Rennen und beendete es vor Grosjean als Zwölfter. Mehr war mit dem Lotus nicht drin - Maldonado überfuhr das Auto nicht und brachte den E22 ins Ziel.

Platz 10, Daniel Ricciardo: Platz acht nach Startplatz fünf - das Ergebnis scheint eigentlich nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Australier den Überholmodus für mehr Leistung nach Sebastian Vettels Problemen nicht benutzen durfte. Allerdings hätte Ricciardo auch Platz sechs holen können, wenn er die erste Runde ordentlich gefahren wäre.

Der Ausritt in der ersten Kurve kostete viel zu viel Boden, dabei war die Gefahr bekannt. Immerhin bremste er sich in der letzten Runde noch sehenswert an Nico Hülkenberg vorbei und holt durch das Manöver noch einen Punkt im Driver-Ranking.

Härtefall, Lewis Hamilton: Der beste Fahrer auf einer Runde, das Jahrhunderttalent, der einzige weltweite Star der aktuellen Formel 1 - er wirkt entzaubert. Bitte nicht falsch verstehen: Lewis Hamilton fuhr in Spielberg eine sehr gute erste Runde und schob sich direkt um fünf Plätze vor, woran neben seiner eigenen Positionierung allerdings der Mercedes-Antrieb auf der langen Bergaufpassage nach der ersten Kurve einen bedeutenden Anteil hatte. Dafür gebührt ihm Lob.

Doch auffällig ist, dass Hamilton seit drei Rennen keinen Stich mehr gegen Rosberg sieht, von der Überlegenheit aus Malaysia ist er meilenweit entfernt. Nach Monaco wollte der Brite richtig Druck machen, nach dem technisch bedingten Rückschlag in Kanada umso mehr. Stattdessen leistete er sich in Q3, im entscheidenden Moment des Qualifyings zwei Fehler, durch die seine gute Startrunde erst möglich wurde. Am Sonntag war Hamiltons Leistung gut, doch am Samstag schmiss er die Chance auf den Sieg weg.

Klüger wäre es gewesen, nach dem ersten Fehler etwas Tempo rauszunehmen, um einen besseren Startplatz zu sichern - auch wenn es nicht für den Sieg gegen den Teamkollegen reicht. Nicht Rosberg hat Probleme mit dem Druck des Teamkollegen, es ist der WM-Kampf-erfahrene Engländer. Für mich waren zwei Fauxpas direkt nacheinander zu viel, um Hamilton bei den Leistungen der anderen Piloten noch Punkte zu geben.

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